
Monokristallines BlueSolar-Modul 190 W (39 Zellen) von vorne — Aluminiumrahmen
Monokristalline BlueSolar-Solarmodule
Victron-Solarmodule für Anlagen mit Batterien: von 20 W für Boot oder Wohnwagen bis 365 W für ein Ferienhaus. Modelle mit 36 und 39 Zellen (Vmp ca. 21 V) eignen sich für PWM- und MPPT-Laderegler an einer 12-V-Batterie; Modelle mit 56–72 Zellen (Vmp 33–41 V) für MPPT-Laderegler und Reihenschaltung. Monokristalline Zellen, gehärtetes Glas, eloxierter Aluminiumrahmen, Bypassdioden in der Anschlussdose.
- 20–365 W
- 36–72 Zellen
- Wirkungsgrad 16–21%
- max. Systemspannung 1000 V
- MC4 ab 235 W
Solarmodule für Anlagen mit Batterie
BlueSolar-Module eignen sich für Inselanlagen und mobile Systeme: Wohnmobil, Wohnwagen, Boot, Ferienhaus, Messstation. Kleinere Modelle haben eine Betriebsspannung von ca. 21 V — ausreichend, um eine 12-V-Batterie auch bei Hitze zu laden, selbst mit einem einfachen PWM-Laderegler. Größere Modelle (56–72 Zellen) werden in Reihe geschaltet und an einen MPPT-Laderegler angeschlossen, der die höhere Spannung in Ladestrom umwandelt.
- niedriger Temperaturkoeffizient der Spannung — bessere Leistung bei hohen Temperaturen,
- gute Leistung bei schwachem Licht und über das gesamte Spektrum,
- Bypassdioden in einer abgedichteten Anschlussdose — geringerer Leistungsverlust bei Verschattung,
- gehärtetes Glas mit hoher Lichtdurchlässigkeit, EVA-Laminat mit dreischichtiger Rückseitenfolie,
- Flächenlast bis 200 kg/m², Hagel bis 23 m/s (7,53 g).

Aktuelle Modelle — Daten unter STC
| Leistung | Zellen | Abmessungen (mm) | Gewicht | Vmp | Imp | Voc | Isc | Seriensich. | Wirkungsgrad |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 20 W | 36 | 275 × 450 × 25 | 1,30 kg | 21,3 V | 0,95 A | 24,7 V | 1,99 A | 10 A | 16,16% |
| 30 W | 36 | 380 × 450 × 25 | 1,80 kg | 21,2 V | 1,42 A | 24,7 V | 1,49 A | 10 A | 17,89% |
| 40 W | 36 | 425 × 668 × 25 | 3,10 kg | 18,3 V | 2,19 A | 22,45 V | 2,40 A | 10 A | 16,20% |
| 55 W | 36 | 715 × 445 × 25 | 3,34 kg | 21,0 V | 2,63 A | 24,8 V | 2,79 A | 10 A | 17,29% |
| 95 W | 30 | 770 × 668 × 30 | 5,40 kg | 17,6 V | 5,42 A | 20,4 V | 5,7 A | 10 A | 18,47% |
| 130 W | 36 | 1020 × 668 × 30 | 7,10 kg | 21,1 V | 6,18 A | 24,80 V | 6,53 A | 10 A | 19,10% |
| 150 W | 36 | 1485 × 668 × 30 | 11,00 kg | 18,2 V | 8,25 A | 22,3 V | 8,69 A | 15 A | 18,90% |
| 190 W | 39 | 1485 × 668 × 30 | 10,50 kg | 21,8 V | 8,71 A | 25,5 V | 9,17 A | 15 A | 19,16% |
| 235 W (4c) | 72 | 1350 × 880 × 30 | 12,48 kg | 41,4 V | 5,68 A | 49,6 V | 6,02 A | 10 A | 19,78% |
| 235 W (4d) | 72 | 1350 × 880 × 30 | 12,48 kg | 41,0 V | 5,60 A | 49,4 V | 5,94 A | 10 A | 19,36% |
| 285 W | 56 | 1550 × 880 × 35 | 14,32 kg | 33,4 V | 8,63 A | 38,9 V | 9,08 A | 15 A | 20,89% |
| 345 W | 68 | 1870 × 880 × 35 | 17,28 kg | 38,7 V | 8,80 A | 45,20 V | 9,27 A | 15 A | 20,96% |
| 365 W | 72 | 1980 × 880 × 35 | 18,30 kg | 41,4 V | 8,83 A | 48,40 V | 9,30 A | 15 A | 20,95% |
STC: 1000 W/m², 25 °C, AM 1,5. Leistungstoleranz ±3%. Gemeinsame Daten: Temperaturkoeffizient der Leistung −0,45%/°C, Voc −0,35%/°C, Isc +0,04%/°C; −40…+85 °C; maximale Systemspannung 1000 V; Aluminiumrahmen. Modelle bis 190 W ohne Kabel, 235–365 W mit 900 mm langen Kabeln und MC4-Steckverbindern. Garantie: 5 Jahre Produktgarantie, Leistungsgarantie 10 Jahre auf 90% und 25 Jahre auf 80%. Unstimmigkeiten: Im Datenblatt des 20-W-Modells ist Isc (1,99 A) mehr als doppelt so hoch wie Imp (0,95 A), was von den übrigen Modellen abweicht; das Typenschild des 190-W-Moduls auf dem Foto nennt eine maximale Systemspannung von 1500 V DC, das Datenblatt dagegen 1000 V.
Wie viele Module in Reihe und welcher Laderegler?
- Sicherheitsfaktor 1,25: Unter realen Bedingungen liefert das Modul andere Spannungen und Ströme als im Datenblatt angegeben. Das Handbuch schreibt vor, Isc und Voc aus dem Datenblatt bei der Auslegung von Nennspannungen, Kabeln, Sicherungen und Laderegler mit 1,25 zu multiplizieren.
- Frost erhöht Voc: Die Leerlaufspannung der Module (Voc) steigt, wenn die Temperatur unter 25 °C fällt — pro Grad um den im Moduldatenblatt angegebenen Voc-Temperaturkoeffizienten. Bei Victron BlueSolar-Modulen (−0,35%/°C) sind es bei −20 °C ca. 16% mehr als im Datenblatt. Die höchste Spannung der in Reihe geschalteten Module darf die maximale PV-Spannung des Ladereglers (z. B. 100, 150 oder 250 V) nicht überschreiten.
- Hitze senkt Vmp: Die Leistung sinkt pro Grad Zelltemperatur über 25 °C um 0,45%, die Spannung um ca. 0,35%/°C. Ein Modul mit 36 Zellen lädt eine 12-V-Batterie mit einem PWM-Laderegler weiterhin; bei MPPT muss die Modulspannung mindestens 5 V über der Batteriespannung liegen.
- Maximale Anzahl in Reihe: Laut Handbuch gilt N = maximale Systemspannung / Voc (STC) — in der Praxis begrenzt der Laderegler die Anzahl, nicht das Modul.
- Ein Modultyp pro Anlage: Kombinieren Sie in einer Anlage keine Module mit unterschiedlichen Kenndaten.
Die Werte für Ihre konkrete Kombination berechnen Sie im MPPT-Rechner; die Grundlagen erläutern wir im Ratgeber MPPT-Laderegler passend zu Solarmodulen auswählen.

BlueSolar-Module anschließen
Module in Reihe (oder in Reihen-Parallelschaltung) über einen Trennschalter an den MPPT-Laderegler, Laderegler an die Batterie. Modulrahmen geerdet. Schematische Darstellung.
- MontageRahmen an den werkseitigen Bohrungen befestigt, Rahmen geerdet, Module abgedeckt.
- StringModule desselben Typs; Voc × 1,25 mit Frostkorrektur ≤ PV-Spannung des Ladereglers.
- MessungMessen Sie Voc des Strings vor dem Anschluss.
- AnschlussZuerst die Batterie an den Laderegler anschließen, dann die Module über den Trennschalter.
Montagehinweise
- Ausrichtung: Auf der Nordhalbkugel nach Süden; das Modul sollte zu keiner Tageszeit verschattet sein.
- Befestigung: Nur an den werkseitigen Bohrungen im Rahmen — an vier symmetrischen Punkten; bei starkem Wind oder Schnee an allen acht. Bohren Sie keine zusätzlichen Löcher in den Rahmen oder das Glas (Garantieverlust).
- Dach: mindestens 10 cm Freiraum unter dem Modul zur Kühlung; dichte Dachdurchführungen. Die Module haben Brandklasse C (geeignet zur Montage über Dächern der Klasse A).
- Boden: Die Unterkante muss so hoch liegen, dass sie nicht von Schnee bedeckt oder von Pflanzen verschattet wird.
- Unterkonstruktion: dauerhaft, korrosions- und UV-beständig. Die Lastberechnung obliegt dem Planer oder Installateur.
- Handhabung: Heben Sie das Modul nicht an der Anschlussdose oder den Kabeln an. Treten Sie nicht darauf und legen Sie keine schweren Gegenstände darauf. Bemalen oder bekleben Sie die Oberfläche nicht und bündeln Sie kein Licht mit Spiegeln.

Kabel, Erdung, Dioden
Kabel und Steckverbinder
Für ein einzelnes Modul werden ein Kabel mit 4 mm² und ein Steckverbinder für mehr als 10 A empfohlen. Das Kabel muss mindestens 85 °C, der Steckverbinder 105 °C standhalten. Wählen Sie die Kabelquerschnitte entsprechend dem maximalen Kurzschlussstrom der Anlage.
Rahmenerdung
Der Rahmen muss über die Erdungsbohrung geerdet werden: Klemme ILSCO GBL4-DBT, Edelstahlschraube M3 oder M5 mit Zahnscheibe, die die Eloxalschicht durchdringt; Drehmoment 0,8 oder 1,5 Nm. Beachten Sie auf Booten und in Fahrzeugen die Regeln für die jeweilige Installation.
Bypass- und Sperrdioden
Die Bypassdioden befinden sich in der Anschlussdose und schützen verschattete Zellen vor Überhitzung. Eine Sperrdiode (gegen die Entladung der Batterie bei Nacht) wird nur empfohlen, wenn kein Solarladeregler vorhanden ist.
Sicherheit
Ein einzelnes Modul kann in der Sonne mehr als 30 V DC liefern. Decken Sie das Modul während der Montage mit lichtundurchlässigem Material ab. Trennen Sie keine Verbindungen unter Last, verwenden Sie isoliertes Werkzeug und legen Sie Metallschmuck ab.
Solarmodule prüfen
- Leerlaufspannung des Strings Messen Sie vor dem Anschluss an den Laderegler die Voc jedes Serienstrings — sie sollte der Summe der Voc-Werte der Module aus dem Datenblatt entsprechen (unter Berücksichtigung von Temperatur und Sonneneinstrahlung).
- Kurzschlussstrom Messen Sie die Isc des Strings; der Messbereich des Messgeräts muss mindestens 1,25 × Isc aus dem Datenblatt betragen. Das Ergebnis hängt stark von Wetter, Tageszeit und Verschattung ab.
- Zu niedrige Spannung Meist sind schlechte Verbindungen oder eine defekte Bypassdiode die Ursache. Decken Sie die Module ab, trennen Sie die Kabel, decken Sie ein Modul wieder auf und messen Sie dessen Voc. Die Hälfte des Nennwerts deutet auf eine defekte Diode hin; eine Abweichung von mehr als 5% (bei nicht zu schwachem Licht) auf eine schlechte Verbindung.
Wartung: Reinigen Sie das Glas mit Wasser und einem weichen Schwamm (gegebenenfalls mit einem milden, nicht scheuernden Reinigungsmittel). Prüfen Sie alle sechs Monate die elektrischen und mechanischen Verbindungen.
Häufige Fragen zu BlueSolar-Solarmodulen
Welches Modul eignet sich für PWM, welches für MPPT?
Für PWM an einer 12 V-Batterie eignen sich Modelle mit 36 und 39 Zellen (Vmp ca. 21 V; 40 W und 150 W — ca. 18 V). Module mit 56–72 Zellen (Vmp 33–41 V) benötigen einen MPPT-Laderegler — mit PWM bliebe die zusätzliche Spannung ungenutzt.
Kann ich unterschiedliche Module kombinieren?
Das Handbuch empfiehlt, Module mit unterschiedlicher Konfiguration nicht in einem System zu kombinieren. Schließen Sie unterschiedliche Module an separate Laderegler an.
Benötige ich eine Sperrdiode?
Nur ohne Solarladeregler. Ein Victron-Laderegler verhindert den Rückstrom von der Batterie zu den Modulen.
Welche Garantie gilt?
5 Jahre auf Material und Verarbeitung; Leistungsgarantie: 90% nach 10 Jahren und 80% nach 25 Jahren.
Eignet sich das Modul für Boote und Fahrzeuge?
Ja — das Handbuch sieht die Montage auf dem Boden, auf Dächern, an Masten, in Fahrzeugen und auf Booten vor, sofern die Unterkonstruktion entsprechend ausgelegt ist.
Inhalt mit der Dokumentation von Victron Energy (Datenblätter und Handbücher) abgeglichen — Stand: 23.09.2026. Inhaltlichen Fehler melden · Korrekturprotokoll



