
smallBMS NG — Ausgangsbeschriftungen Bat +, Load, Pre-alarm, Charger, Bat −, Remote L und Remote H
smallBMS NG
Kompaktes BMS mit Voralarm, ausschließlich für Lithium NG-Batterien. Laut Hersteller eine einfache und wirtschaftliche Alternative zum VE.Bus BMS NG — ohne VE.Bus-Schnittstelle. Ladegeräte und Verbraucher steuert es über die Ausgänge Charge disconnect und Load disconnect; es verfügt über Bluetooth und erkennt angeschlossene Batterien automatisch.
- 12 / 24 / 48 V
- bis zu 50 Batterien (48 V: 25)
- Bluetooth
- Load / Charge disconnect
- pre-alarm
Der einfachste Weg zum BMS für Ihre NG-Batterie
Lithium NG-Batterien schalten selbst nichts ab — sie messen und übertragen Daten, die Entscheidungen trifft das BMS. smallBMS NG ist das kleinste davon: Statt eines Schützes verfügt es über drei Steuerausgänge, mit denen es Verbraucher abschaltet, Ladegeräte stoppt und ein Warnsignal auslöst.
Es eignet sich für Anlagen ohne VE.Bus-Wechselrichter, bei denen die Steuerung von Ladegeräten und Verbrauchern über deren Remote-Eingänge oder über Smart BatteryProtect ausreicht. Konfiguration und Überwachung erfolgen per Bluetooth in der VictronConnect-App.
- 12-, 24- und 48-V-Systeme — bis zu 50 Batterien pro BMS (bei 48 V bis zu 25),
- drei Ausgänge: Load disconnect, Charge disconnect und pre-alarm,
- Stromaufnahme 3 mA im Betrieb und 1,2 mA nach dem Ausschalten — es kann angeschlossen bleiben.

Was smallBMS NG kann
Load disconnect
Normalerweise auf High-Pegel, bei zu niedriger Zellspannung hochohmig; belastbar bis 1 A. Steuert die Remote-Eingänge von Wechselrichtern, BatteryProtect und DC-DC-Wandlern.
Charge disconnect
Normalerweise auf High-Pegel, bei Zellüberspannung oder unzulässiger Temperatur hochohmig; bis 500 mA, ohne Kurzschlussschutz. Darf keine Relaisspule ansteuern.
Voralarm mit Zeitreserve
Wird mindestens 30 Sekunden vor dem Abschalten der Verbraucher aktiviert — diese Zeit bleibt zum Reagieren. Der Ausgang versorgt einen Summer oder eine Leuchte.
Discharge floor
Minimaler Ladezustand, bei dem das BMS die Verbraucher abschaltet und einen Alarm meldet. Der Hersteller betrachtet die Abschaltung aufgrund der Zellspannung als letzte Schutzmaßnahme — besser ist es, das System über diesen Schwellenwert oder den Remote-Eingang abzuschalten.
Bluetooth und VictronConnect
Batteriestatus, Alarme und Codes anzeigen sowie Einstellungen am Smartphone ändern. Kapazität, Spannung und Anzahl der Batterien werden automatisch erkannt.
Remote-Eingang L / H
Schalter für das gesamte System: Nach dem Ausschalten werden beide Ausgänge potentialfrei, sodass Ladegeräte und Verbraucher stoppen.
Bis zu 50 Batterien
Ein BMS unterstützt bis zu 50 Lithium NG-Batterien in 12- und 24-V-Systemen sowie bis zu 25 bei 48 V. Die Batterien werden über BMS-Kabel als Kette mit dem BMS verbunden.
Überwacht auch die Temperatur
Die Meldung „Allowed to charge: No“ erscheint unter anderem bei einer Batterietemperatur unter 5 °C, zu hoher Temperatur oder beim Erreichen der oberen Zellspannungsschwelle.
Was es wie steuert
| Klemme | Funktionsweise | Einsatz |
|---|---|---|
| Load disconnect | normalerweise High (Batteriespannung − 0,1 V), potentialfrei bei zu niedriger Zellspannung; bis 1 A, ohne Kurzschlussschutz | Remote-Eingang von BatteryProtect, Wechselrichtern und DC-DC-Wandlern; Leistungsrelais oder Schütz |
| Charge disconnect | normalerweise High, potentialfrei bei Zellüberspannung oder unzulässiger Temperatur; bis 500 mA, ohne Kurzschlussschutz | Remote-Eingang von Ladegeräten (z. B. Smart IP43 — an Klemme H), Cyrix-Li-Charge, Cyrix-Li-ct, BatteryProtect. Nicht für Relaisspulen oder andere induktive Lasten. |
| Voralarm | normalerweise potentialfrei, bei Alarm Batteriespannung − 0,1 V; mindestens 30 s vor Abschaltung der Verbraucher; ohne Kurzschlussschutz | Summer, Kontrollleuchte |
| Remote L / H | ein: L–H gebrückt; L an Minus (< 3,5 V); H zwischen 2,9 V und Batteriespannung; unter anderen Bedingungen aus | Systemschalter — nach dem Ausschalten werden beide Ausgänge potentialfrei |
Belastbarkeit des pre-alarm-Ausgangs: Die technischen Tabellen im Datenblatt und Handbuch nennen 500 mA, die Funktionsbeschreibung 1 A; sicherheitshalber sollten Sie von 500 mA ausgehen. VE.Direct-Wechselrichter und Inverter Smart werden direkt über Load disconnect gesteuert (Klemme H ihres Remote-Anschlusses). VE.Bus-Wechselrichter und Inverter Compact ab 1200 VA benötigen ein „inverting remote on-off“-Kabel (ASS030550100 oder -120). SmartSolar bis 150/35 und BlueSolar MPPT (außer 150/70 und 150/80 CAN-bus) benötigen ein VE.Direct-Kabel „non-inverting remote on-off“ (ASS030550320).

smallBMS NG, VE.Bus BMS NG oder Lynx Smart BMS NG
smallBMS NG
Drei Steuerausgänge und pre-alarm, ohne Schütz. Für kleinere Anlagen, deren Ladegeräte und Verbraucher eigene Remote-Eingänge haben.
12/24/48 V · bis zu 50 BatterienVE.Bus BMS NG
Steuert den Wechselrichter oder das Wechselrichter/Ladegerät direkt über VE.Bus, die übrigen Geräte über Steuerausgänge. Produktseite VE.Bus BMS NG.
VE.Bus + AusgängeLynx Smart BMS NG
Schütz zur Trennung des gesamten DC-Systems, integrierter Batteriemonitor und VE.Can zum GX-Gerät — für Yachten und größere Anlagen. Produktseite Lynx Smart BMS.
Schütz 500 oder 1000 AsmallBMS NG anschließen
Das BMS steuert Ladegeräte und Verbraucher über die Ausgänge Charge disconnect und Load disconnect; pre-alarm warnt mindestens 30 s vor der Abschaltung. Die Klemme Bat+ benötigt eine eigene Sicherung. Schematische Darstellung.
- Remote-Brücke entfernenDamit sich das System während der Montage nicht einschaltet.
- BMS-Kabel als KetteDie beiden freien Enden an das BMS anschließen; nur mit 3-poligen M8-Kabeln der NG-Serie verlängern.
- Bat+ über SicherungEmpfohlen: 0,3–2,5 A, abhängig von den Geräten an den Ausgängen.
- SteuerausgängeCharge disconnect → Ladegeräte, Load disconnect → BatteryProtect und Wechselrichter.
- Batterieminus zuletztDanach die Remote-Brücke einsetzen oder einen Schalter zwischen L und H anschließen.
Reihenfolge laut Handbuch



- Montieren Sie das Gerät möglichst auf einer ebenen Fläche. Entfernen Sie vor der Montage die Brücke von den Remote-Klemmen, damit sich das System nicht versehentlich einschaltet.
- Schließen Sie Kabel und Sicherungen an. Die Klemme Bat+ benötigt eine Sicherung (nicht im Lieferumfang) — empfohlen sind 0,3–2,5 A, abhängig von den an Load disconnect und pre-alarm angeschlossenen Geräten. Lassen Sie Batterieminus bis zum Abschluss der Montage getrennt.
- Verbinden Sie die BMS-Kabel der Batterien zu einer Kette und schließen Sie die beiden freien Enden an das BMS an; verwenden Sie zur Verlängerung ausschließlich M8-Kabel (3-polig) der NG-Serie.
- Setzen Sie die Brücke wieder auf die Klemmen Remote L und H oder installieren Sie einen Schalter dazwischen (alternativ steuern Sie Klemme H oder L über ein Signal).
- Schließen Sie zuletzt Batterieminus an. Für die erste Inbetriebnahme müssen Bat+ und Bat− am 7-poligen Anschluss mit der Batterie verbunden und Remote eingeschaltet sein.
- Die Installation muss von qualifizierten Installateuren unter strikter Einhaltung der nationalen Sicherheitsvorschriften erfolgen, nachdem die Handbücher aller anzuschließenden Geräte gelesen wurden. Schalten Sie das System vor Änderungen an den Anschlüssen aus und prüfen Sie, dass keine gefährlichen Spannungen anliegen.
- Öffnen Sie die Lithiumbatterie nicht, montieren Sie sie nicht kopfüber und installieren Sie sie nicht in einem Wohnraum; sorgen Sie für Belüftung. Entladen Sie eine neue Batterie nicht vor der ersten vollständigen Ladung.
- Ladegeräte und Verbraucher, die nicht vom BMS (ATC und ATD) gesteuert werden, können die Batterie dauerhaft beschädigen.
- Nach einer Abschaltung wegen niedriger Zellspannung verbleibt etwa 1 Ah je 100 Ah Kapazität. Laut Handbuch können bereits 10 mA Reststrom eine 200 Ah-Batterie beschädigen, wenn das System länger als 8 Tage entladen bleibt — die Batterie muss sofort geladen werden. Bei Unsicherheit über mögliche Leckströme trennen Sie sie ab (Schalter, Sicherung entfernen oder Plusanschluss trennen).

Discharge floor und Ströme
- Discharge floor — minimaler SoC, bei dessen Erreichen das BMS den ATD-Ausgang (Verbraucher) sofort abschaltet und einen Alarm wegen niedrigen SoC meldet. Die Einstellung 0 deaktiviert die Funktion — der Hersteller rät davon ab. Das Handbuch betrachtet die Abschaltung aufgrund niedriger Zellspannung als letzte Schutzmaßnahme — besser ist die Abschaltung über Discharge floor oder Remote.
- Die Warnung bei niedrigem SoC aktiviert pre-alarm und eine Meldung in VictronConnect; die pre-alarm-Schwelle ist einstellbar.
- Kapazität, Spannung und Anzahl der Batterien werden automatisch erkannt (sie können nicht geändert werden, müssen aber überprüft werden). Der Schweifstrom beträgt werkseitig 4%, die Ladezustandserkennungszeit 3 min (beide einstellbar).
- Ströme der Lithium NG-Batterien: maximal 1C im Dauerbetrieb, empfohlen 0,3C beim Laden (laut BMS-Handbuch; das Handbuch der Lithium NG-Batterie selbst empfiehlt 0,5C) und 0,5C beim Entladen; Entladeimpuls 2C für bis zu 10 s.
- „Allowed to charge: No“ erscheint unter anderem bei einer Batterietemperatur unter 5 °C oder zu hoher Temperatur sowie dann, wenn die Zellen die obere Spannungsschwelle erreicht haben.
- Updates: Der Hersteller empfiehlt, ein funktionierendes System nicht zu aktualisieren, außer bei Problemen oder vor der ersten Inbetriebnahme. Während des Updates öffnet sich Charge disconnect (Laden unterbrochen); nach einem fehlgeschlagenen Update öffnet sich nach 120 s Load disconnect.
- Wenn der Balancer-Status unbekannt ist (seit über 30 Tagen keine Vollladung, neue Batterie, unbekannter SoC) oder ein Zellungleichgewicht erkannt wurde, führen Sie einen vollständigen Ladezyklus durch.

LEDs und Codes
Das BMS hat zwei LEDs; Details — Code und Beschreibung — zeigt die VictronConnect-App. Alle Codes mit Beschreibung: Fehlercodes smallBMS NG und VE.Bus BMS NG.
Blaue LED leuchtet
Aktive Bluetooth-Verbindung mit der VictronConnect-App.
Blaue LED blinkt
Das BMS arbeitet, ist aber nicht mit dem Smartphone verbunden.
Blaue LED aus
Keine Stromversorgung oder Bluetooth deaktiviert. Zur Wiederherstellung schalten Sie das BMS aus und wieder ein — Bluetooth ist etwa 30 Sekunden lang verfügbar und kann in dieser Zeit in den Produktinformationen dauerhaft aktiviert werden.
Rote LED blinkt oder leuchtet
Blinken bedeutet Warnung, Dauerlicht bedeutet Alarm oder Fehler. Den Code sehen Sie in der App.
W-B01 / A-B01 — niedrige Zellspannung
Warnung mit anschließender Abschaltung der Verbraucher. Laden Sie die Batterie möglichst schnell.
W-B05 — Kommunikation mit der Batterie verloren
Prüfen Sie die BMS-Kabel und deren Anschluss in der Batteriekette.
W-B07 — niedriger Ladezustand
Aktiviert den Voralarm und eine Meldung in der App; die Voralarmschwelle ist einstellbar.
A-B09 und A-B13 — Temperatur
Temperatur zum Laden zu hoch oder zu niedrig. Die Meldung „Allowed to charge: No“ erscheint unter anderem unterhalb von 5 °C.
E-B01 / E-B05 — falsche Batteriekonfiguration
Prüfen Sie Anzahl und Typ der angeschlossenen Batterien sowie die Verbindungen der BMS-Kette.
E-B09 — Spannung außerhalb des Bereichs
Die Systemspannung ist unter 9 V gefallen oder hat 60 V überschritten.
E-B36, E-B11, E-B116 — Störungen
In dieser Reihenfolge: Störung der ATC/ATD-Ausgänge, Hardwarefehler und Verlust der Kalibrierung. Wenden Sie sich an Ihren Händler.
E-B119 — Einstellungen verloren
Stellen Sie die Standardeinstellungen wieder her und konfigurieren Sie das BMS erneut. Schalten Sie nach einem fehlgeschlagenen Update des Zellmoduls (W-B11) die Stromversorgung aus und wieder ein.
Häufige Fragen zum smallBMS NG
Für welche Batterien ist das smallBMS NG geeignet?
Ausschließlich für Lithium NG-Batterien. Für Lithium Smart-Batterien verwenden Sie das VE.Bus BMS V2 oder das smallBMS (ohne NG).
Worin unterscheidet es sich vom VE.Bus BMS NG?
Es hat keine VE.Bus-Schnittstelle und steuert daher den Wechselrichter/das Ladegerät nicht über den Bus — die gesamte Steuerung erfolgt über die Ausgänge Charge disconnect und Load disconnect. Es ist eine einfachere und günstigere Alternative für kleinere Systeme.
Welche Sicherung ist an der Klemme Bat+ erforderlich?
Empfohlen werden 0,3–2,5 A, abhängig von den an Load disconnect und pre-alarm angeschlossenen Geräten. Die Sicherung ist nicht im Lieferumfang enthalten.
Wie belastbar sind die Steuerausgänge?
Load disconnect bis 1 A, Charge disconnect bis 500 mA — beide ohne Kurzschlussschutz. Für den Ausgang pre-alarm nennt das Datenblatt 500 mA, die Funktionsbeschreibung dagegen 1 A; sicherheitshalber sollten Sie von 500 mA ausgehen. An die Ausgänge dürfen weder Relaisspulen noch andere induktive Lasten angeschlossen werden.
Wie schaltet man das gesamte System aus?
Mit einem Schalter zwischen den Klemmen Remote L und H (oder durch Entfernen der werkseitigen Brücke). Nach dem Ausschalten sind beide Steuerausgänge potentialfrei, sodass Ladegeräte und Verbraucher getrennt sind.
Was legt „discharge floor“ fest?
Den Mindestladezustand, bei dessen Erreichen das BMS die Verbraucher abschaltet und einen Alarm meldet. Der Wert null deaktiviert diesen Schutz — der Hersteller rät davon ab, da die Abschaltung aufgrund der Zellspannung nur als letzte Schutzmaßnahme dienen soll.
Mit welchem Strom sollten die Batterien in einem solchen System geladen werden?
Das BMS-Handbuch nennt maximal 1C im Dauerbetrieb, empfohlen sind 0,3C beim Laden und 0,5C beim Entladen sowie ein Entladeimpuls von 2C für bis zu 10 Sekunden. Das Handbuch der Lithium NG-Batterie empfiehlt beim Laden 0,5C — verwenden Sie den niedrigeren Wert.
Sollte die Software eines funktionierenden Systems aktualisiert werden?
Der Hersteller rät von Updates eines störungsfrei arbeitenden Systems ab, außer bei Problemen oder vor der ersten Inbetriebnahme. Während des Updates öffnet sich Charge disconnect; nach einem fehlgeschlagenen Versuch öffnet sich nach 120 Sekunden auch Load disconnect.
Wann ist ein vollständiger Ladezyklus erforderlich?
Wenn der Balancer-Status unbekannt ist — nach über 30 Tagen ohne Vollladung, bei einer neuen Batterie oder unbekanntem Ladezustand — sowie wenn das BMS ein Zellungleichgewicht erkennt.
Herstellerdokumentation
Inhalt mit der Dokumentation von Victron Energy (Datenblätter und Handbücher) abgeglichen — Stand 19.09.2026. Inhaltlichen Fehler melden · Korrekturprotokoll



