
EV Charging Station NS von vorn — blaue Front, Type-2-Buchse unter der Klappe und grün leuchtender Lichtring
EV Charging Station NS
AC-Ladestation für Elektroautos: bis zu 22 kW dreiphasig oder 7,3 kW einphasig, Ladestrom einstellbar von 6–32 A. Sie arbeitet über ein GX-Gerät mit der Victron-Anlage zusammen und lädt das Auto im automatischen Modus mit PV-Überschuss, statt diesen zu einem niedrigeren Preis ins Netz einzuspeisen. „NS“ bezeichnet die Version ohne Display — Bedienung per Smartphone, Browser, GX und VRM.
- 22 kW / 7,3 kW
- 6–32 A pro Phase
- Type 2-Ladebuchse
- WLAN 2,4 GHz und Bluetooth
- IP44, −25…+50 °C
Das Auto als zweiter Speicher für Solarstrom
In einem Haus mit Photovoltaik und Stromspeicher ist die Batterie im Sommer schnell voll, und die Einspeisung ins Netz beginnt. Die EV Charging Station nutzt diesen Überschuss: Hat die Hausbatterie den eingestellten Ladezustand erreicht und übersteigt die PV-Erzeugung den Verbrauch, lädt die Station das Auto — und passt den Strom automatisch an den verfügbaren Überschuss an.
Informationen zur PV-Erzeugung und zum Hausverbrauch erhält die Station vom GX-Gerät (Cerbo GX, Ekrano GX), mit dem sie sich über WLAN verbindet. Ohne GX arbeitet sie wie eine gewöhnliche Wallbox: Sie lädt manuell oder nach Zeitplan, etwa zum Nachttarif.
- dreiphasig — bis zu 22 kW (32 A pro Phase), einphasig — bis zu 7,3 kW,
- Type-2-Buchse (IEC 62196) — Ladekabel zum Auto nicht im Lieferumfang enthalten,
- IP44-Gehäuse zur Wand- oder Säulenmontage, innen und außen,
- Bedienung über VictronConnect (Bluetooth), Browseroberfläche, GX-Gerät und VRM-Portal.

Automatisch, manuell, Zeitplan
Automatisch (Auto)
Die Station lädt nur, wenn die PV-Anlage mehr erzeugt, als das Haus verbraucht, und passt den Strom laufend an. Dafür sind ein GX-Gerät und eine aktivierte Kommunikation mit diesem erforderlich. Funktioniert auch in Inselanlagen.
ab 6 A × 230 V ≈ 1,4 kW ÜberschussManuell (Manual)
Sie stellen den Strom auf 6–32 A ein und starten oder stoppen das Laden selbst — unabhängig von der PV-Erzeugung. Über die App, den Browser, das GX-Display, die Remote Console oder die Schaltflächen in VRM.
Kein GX erforderlichZeitplan (Scheduled)
Laden zu ausgewählten Uhrzeiten und an bestimmten Wochentagen, mit einem eigenen Ladestrom für jeden Zeitplan — etwa nachts, wenn Netzstrom günstiger ist. Datum und Uhrzeit müssen korrekt eingestellt sein.
Kein GX erforderlichWann das Laden im automatischen Modus startet
- Das Auto ist angeschlossenDie Station befindet sich im Modus Auto.
- Die Hausbatterie hat genügend EnergieDer Ladezustand liegt über dem Schwellenwert „Start charging at backup battery SoC“.
- PV-Überschuss ist vorhandenDie PV-Erzeugung abzüglich der AC-Verbraucher (ohne Auto) ergibt mindestens die Leistung beim minimalen Ladestrom. Bei 6 A sind das 230 V × 6 A = 1380 W; ein höherer Mindeststrom erfordert mehr Überschuss.
- Oder Sie erlauben zusätzlichen NetzbezugDie Option „Allow low excess solar power for auto mode“ ergänzt die fehlende Leistung aus dem Netz. Beispiel aus dem Handbuch: Bei 800 W Überschuss und 6 A bezieht die Station 580 W aus dem Netz, um 1380 W zu erreichen.
Manche Autos benötigen einen höheren Mindeststrom — das Handbuch nennt den Renault Zoe als Beispiel: 10 A. Stellen Sie „Minimum charging current“ entsprechend ein.

Funktionen der EV Charging Station
PV-Überschussladen
Im Modus Auto folgt der Ladestrom dem PV-Überschuss. Der Standardalgorithmus orientiert sich an der Hausbatterie, daher funktioniert der automatische Modus auch ohne Netzanschluss.
Schutz vor Überlastung des Wechselrichters
Meldet der Wechselrichter eine Überlastung, reduziert die Station den Strom auf das Minimum und wartet ca. 5 s; hält die Überlastung an, unterbricht sie das Laden. Bei wiederholter Überlastung senkt sie den Strom um 10%. Ebenso reagiert sie, wenn die Netzstromgrenze überschritten wird.
Integration mit GX und VRM
Status, Leistung je Phase und Moduswechsel auf dem GX-Display und in der Remote Console. In VRM: Berichte, Software-Fernaktualisierung, Schaltflächen im Dashboard, Widgets der VRM-App und Zugriff auf die Stationsoberfläche über „Control Panel“.
Zeitpläne
Beliebig viele Zeitpläne: Start- und Endzeit, Ladestrom, Wiederholung täglich, an Werktagen, am Wochenende oder an ausgewählten Tagen.
Statistik der Ladevorgänge
Dauer und Energie des Ladevorgangs, Netzstromkosten und Einsparung durch Solarstrom (nach dem eingestellten Preis pro kWh — ab Werk 0,13 €), Energie seit der Installation.
Lichtring
55 Lichteffekte zur Auswahl. Für jeden Status lassen sich Effekt, Farbe, Dauer und Helligkeit von 0–100% einstellen — Helligkeit 0 schaltet den Ring aus, etwa nachts.
Sicherheitssensoren
Erkennt verschweißte Relaiskontakte, fehlenden Schutzleiter, fehlende Erdung und einen Kurzschluss der CP-Leitung. Normen IEC 61851-1 und IEC 61851-22.
Mehrere Ladestationen in einem System
In einer Anlage können mehrere Ladestationen betrieben werden — die verfügbare Leistung wird dann unter ihnen aufgeteilt. Der Eigenverbrauch einer Station beträgt 15 mA bei 230 V.
NS oder Version mit Display



EV Charging Station NS
Ohne Display, flacheres Gehäuse mit austauschbarer Front. Bedienung über VictronConnect, Browser, GX und VRM (auch aus der Ferne über VictronConnect-Remote).
EVC200300200EV Charging Station
Dieselben elektrischen Daten und Betriebsmodi, zusätzlich ein 4,3″-Touchscreen an der Station. Die Erstkonfiguration lässt sich über den QR-Code auf dem Display starten.
EVC300400300Schwarze oder weiße Front
Austauschbare Frontabdeckung für die NS-Version: Schwarz (RAL 9017) oder Weiß (RAL 9016). Ab Werk hat die Station eine blaue Front (RAL 5012).
EVC200300310 / EVC200300410| EV Charging Station NS | EV Charging Station (mit Display) | |
|---|---|---|
| Artikelnummer | EVC200300200 | EVC300400300 |
| Bedienung an der Station | keine — nur Leuchtring | 4,3″-LCD-Touchscreen und Leuchtring |
| Abmessungen (H × B × T) | 372 × 292 × 122 mm | 377 × 307 × 148 mm |
| Farbe | blaue Front im Lieferumfang; Schwarz und Weiß separat | Blau (RAL 5012) |
| Montage | Montageplatte, 3 Bohrungen, Kabeleinführung von unten oder hinten | Rückplatte als Bohrschablone, 4 Bohrungen, Kabel durch Kabelverschraubung |
| Firmware (Update-Datei) | „C026“ im Dateinamen | „C025“ im Dateinamen |
Gemeinsam: 170–265 V AC, 50 Hz; 32 A pro Phase, 22 kW (3 Phasen) oder 7,3 kW (1 Phase); Strom 6–32 A; Ladebuchse IEC 62196 Type 2; Wi-Fi 802.11 b/g/n nur 2,4 GHz; Bluetooth; Anschlussklemmen 6–10 mm²; IP44; ohne Belüftung; −25…+50 °C (Lagerung −40…+80 °C); Luftfeuchtigkeit bis 95% ohne Kondensation; 3 kg; IEC 61851-1 und IEC 61851-22. Beide Versionen benötigen einen externen Schutzschalter und einen externen Fehlerstrom-Schutzschalter.
EV Charging Station anschließen
Variante mit Ladestation am AC-Eingang des Wechselrichters/Ladegeräts (netzseitig). Die Station kann auch am AC-Ausgang des Wechselrichters angeschlossen werden — dafür wählen Sie in den Einstellungen „Inverter AC out“. Prinzipschaltplan; die Installation darf ausschließlich eine qualifizierte Elektrofachkraft durchführen.
- SchutzfunktionenSchutzschalter oder Sicherung ≤ 40 A und externer RCD — empfohlen wird Typ B, 40 A bei 22 kW.
- KabelEmpfohlen sind 6 mm²; die Anschlussklemmen nehmen 6–10 mm² auf. Einphasig: L1, N und PE.
- Position in der AnlageAm AC-Eingang des Wechselrichters („Inverter AC in“) oder an seinem AC-Ausgang („Inverter AC out“).
- Verbindung zum GXWi-Fi 2,4 GHz im selben Subnetz, Kopplung über MQTT.
- AutoEigenes Type 2-Ladekabel; die Station stellt den Strom auf 6–32 A ein.
Das Handbuch zeigt alle Varianten in einer Zeichnung: PV-Wechselrichter am AC-Eingang und AC-Ausgang, MPPT-Laderegler auf der DC-Seite, Ladestation am Eingang oder Ausgang des Wechselrichters, ein- oder dreiphasiges System, stets mit einem separaten RCD Typ B vor der Station. Das gesamte Haus mit Stromspeicher beschreiben wir beim Schaltplan für ein Haus mit ESS.
Montagehinweise
Die Station darf ausschließlich eine qualifizierte Elektrofachkraft bei abgeschalteter Stromversorgung und gemäß den nationalen Vorschriften anschließen. Die Station muss dauerhaft mit der Erdung verbunden sein — ohne Schutzleiter gibt sie das Laden nicht frei.
- Eingangsschutz: Sicherung oder Leitungsschutzschalter mit 40 A oder weniger; der Kabelquerschnitt muss darauf abgestimmt sein. Bei geringerer Anschlussleistung ist ein entsprechend kleinerer Nennstrom zu wählen.
- RCD: Ein externer Fehlerstrom-Schutzschalter ist erforderlich. Victron empfiehlt Typ B (prüfen Sie die örtlichen Vorschriften), passend zur Leistung: 40 A beim Laden mit 22 kW, kleinerer Nennstrom bei geringerer Leistung. Mehr zur Auswahl des RCD finden Sie im Ratgeber Erdung und RCD.
- Kabel: Empfohlen sind 6 mm², die Anschlussklemmen nehmen 6–10 mm² auf. Verpressen Sie die Leiterenden mit Aderendhülsen. Einphasige Installation: L1, N und PE.
- Kabeleinführung: Von unten durch die Kabelverschraubung 28 mm (Kabeldurchmesser bis 19 mm) oder von hinten durch den Gummistopfen mit einer Öffnung, die etwas kleiner als das Kabel ist — so bleibt die Durchführung dicht.
- Befestigung: An einer Wand oder Säule auf einer ebenen, stabilen Fläche. Schrauben der Montageplatte: 1–1,2 Nm; die Station wird in die Platte eingehängt und von innen mit zwei Schrauben befestigt, anschließend die Front mit zwei Schrauben von unten.
- Notieren Sie die Angaben auf dem Aufkleber im Inneren: Modell, Seriennummer, Passwort für Wi-Fi und Weboberfläche (dasselbe Passwort) sowie — je nach Produktionsdatum — Bluetooth-Kopplungscode.
- Halten Sie Abstand zu Feuerquellen und leicht entzündlichen Materialien. Starke Sonneneinstrahlung auf das Gehäuse kann eine Temperaturwarnung (W-103) oder den Fehler E-05 auslösen — wählen Sie möglichst einen schattigen Standort.

Kopplung über MQTT
Die Station verbindet sich mit dem GX-Gerät ausschließlich über Wi-Fi (2,4 GHz) — beide Geräte müssen sich im selben Netzwerk und Subnetz befinden. Die empfohlene Methode ist MQTT: Das GX zeigt dann Warnungen und Fehler der Station an, die Station ist über VictronConnect-Remote aus der Ferne erreichbar und das GX kann sie im Rahmen von GX Opportunity Loads und Dynamic ESS steuern. Modbus TCP bleibt als Alternative verfügbar.
- Versionen prüfen Firmware der Station ab 2.09, GX-Gerät ab 3.80, VictronConnect ab 6.41.
- Kopplung im GX aktivieren Settings → Integrations → MQTT Devices → Activate. Der Kopplungsmodus bleibt 2 Minuten aktiv; bei GX-Geräten mit Taste lässt er sich durch zweimaliges Drücken der Taste aktivieren (z. B. mit einem Kugelschreiber).
- GX von der Station aus suchen In der Weboberfläche der Station: General → GX device, oder in VictronConnect: Settings → General → GX Device. Aktivieren Sie die Kommunikation, wählen Sie MQTT und drücken Sie „Discover“.
- Koppeln Wählen Sie Ihr GX aus (IP-Adresse und VRM Portal ID werden automatisch eingetragen), drücken Sie „Pair“ und speichern Sie. Die Station erscheint in der Geräteliste und auf der GX-Übersichtsseite.
Discover findet nichts? Das Netzwerk blockiert möglicherweise mDNS-Pakete — tragen Sie dann IP-Adresse und VRM Portal ID manuell ein. Die Wi-Fi-Signalstärke der Station sollte möglichst besser als −70 dBm sein. Der Router sollte ein zertifiziertes Gerät sein, das der RED-Richtlinie entspricht.

Einstellungen in VictronConnect
Die Erstkonfiguration (nach dem Kauf oder einem Reset) umfasst drei Schritte: Wi-Fi-Netzwerk (eigener Access Point der Station oder Station-Modus im Heimnetz), neuer Benutzername und neues Passwort für die Weboberfläche der Station (ab Werk „admin“ und das Passwort vom Aufkleber), maximaler Ladestrom 6–32 A. Dasselbe ist im Browser möglich: Nach der Verbindung mit dem Wi-Fi der Station rufen Sie die Adresse 192.168.0.1 auf.
- Position der Station (EV Charger position): „Inverter AC in“, wenn die Station vor dem Wechselrichter/Ladegerät angeschlossen ist, „Inverter AC out“, wenn sie dahinter angeschlossen ist.
- Autostart (EV Charger autostart): Aktiviert — das Laden beginnt nach dem Anschließen des Kabels; deaktiviert — Sie müssen „Start“ drücken. Das Deaktivieren schützt vor dem Laden durch Unbefugte (die Station hat keinen RFID-Leser).
- Schütz nach Ladeende (Contactor active when charged): Ein geschlossenes Schütz ermöglicht beispielsweise das Heizen oder Kühlen des Innenraums mit Energie von der Station statt aus der Fahrzeugbatterie; einige Fahrzeuge melden dabei einen Fehler.
- Maximaler und minimaler Strom: beide im Bereich 6–32 A. Der Mindeststrom bestimmt, welcher PV-Überschuss im Modus Auto erforderlich ist.
- Startschwelle (Start charging at backup battery SoC) und Stoppschwelle ohne Netz (Stop charging at backup battery SoC if off grid) — schützen den Hausspeicher.
- Allow Battery/Grid power for Auto mode mit Zeitlimit (Battery/Grid power timeout) — Laden mit Mindeststrom auch ohne Überschuss, um ständiges Ein- und Ausschalten zu vermeiden. Ob die Energie aus der Batterie oder dem Netz kommt, entscheidet der Wechselrichter.
- Backup battery emulation — nur in Anlagen ohne Hausspeicher: Die Ladestation simuliert eine Batterie, damit der Modus Auto funktioniert.
- Overload protection — Reaktion auf eine Überlastung des Wechselrichters und auf die Netzstrombegrenzung (Beschreibung unter Funktionen).
- Energiepreis pro kWh — zur Berechnung der Kosten und Einsparungen eines Ladevorgangs. Datum und Zeitzone — ohne diese funktioniert der Zeitplan nicht (Warnung W-107).
Nach dem Drücken von „Stop“ reduziert die Ladestation den Strom zunächst auf das Minimum; das Schütz öffnet mit einer Verzögerung von 2 s. Die Einstellungen lassen sich in einer Datei speichern und auf einer anderen Ladestation laden.

Fehler, Warnungen, Meldungen
Derselbe Code hat drei Schreibweisen: in VictronConnect „E-01“, auf dem GX „#01“, allgemein „01“. Fehler E verhindern das Laden, Warnungen W weisen auf eine Einschränkung hin, Meldungen N erklären, warum ein Befehl nicht ausgeführt werden kann.
| Code | Bedeutung | Maßnahme |
|---|---|---|
| E-01 | Schutzleiter fehlt (GND not present) | Eine Elektrofachkraft prüft PE und Erdung. |
| E-02 | Verschweißte Kontakte des Leistungsrelais (Welded contacts) | Ziehen Sie einen Installateur hinzu. |
| E-03 | Kurzschluss am CP-Eingang (CP input short-circuit) | Ziehen Sie einen Installateur hinzu. |
| E-04 | Fehlerstrom (Residual current) | Ziehen Sie einen Installateur hinzu. |
| E-05 | Übertemperatur (Over temperature) | Schützen Sie die Ladestation vor direkter Sonneneinstrahlung oder ziehen Sie einen Installateur hinzu. |
| E-06, E-07 | Lichtsensor: Öffnung des Gehäuses erkannt | Gilt nur für Ladestationen für den britischen Markt. |
| W-101 | Ersteinrichtung nicht abgeschlossen | Führen Sie die Ersteinrichtung durch. |
| W-102 | Ladestation vom Netzbetreiber gesperrt | Wenden Sie sich an den Netzbetreiber. |
| W-103 | Hohe Temperatur, Laden noch nicht unterbrochen | Schützen Sie die Ladestation vor Sonneneinstrahlung oder ziehen Sie einen Installateur hinzu. |
| W-104 | Keine Kommunikation mit dem GX, obwohl sie aktiviert ist | Im selben Netzwerk? IP-Adresse und VRM Portal ID korrekt? Ladestation noch in der Liste der gekoppelten Geräte im GX? Wiederholen Sie die Kopplung. Bei Modbus TCP: Modbus TCP muss im GX aktiviert sein. |
| W-105, W-106 | Überlastung erkannt / Überlastung besteht weiterhin | Die Ladestation reduziert den Strom oder unterbricht das Laden; prüfen Sie die Belastung des Wechselrichters. |
| W-107 | Zeitplan funktioniert nicht — keine Zeitsynchronisierung | Stellen Sie Datum, Uhrzeit und Zeitzone ein. |
| W-108 | Strom durch externen Schalter begrenzt | Funktion für Deutschland (§14a EnWG) — der Netzbetreiber kann den Strom auf 6 A begrenzen. |
| W-109 | Strom wegen Überhitzung des Wechselrichters begrenzt | Prüfen Sie Kühlung und Belastung des Wechselrichters. |
| N-301 | Modus Auto nicht verfügbar | Aktivieren Sie die Kommunikation mit dem GX. |
| N-302 | Kein Zeitplan vorhanden | Legen Sie einen Zeitplan an, bevor Sie den Modus Scheduled wählen. |
| N-303 | Fahrzeug nicht angeschlossen — Start nicht möglich | Schließen Sie das Fahrzeug an. |
| N-304 | Fehler der Ladestation | Prüfen und beheben Sie den Fehler E; ziehen Sie einen Installateur hinzu. |
| N-305 | Ersteinrichtung nicht abgeschlossen | Führen Sie die Ersteinrichtung durch. |
| N-306 | Laden startet gemäß Zeitplan | Wechseln Sie zur manuellen Steuerung in den Modus Manual. |
| N-307 | Überlastung — Start nicht möglich | Warten Sie, bis keine Überlastung mehr vorliegt. |
Fahrzeug erkennt den Anschluss nicht
Oder die Ladestation wechselt ständig zwischen „Laden“ und „Geladen“. Ursache kann das CP-Signal sein. Ab Firmware 2.02 erfolgt die CP-Kalibrierung automatisch bei jedem Anschließen; die manuelle Kalibrierung wird aktiviert, indem das Modbus-TCP-Register 5133 auf 0 gesetzt wird. Auch die Erdungsimpedanz ist wichtig.
Ladestation auf mehreren GX sichtbar
Aktivieren Sie auf der Webseite der Ladestation die IP-Adress-Whitelist und tragen Sie nur das GX ein, das sie steuern soll. Entfernen Sie anschließend die Ladestation aus den übrigen GX.
Passwort vergessen
Zurücksetzen auf Werkseinstellungen über die Webseite der Ladestation (Backup & FW) oder über VictronConnect. Mit der Taste DEF im Inneren (nur durch eine Elektrofachkraft, Ladestation steht unter Spannung): 5–15 s — nur Passwort und Bluetooth-PIN zurücksetzen (Lichtring blinkt schnell grün), über 15 s — vollständiger Reset (blinkt blau).
Software-Update
Am einfachsten aus der Ferne über VRM (GX muss in VRM eingebunden sein). Manuell: Datei *.evcsup von Victron Professional — für NS mit „C026“ im Namen, für die Version mit Display mit „C025“ — im Reiter Backup & FW laden. Die Einstellungen bleiben erhalten.
Häufige Fragen zur EV Charging Station
Benötigt die Ladestation ein GX-Gerät?
Nur für den Automatikmodus (Laden mit PV-Überschuss) — dafür ist die Kommunikation mit dem GX zwingend erforderlich. Im manuellen Modus und mit Zeitplan funktioniert die Ladestation ohne GX. Auch die Schaltflächen in VRM und der Fernzugriff erfordern ein GX im VRM-Portal.
Wie viel PV-Leistung ist zum Laden im Automatikmodus erforderlich?
Der kleinste Ladestrom beträgt 6 A bei 230 V, also etwa 1,4 kW Überschuss (PV-Erzeugung abzüglich der Hausverbraucher). Bei geringerem Überschuss können Sie „Allow low excess solar power for auto mode“ aktivieren — die fehlende Leistung liefert das Netz. Manche Fahrzeuge benötigen mehr, z. B. Renault Zoe 10 A.
Kann die Ladestation am Ausgang des MultiPlus angeschlossen werden?
Ja — am AC-Eingang des Wechselrichters/Ladegeräts („Inverter AC in“) oder an dessen Ausgang („Inverter AC out“). Die Position muss in der Ladestation eingestellt werden, da sie die Berechnung des Überschusses bestimmt. Am Wechselrichterausgang belastet das Fahrzeug den Wechselrichter — bei Überlastung reduziert die Ladestation den Strom oder unterbricht das Laden.
Hat die Ladestation RFID oder eine andere Zugangssperre?
Sie hat kein RFID. Damit Unbefugte nicht laden können, deaktivieren Sie den Autostart — das Laden beginnt dann erst nach dem Drücken von „Start“ in der App, auf der Webseite der Ladestation, im VRM-Widget oder im VRM-Bedienfeld.
Ist das Ladekabel zum Fahrzeug im Lieferumfang enthalten?
Nein. Die Ladestation hat eine Steckdose Type 2 (IEC 62196); bei der NS ist lediglich eine Halterung zum Einhängen des Kabelsteckers enthalten. Das Kabel wird passend zum Fahrzeug ausgewählt.
Welcher RCD und welcher Schutzschalter?
Schutzschalter oder Sicherung mit 40 A oder weniger, dazu passend dimensioniertes Kabel (empfohlen: 6 mm²). Ein externer RCD ist erforderlich; Victron empfiehlt Typ B, passend zur Leistung — 40 A bei 22 kW Ladeleistung. Prüfen Sie auch die Anforderungen der örtlichen Vorschriften.
Verbindet sich die Ladestation über Ethernet mit dem GX?
Nein — die Ladestation hat keinen Ethernet-Anschluss. Sie kommuniziert mit dem GX über WLAN mit 2,4 GHz (MQTT oder Modbus TCP), mit dem Smartphone über Bluetooth. Das GX kann per Kabel mit dem Router verbunden sein — wichtig ist, dass beide Geräte im selben Subnetz liegen.
Sind mehrere Ladestationen in einem System möglich?
Ja. Die verfügbare Leistung wird dann auf die Ladestationen verteilt.
Der Lichtring stört nachts — wie lässt er sich ausschalten?
Reduzieren Sie in den Lichtring-Einstellungen (Light Ring) die Helligkeit oder stellen Sie für ausgewählte Zustände 0% ein.
Lässt sich die Ladestation über Modbus TCP steuern?
Ja, Victron stellt die Registerliste auf der Produktseite bereit. Das Handbuch weist jedoch darauf hin, dass Einstellungsänderungen über Modbus TCP zum Verlust des Herstellersupports führen; für Fragen verweist es auf den Bereich Modifications in der Victron Community.
Herstellerdokumentation
Inhalt mit der Dokumentation von Victron Energy (Datenblätter und Handbücher) abgeglichen — Stand: 23.09.2026. Inhaltlichen Fehler melden · Korrekturprotokoll



