Hinweis Centaur ist werkseitig auf Gel-Batterien (GEL) eingestellt — stellen Sie für AGM- oder Nassbatterien den DIP-Schalter unter der unteren Abdeckung um und deaktivieren Sie GEL.
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Netzladegerät

Centaur Charger

Ladegerät für 12- oder 24-V-Blei-Säure-Batterien mit drei isolierten Ausgängen — lädt drei Batteriebänke gleichzeitig, wobei jeder Ausgang den vollen Strom liefern kann. Es arbeitet ohne Umstellung an jedem Netz mit 90–265 V, 50 oder 60 Hz sowie mit 90–400 V DC. Das pulverbeschichtete Aluminiumgehäuse und die beschichtete Elektronik sind gegen Wärme, Feuchtigkeit und salzhaltige Luft beständig. Ohne Bluetooth — der Batterietyp wird per DIP-Schalter gewählt.

  • 12 V: 20–100 A
  • 24 V: 16–60 A
  • 3 Ausgänge
  • 90–265 V AC / 90–400 V DC
  • IP20
Strom 12 V20–100 A
Strom 24 V16–60 A
Ausgänge3 Batteriebänke
Versorgung90–265 V AC
Nach Datenblatt und Handbuch des Centaur Charger. Unabhängige Beschreibung. Quellen
Einsatzbereiche

Drei Batteriebänke an einem Ladegerät

Auf einer Yacht oder einem Schiff gibt es meist separate Batterien: Starterbatterie, Verbraucherbatterie und beispielsweise eine Batterie für das Bugstrahlruder. Centaur lädt sie gleichzeitig über drei isolierte Ausgänge (gemeinsamer Minuspol). Der Strom verteilt sich auf die angeschlossenen Batterien. Ist nur eine Batterie angeschlossen, erhält sie den gesamten Strom des Ladegeräts.

Der breite Versorgungsspannungsbereich (90–265 V AC, 45–65 Hz) ermöglicht den Einsatz desselben Ladegeräts in Häfen mit 120- und 230-V-Netz, an einem Generator oder Wechselrichter; das Ladegerät akzeptiert auch 90–400 V DC. Die Eingangsstufe verfügt über eine elektronische Leistungsfaktorkorrektur (Leistungsfaktor 1).

  • Amperemeter für den gesamten Ausgangsstrom an der Frontplatte,
  • temperatur- und stromgeregelter Lüfter, Schutz vor Ausgangskurzschluss und Überhitzung,
  • Zündschutz (ignition protected), galvanische Trennung der Ausgänge,
  • kann dauerhaft an der Batterie angeschlossen bleiben.
Centaur 12/100 von vorne — höheres Gehäuse mit Amperemeter
Centaur 12/100. Das größte Modell: 100 A bei 12 V, 12 kg, 514 × 252 × 123 mm.
Nur Blei-Säure-Batterien

Das Handbuch beschreibt den Centaur als Ladegerät für Blei-Säure-Batterien: offene, geschlossene und Gelbatterien. Es gibt weder einen LiFePO4-Modus noch eine BMS-Kommunikation. Für Lithiumbatterien eignen sich Skylla, Smart IP43 oder das Ladegerät eines Wechselrichters/Ladegeräts besser.

Ladekennlinie

Drei Phasen und DIP-Schalter

Der Centaur lädt in drei Phasen (IUoU): mit vollem Strom (Bulk), bis der Strom auf 70% des Nennstroms sinkt — dann beginnt die 4-stündige Absorptionszeit — und wechselt anschließend zur Erhaltungsspannung (Float). Ein interner Sensor kompensiert die Spannung um −2 mV/°C pro Zelle.

Der Batterietyp wird über den DIP-Schalter unten links auf der Platine gewählt (unter der unteren Abdeckung). Werkseitig ist GEL gewählt — bei einem Wechsel des Batterietyps muss GEL deaktiviert werden.

Centaur 12/30 — Platine mit Klemmen unter der abgenommenen Abdeckung
Unter der unteren Abdeckung. AC-Klemmen, +DC-Ausgänge und gemeinsamer −DC-Anschluss, DIP-Schalter und grüne LED „ON“.
Batterietyp (DIP)Absorption 12 / 24 VFloat 12 / 24 V
GEL (Werkseinstellung)14,2 / 28,4 V13,5 / 27,0 V
AGM14,35 / 28,7 V13,3 / 26,6 V
LA (Nassbatterien)14,5 / 29,0 V13,5 / 27,0 V
Other14,85 / 29,7 V13,7 / 27,4 V

Spannungen laut Handbuch bei ca. 10% des Nennstroms; dies sind Richtwerte — beachten Sie die Empfehlungen des Batterieherstellers. Das Datenblatt nennt als Standardeinstellung 14,3 / 28,5 V (Absorption) und 13,5 / 27,0 V (Float).

Modelle

Elf Modelle in drei Gehäusegrößen

ModellStromEmpfohlene BatterieNetzstrom bei 120 / 240 VBatteriekabel (bis 6 m)KlemmenGehäuse
12/2020 A80–200 Ah3,35 / 1,75 A10 mm²M6351 × 214 × 110 mm, 3,8 kg
12/3030 A120–300 Ah4,35 / 2,30 A16 mm²M6351 × 214 × 110 mm, 3,8 kg
12/4040 A160–400 Ah6,40 / 3,20 A16 mm²M8437 × 239 × 110 mm, 5 kg
12/5050 A200–500 Ah8,00 / 4,00 A25 mm²M8437 × 239 × 110 mm, 5 kg
12/6060 A240–600 Ah9,55 / 4,75 A25 mm²M8437 × 239 × 110 mm, 5 kg
12/8080 A320–800 Ah12,0 / 6,00 A35 mm²M8514 × 252 × 123 mm, 12 kg
12/100100 A400–1000 Ah15,0 / 8,00 A35 mm²M8514 × 252 × 123 mm, 12 kg
24/1616 A45–150 Ah5,55 / 2,50 A10 mm²M6351 × 214 × 110 mm, 3,8 kg
24/3030 A120–300 Ah9,00 / 4,55 A16 mm²M8437 × 239 × 110 mm, 5 kg
24/4040 A160–400 Ah10,0 / 6,00 A16 mm²M8514 × 252 × 123 mm, 12 kg
24/6060 A240–600 Ah15,0 / 9,00 A25 mm²M8514 × 252 × 123 mm, 12 kg

Voller Strom bis 40 °C Umgebungstemperatur; bei 50 °C ca. 80%, bei 60 °C ca. 60%. Netzstrom bei anderer Spannung: Strom bei 120 V × (120 / U) — z. B. 12/20 bei 110 V: 3,35 × 120/110 ≈ 3,65 A. Gemeinsam: 90–265 V AC (45–65 Hz) oder 90–400 V DC, Leistungsfaktor 1, AC-Klemme 4 mm², IP20, −20…+60 °C, Luftfeuchtigkeit bis 95% ohne Kondensation. Gehäuse und Klemmen der 24-V-Modelle wurden anhand der Tabellenanordnung im Datenblatt zugeordnet. Kabel länger als 6 m werden nicht empfohlen.

Typischer Aufbau

Drei Batteriebänke auf einer Yacht

Versorgung über Landstrom im Hafen, Generator oder Wechselrichter; drei +DC-Ausgänge für drei Batterien, gemeinsamer Minusanschluss. Vereinfachter Schaltplan.

AC +DC 1 · Sicherung +DC 2 · Sicherung +DC 3 · Sicherung Netz / Gen. 90–265 V AC Centaur 3 Ausg., gemeins. Minus Starterbatterie Verbraucherbatt. Bugstrahlruder
Wechselstrom (AC)Gleichstrom (DC)
Bewegen Sie den Mauszeiger über ein Element des Schaltplans oder tippen Sie darauf.
  1. Versorgung90–265 V AC oder 90–400 V DC; zweipoliger Schalter und PE.
  2. AusgängeDrei +DC-Anschlüsse mit Sicherungen, ein gemeinsamer −DC-Anschluss.
  3. Weniger BatterienBeliebiger Ausgang — jeder liefert den vollen Strom.
  4. DIPBatterietyp vor dem ersten Einschalten einstellen.
Montage

Installation Schritt für Schritt

Nur durch qualifizierte Installateure

Gerät der Schutzklasse I — erfordert einen Schutzleiter PE. Bei fester Installation: zweipoliger Schalter (Kontaktabstand min. 3 mm) und Fehlerstrom-Schutzschalter im Versorgungsstromkreis. Trennen Sie vor Arbeiten Netz und Batterien.

  1. Halterung Befestigen Sie die obere Wandhalterung waagerecht mit drei Schrauben.
  2. Abdeckung Entfernen Sie die untere Abdeckung (vier Schrauben), hängen Sie das Ladegerät in die Halterung ein, markieren Sie die unteren Bohrlöcher und befestigen Sie es mit M6-Schrauben.
  3. AC Schließen Sie ein 3-adriges Kabel mit 2,5–4 mm² (Litze) an die Klemmleiste E, N, L an — wählen Sie den Querschnitt passend zum Eingangsstrom auf dem Typenschild.
  4. DC Schneiden Sie die Verschlüsse der Kabeldurchführungen passend zum Kabeldurchmesser auf. Schließen Sie die Batteriekabel an +DC und den gemeinsamen −DC-Anschluss an (Ringkabelschuhe M6 oder M8), mit einer zum Ladegerät passenden Sicherung.
  5. Batterietyp Stellen Sie den DIP-Schalter ein (werkseitig GEL).
  6. Inbetriebnahme Setzen Sie die Abdeckung auf, schalten Sie die Versorgung ein und prüfen Sie, ob die grüne LED „ON“ leuchtet (durch die unteren linken Lüftungsöffnungen sichtbar).

Montieren Sie das Gerät vorzugsweise senkrecht (an der Wand; auch Bodenmontage möglich), an einem trockenen, gut belüfteten Ort mit ausreichend Freiraum um die Lüftungsöffnungen. Eine zu hohe Umgebungstemperatur reduziert den Strom, verkürzt die Lebensdauer oder schaltet das Ladegerät ab. Versorgungskabel müssen für min. 75 °C ausgelegt sein.

Centaur 12/30 mit abgenommener unterer Abdeckung — Platine, Klemmen und Kabelverschraubungen
Kabeldurchführungen an der Unterseite. Kabelverschraubung für das AC-Kabel und Gummidurchführungen für die Batteriekabel — diese werden passend zum Kabeldurchmesser eingeschnitten.
Störungen

Fehlerbehebung

Ladegerät funktioniert nicht

Messen Sie die Netzspannung. Ist das Netz in Ordnung, können die Eingangs- oder Ausgangssicherungen defekt sein — geben Sie das Gerät zum Händler (im Inneren befinden sich keine vom Benutzer zu wartenden Teile).

Batterie wird nicht vollständig geladen

Prüfen Sie die Batterieanschlüsse und die DIP-Einstellung. Die Batterie kann für das Ladegerät zu groß sein — vergleichen Sie die Kapazität mit der Empfehlung.

Batterie wird überladen

Falscher Batterietyp am DIP-Schalter, defekte Zelle (Batterie ersetzen) oder zu kleine Batterie — wenden Sie sich an den Batterielieferanten.

Fragen

Häufige Fragen zum Centaur

Kann ein Ausgang den gesamten Strom liefern?

Ja. Der Strom verteilt sich auf die angeschlossenen Batterien, aber jeder Ausgang kann den vollen Nennstrom liefern, wenn nur eine Batterie angeschlossen ist.

Kann der Centaur eine LiFePO4-Batterie laden?

Das Handbuch sieht nur Blei-Säure-Batterien (offene, geschlossene, Gel) vor; es gibt weder einen Lithiummodus noch eine BMS-Steuerung. Wählen Sie für LiFePO4 ein Ladegerät mit Lithiummodus, z. B. Skylla oder Smart IP43.

Kann ich ihn im Hafen am 120-V-Netz betreiben?

Ja — er akzeptiert 90–265 V AC bei 45–65 Hz ohne weitere Einstellungen. Bei 120 V nimmt er mehr Netzstrom auf (z. B. 12/100: 15 A statt 8 A bei 240 V).

Hat er Bluetooth oder einen Anschluss für Cerbo GX?

Nein. Die Dokumentation sieht keine Kommunikation vor — vorhanden sind ein Amperemeter an der Front und eine LED auf der Platine. Ladegeräte mit Bluetooth sind z. B. Blue Smart IP67, Smart IP43 und Skylla.

Welches Batteriekabel ist erforderlich?

Bis 6 m: 10 mm² (12/20, 24/16), 16 mm² (12/30, 12/40, 24/30, 24/40), 25 mm² (12/50, 12/60, 24/60), 35 mm² (12/80, 12/100). Längere Kabel werden nicht empfohlen.

Inhalt mit der Dokumentation von Victron Energy (Datenblätter und Handbücher) abgeglichen — Stand: 23.09.2026. Inhaltlichen Fehler melden · Korrekturprotokoll