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Node-RED

Dashboard, VRM-Zugriff und bewährte Vorgehensweisen

Ein eigenes Bedienpanel mit Diagrammen und Schaltern, Fernzugriff auf Editor und Dashboard über VRM, Daten aus dem VRM-Portal in Flows — und worauf Sie achten müssen, damit der Speicher des GX-Geräts nicht vollläuft. Alles nach dem Handbuch zu Venus OS Large. Wir setzen voraus, dass Node-RED bereits läuft — andernfalls beginnen Sie mit der Erstinbetriebnahme.

Verbindung zu Node-RED auf dem GX herstellen

Node-RED läuft direkt auf dem GX-Gerät. Im lokalen Netzwerk verbindet sich der Browser direkt damit, von außerhalb über das VRM-Portal. Flows können auch selbst Daten aus VRM abrufen und Dateien auf der Datenpartition des Geräts speichern.

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Netzwerkverbindungen und Datenspeicherung
Bewegen Sie den Mauszeiger über ein Element des Schaltplans oder tippen Sie darauf.
  1. Im lokalen NetzwerkEditor unter https://venus.local:1881, Dashboard über das Panel „Dashboard 2.0“ im Editor (Pfad /dashboard).
  2. Fernzugriff über VRMMenü Venus OS Large im VRM-Portal: Editor, Dashboard und Signal K; bei schwacher Verbindung ist der Zugriff langsam.
  3. Daten aus VRMZugriffstoken, VRM API und Ertragsprognosen — darauf basiert Dynamic ESS.
  4. Partition /dataFlows, Paletten und Kontext; immer mindestens 30 MB frei halten, unter 5% erscheint Warnung #46.

Dashboard: FlowFuse Dashboard 2.0

Ein Dashboard ist eine Browserseite mit Diagrammen, Anzeigen und Bedienelementen, etwa Schaltern und Schiebereglern. Victron empfiehlt das Paket FlowFuse Dashboard 2.0 — es ist aktuell und wird weiterentwickelt.

  1. Installation. Im Editor: Menü rechts → Manage palette → Registerkarte Install. Suchen und installieren Sie @flowfuse/node-red-dashboard. Das GX-Gerät benötigt eine funktionierende Internetverbindung. Die Palette wird auf der Datenpartition installiert und bleibt daher nach einem Venus-OS-Update erhalten.
  2. Aufbau. Neue Knoten erscheinen in der Palette links. Das Dashboard hat vier Ebenen: ui-base (Basisadresse, standardmäßig /dashboard), ui-page (Seiten), ui-group (Gruppen auf einer Seite) und Widgets — Diagramm, Anzeige, Schaltfläche, Schalter.
  3. Daten aus der Anlage. Verbinden Sie einen Victron-Eingangsknoten (z. B. den Ladezustand der Batterie) mit einem Widget und einen Dashboard-Schalter mit einem Ausgangsknoten, etwa einem Relais. Was die Victron-Palette enthält: Victron-Knoten.
  4. Deploy und Vorschau. Nach dem Bereitstellen (Deploy) öffnen Sie das Dashboard über den Bereich „Dashboard 2.0“ rechts im Editor. Im VRM-Portal erscheint im Menü Venus OS Large eine zusätzliche Kachel für den Fernzugriff.
  • Relais über das Dashboard schalten. Stellen Sie das Relais zunächst im GX-Menü oder in VictronConnect auf manuellen Betrieb (Manual). Damit der Schalter auch Änderungen anzeigt, die an anderer Stelle vorgenommen wurden, etwa im GX-Menü, verbinden Sie den Relaisstatus zusätzlich mit dem Eingang des Schalters. So ist es im Beispiel „Relay switching“ im Victron-Wiki umgesetzt.
  • Wie häufig Daten eintreffen. Victron-Eingangsknoten senden bei jeder Wertänderung eine Nachricht. Ist die Option „only changes“ nicht aktiviert, senden sie zusätzlich alle 5 Sekunden den aktuellen Wert. Das Diagramm erhält dann auch einen Datenpunkt, wenn sich nichts ändert.
  • Altes Dashboard. Das Paket node-red-dashboard ist veraltet und sollte laut Handbuch nicht mehr verwendet werden.
  • Alternative: uibuilder. node-red-contrib-uibuilder bietet volle Kontrolle über das Erscheinungsbild, enthält aber keine fertigen Widgets. Die Oberfläche müssen Sie selbst in HTML, CSS und JavaScript schreiben. Es ist flexibler, aber deutlich schwieriger als Dashboard 2.0.
Widerspruch in der Victron-Dokumentation

Das Handbuch zu Venus OS Large rät vom alten Paket node-red-dashboard ab. Die Dashboard-Beispielflows im Wiki von node-red-contrib-victron — „Monitor disk usage“, „Relay switching (from the dashboard)“ und „Threshold control“ — benötigen es jedoch weiterhin (Knoten ui_chart, ui_switch, ui_slider und Erweiterungen für das alte Dashboard). Solche Flows müssen auf Widgets von Dashboard 2.0 umgestellt werden. Alternativ muss das alte Paket entgegen der Empfehlung des Handbuchs nachinstalliert werden.

Fernzugriff über VRM

Die drei Oberflächen — Flow-Editor, Node-RED-Dashboard und Signal-K-Administrationsoberfläche — sind auch aus der Ferne über das VRM-Portal erreichbar.

  1. Anlage in VRM. Das GX-Gerät muss Daten an das VRM-Portal senden. So verbinden Sie es: Monitoring mit VRM.
  2. Menü Venus OS Large. Melden Sie sich bei VRM an, wählen Sie die Anlage und klicken Sie auf das Menü Venus OS Large. Die Kacheln für den Editor und Signal K erscheinen dort nach dem Aktivieren dieser Funktionen im GX-Gerät, die Dashboard-Kachel nach dessen Bereitstellung.
  3. Anmeldung. Node-RED fragt nach demselben Passwort wie beim lokalen Zugriff. Seit Venus OS 3.50 ist dies das Passwort des Sicherheitsprofils mit dem Benutzer admin (Details).
  • Der Zugriff kann langsam sein. Das Handbuch weist darauf hin, dass die Geschwindigkeit von der Verbindungsqualität abhängt.
  • Nur über VRM. Das Victron-Handbuch beschreibt den Fernzugriff auf Node-RED ausschließlich über VRM; eine Portweiterleitung am Router wird nicht beschrieben.

VRM-Daten im Flow

Manche Flows benötigen Daten, die nicht im GX-Gerät selbst verfügbar sind, etwa Prognosen zum PV-Ertrag oder zur Sonneneinstrahlung. Diese werden über die VRM API aus der Datenbank des VRM-Portals abgerufen.

  1. Zugriffstoken. Fügen Sie im VRM-Portal unter Access tokens ein neues Token hinzu. Nach der Erstellung lässt es sich nicht erneut anzeigen. Speichern Sie es deshalb sofort in einem Passwortmanager.
  2. VRM-API-Knoten. Der Victron VRM API node erleichtert die Nutzung der API in Flows. Die vollständige API-Beschreibung finden Sie in der VRM-API-Dokumentation.
  3. Prognosen. Dafür dient der Aufruf stats mit einem der Attribute aus der Tabelle. Das Handbuch weist darauf hin, dass es weitere nützliche Attribute geben kann.
IDAttributDaten
1220vrm_pv_charger_yield_fcErtragsprognose der Solarladeregler (MPPT)
1221vrm_pv_inverter_yield_fcErtragsprognose der PV-Wechselrichter
1173vrm_solar_irradiance_fcPrognose der Sonneneinstrahlung
1172vrm_solar_irradianceSonneneinstrahlung

Fertige Lösung: Dynamic ESS — ruft aus VRM den optimalen ESS-Sollwert ab, der anhand dynamischer Strompreise und der PV-Ertragsprognose berechnet wird. Der zugehörige Flow ist zugleich ein gutes Beispiel für die Nutzung der VRM API.

Das Token ist der Schlüssel zum Konto. Behandeln Sie es wie ein Passwort: Bevor Sie einen Flow teilen, etwa im Forum Victron Community, prüfen Sie, ob das Token direkt in einem function-, change- oder inject-Knoten eingetragen ist.

Speicher: Datenpartition /data

Paletten, Flows, Zugangsdaten und gespeicherter Kontext liegen auf der Datenpartition des GX-Geräts. Dadurch bleiben sie bei einem Venus-OS-Update erhalten. Der Speicherplatz ist jedoch begrenzt, und Node-RED sowie Signal K können die Partition vollständig füllen.

  • Mindestens 30 MB frei — laut Handbuch zu Venus OS Large muss dieser freie Speicherplatz jederzeit vorhanden sein.
  • Warnung #46. Sinkt der freie Speicherplatz unter 5%, meldet das GX-Gerät #46 Data partition full. Den genauen Wert zeigt das Menü Settings → General → Modifications.
  • Folgen einer vollen Partition. Venus OS funktioniert nicht mehr korrekt, Node-RED oder Signal K startet nicht. Das System ist nicht auf fehlenden Speicherplatz ausgelegt.
  • Keine großen Dateien auf /data. Speichern Sie dort keine großen Bilder, Videos oder Protokolldateien. Halten Sie solche Daten außerhalb des GX-Geräts vor — in einer Datenbank, in der Cloud, über MQTT oder FTP — und verweisen Sie per URL darauf.
  • Nur benötigte Paletten. Jede nachinstallierte Palette belegt Speicherplatz. Nicht verwendete Paletten entfernen Sie mit der Schaltfläche remove unter Manage palette.

Wenn die Partition bereits voll ist — gehen Sie in dieser Reihenfolge vor, beginnend mit dem schonendsten Eingriff:

  1. Signal-K-Protokolldateien. Wenn Sie Signal K verwenden, empfiehlt das Handbuch, zunächst dessen Protokolldateien zu löschen. Prüfen Sie anschließend, ob unter Signal K → Server → Settings die Option „Keep only most recent data log files“ aktiviert ist (standardmäßig aktiviert).
  2. Flows und Paletten. Löschen Sie Flows und nachinstallierte Paletten. Falls der Editor nicht startet, löscht die Datei venus-data-20-node-red-reset.tgz auf einem USB-Stick den gesamten Inhalt von /data/home/nodered/ — alle Flows und Paletten — und ermöglicht einen Neustart von Grund auf. Erstellen Sie vorher eine Sicherung: venus-data-00-backup-data-partition.tgz kopiert die gesamte Partition /data auf den USB-Stick (so funktioniert es).
  3. GX-Gerät auf Werkseinstellungen zurücksetzen — gemäß dem Handbuch des GX-Geräts. Der Nachteil: Das gesamte Gerät muss neu konfiguriert werden.

Die Partitionsbelegung lässt sich auch in einem Flow überwachen. Das Victron-Wiki enthält zwei Beispiele: „Monitor disk usage“ (Diagramm im alten Dashboard, siehe den oben beschriebenen Widerspruch) und „Using MQTT to monitor disk space“. Letzteres erfordert das Aktivieren des Dienstes MQTT on LAN (Plaintext) im GX-Menü und gibt den freien Speicherplatz nur im Debug-Fenster aus.

Kontextvariablen und Flash-Speicher

Kontextvariablen (context, flow, global) dienen einem Flow dazu, Werte zu speichern, etwa einen Zählerstand oder den letzten Zustand. Standardmäßig liegen sie nur im RAM des GX-Geräts — nach einem Neustart oder Stromausfall gehen sie verloren.

Damit sie einen Neustart überstehen, müssen sie auf den Datenträger geschrieben werden — über die Datei settings-user.js (siehe Konfigurationsdateien):

module.exports = {
  contextStorage: {
    default: {
      module: "localfilesystem",
      config: {
        // Speicherung alle 5 Minuten
        flushInterval: 300
      }
    }
  }
}
  • Nicht zu häufig speichern. Das Handbuch warnt, dass häufige Schreibvorgänge den Flash-Speicher verschleißen — im Beispiel wird der Kontext alle 300 s, also alle 5 Minuten, gespeichert.
  • Nur kleine Datenmengen. Speichern Sie keine großen oder binären Daten im Kontext — er liegt auf derselben kleinen Partition /data.
  • Nach der Änderung starten Sie Node-RED neu (Neustart).

Konfigurationsdateien — wann Änderungen sinnvoll sind

Bei den allermeisten Node-RED-Installationen müssen — und sollten — diese Dateien nicht geändert werden. Venus OS Large ist so konzipiert, dass keine Befehlszeile benötigt wird. Zum Bearbeiten benötigen Sie Root-Zugriff per SSH (Victron-Anleitung).

DateiEinsatzBearbeitung
/usr/lib/node_modules/node-red/venus-settings.jsGrundeinstellungen, werden zuerst eingelesenniemals — wird bei einem Venus-OS-Update überschrieben
/data/home/nodered/.node-red/settings-venus.jsergänzt die erste Datei; bleibt nach einem Update erhaltennein — für Victron vorgesehen
/data/home/nodered/.node-red/settings-user.jsIhre Einstellungen: Ports, Sicherheit, Editor, contextStorage; bleiben nach einem Update erhaltenja, mit Vorsicht — ein Syntaxfehler verhindert den Start von Node-RED; nach einem Update kann eine Einstellung ihre Wirkung verlieren
flows.jsonalle Flows (entspricht dem Export über das Menü)nicht manuell — Gefahr einer Beschädigung
flows_cred.jsonverschlüsselte Zugangsdaten der Flows (Benutzernamen, Passwörter)nein — manuelle Änderungen können die Entschlüsselung verhindern
.config.*.jsonEinstellungen von Node-RED selbstnein; beim Flow-Export werden sie nicht erfasst
lib/Bibliothek für Subflows und Funktionenfür erfahrene Anwender sicher bearbeitbar
  • Ein gemeinsamer Block. Die Einstellungen in diesen Dateien müssen innerhalb des Blocks module.exports = {} stehen. Mehrere Einstellungen — etwa Port 1880 und contextStorage — werden im selben Block durch Kommas getrennt eingetragen.
  • settings.js wird ignoriert. Die Datei /data/home/nodered/settings.js wird nicht eingelesen, auch wenn Sie sie anlegen — wirksam ist nur settings-user.js im Verzeichnis .node-red.
  • Bilder im Dashboard. Damit Node-RED beispielsweise ein Dashboard-Hintergrundbild bereitstellt, ergänzen Sie in settings-user.js httpStatic: "/data/home/nodered/www", erstellen Sie dieses Verzeichnis, weisen Sie es dem Benutzer nodered zu (chown -R nodered:nodered) und legen Sie dort eine Datei ab, etwa image.png. Im Dashboard verweisen Sie mit einem relativen Pfad darauf: background-image: url(/image.png);. Auch das belegt Speicherplatz auf /data — verwenden Sie nur kleine Dateien.

Neustart nach Einstellungsänderungen. Am einfachsten im GX-Menü: Venus OS Large Features → Node-RED — ausschalten und wieder einschalten. Über die Befehlszeile:

# stoppen
svc -d /service/node-red-venus
# starten
svc -u /service/node-red-venus
# Neustart
svc -t /service/node-red-venus

Falls nach einer Änderung etwas nicht funktioniert, starten Sie Node-RED im abgesicherten Modus — dabei werden keine Flows ausgeführt (abgesicherter Modus).

Sicherheit und Berechtigungen

  • Passwort. Ab Venus OS 3.50 schützt das Passwort des Sicherheitsprofils (Settings → General → Security Profile) den Zugang zu Node-RED mit dem Benutzer admin; in älteren Versionen ist es das Passwort der Remote Console. Details: Passwort für den Editor.
  • Verschlüsselte Verbindung. Der Editor nutzt https auf Port 1881. Das Zertifikat ist selbstsigniert — daher die Browserwarnung —, Benutzername und Passwort werden jedoch nicht im Klartext über das Netzwerk übertragen.
  • Port 1880 nur bei Bedarf. Manche Nodes können sich nur über http verbinden. Dafür lässt sich Port 1880 zusätzlich auf allen Schnittstellen aktivieren — in settings-user.js. Anschließend muss Node-RED neu gestartet werden:
    module.exports = {
      // zusätzlich http auf Port 1880
      uiHost: "::"
    }
    Dies ist normales http, ohne die Verschlüsselung von Port 1881 — aktivieren Sie diesen Port daher nur, wenn ein Node ihn benötigt.
  • Fehler EACCES beim Speichern einer Datei. Seit Venus OS 2.90 läuft Node-RED als Benutzer nodered, nicht als root. Flows können daher nur Dateien dieses Benutzers lesen und schreiben — normalerweise unter /data/home/nodered/. Verwenden Sie statt eines anderen Pfads beispielsweise /data/home/nodered/storage.txt.
  • VRM-Token und Passwörter in Flows. Zugangsdaten, die Nodes als Anmeldedaten speichern, landen in der verschlüsselten Datei flows_cred.json. Tragen Sie Token oder Passwörter nicht direkt in function-, change- oder inject-Nodes ein — sonst landen sie in der unverschlüsselten Datei flows.json und in jedem Export.
Vor Dateiänderungen — Sicherung erstellen

Exportieren Sie alle Flows (Menü → Export → all flows) und bewahren Sie die Datei flows.json auf. Der Export enthält keine Node-RED-Einstellungen aus den Dateien .config.*.json — eine vollständige Sicherung der Partition /data wird als Datei venus-data-00-backup-data-partition.tgz auf einem USB-Stick gespeichert.

Betroffene Geräte

Quellen

Inhalt mit der Dokumentation von Victron Energy (Datenblätter und Handbücher) abgeglichen — Stand: 22.09.2026. Fehler im Inhalt melden · Korrekturprotokoll