Hinweis MultiPlus-II schaltet den Ausgang AC-out-1 in weniger als 20 ms auf Batterieversorgung um — Computer laufen in der Regel unterbrechungsfrei weiter.
Victron Hilfecenter
Wechselrichter/Ladegerät · 230 V

MultiPlus-II

Wechselrichter mit reiner Sinuswelle, Batterieladegerät und automatischer Transferschalter in einem Gehäuse. Das Herzstück der meisten Victron-Systeme — vom Wohnmobil bis zum heimischen Stromspeicher.

  • 12 / 24 / 48 V DC
  • 3–15 kVA
  • 230 V · 50 Hz
  • Umschaltung < 20 ms
  • IP22
Dauerleistung (25 °C)2,4–12 kW
Spitzenleistungbis 27 kW
Batterieladestrom35–220 A
Parallelbetriebbis 6 Geräte · 3 Phasen
Technische Daten gemäß Victron Energy Datenblatt „MultiPlus-II 230 V“. Unabhängige Beschreibung, aktualisiert: 18.09.2026. Quellen
Einsatzbereiche

Drei Geräte in einem Gehäuse

Der Wechselrichter wandelt den Gleichstrom der Batterie in 230 V mit reiner Sinuswelle um — genauso „sauber“ wie aus der Steckdose. Damit können Sie Elektronik, Kühlschrank, Kaffeemaschine oder Werkzeuge versorgen.

Das Ladegerät lädt die Batterie, sobald eine externe Stromversorgung verfügbar ist: Campingplatz-Anschluss, Landstrom am Liegeplatz, Generator oder Netz zu Hause. Der Standardalgorithmus ist eine vierstufige adaptive Ladung mit BatterySafe, empfohlen für Blei-Säure-Batterien. Für andere Typen, einschließlich Lithium-Ionen-Batterien, müssen die Ladeparameter gemäß der Batteriedokumentation konfiguriert werden.

Der Transferschalter schaltet die Verbraucher automatisch vom Netz auf die Batterie und zurück. Das geschieht in weniger als 20 ms, sodass Computer und Steuerungen den Stromausfall nicht bemerken — MultiPlus-II arbeitet wie eine USV.

  • Wohnmobile und Kastenwagen — das Modell 12 V 3 kVA reicht für einen Wasserkocher oder eine Kaffeemaschine.
  • Yachten — Landstrom mit PowerAssist bei schwachem Anschluss.
  • Heimischer Stromspeicher (ESS) — meist mit 48-V-Versionen; ESS funktioniert auch mit 24 V, ausgenommen ist nur das Modell 12/3000/120-32.
  • Inselanlagen — mit Generator als Reservequelle.
  • Sonderfahrzeuge — leiser Betrieb der Geräte ohne laufenden Motor.
MultiPlus-II 48 V 3 kVA — Ansicht von rechts
Das nebenstehend beschriebene Gerät. An der Front befinden sich nur die LED-Anzeige und der Schalter — alles andere wird am Computer oder über ein GX-Gerät eingestellt.
Funktionen

Was MultiPlus-II kann

USV-Funktion

Bei Netzausfall oder Trennung des Anschlusses übernimmt es die Versorgung der Verbraucher in weniger als 20 ms. Computer und Elektronik laufen unterbrechungsfrei weiter.

PowerControl

Sie stellen den maximalen Strombezug aus dem Netz oder Generator ein. Nähern sich die Verbraucher dieser Grenze, reduziert MultiPlus-II automatisch den Batterieladestrom.

PowerAssist

Reicht der Anschluss nicht aus — etwa ein schwacher Campingplatz-Anschluss —, ergänzt es die fehlende Leistung aus der Batterie. Sinkt die Last, nutzt es den Überschuss zum Laden.

Zwei AC-Ausgänge

AC-out-1 ist immer aktiv. AC-out-2 ist nur bei externer Stromversorgung aktiv — hier schließen Sie Verbraucher an, die die Batterie nicht entladen sollen, etwa einen Boiler. Nach Rückkehr der Versorgung an AC-in wird die Last mit einer Verzögerung von etwa 2 Minuten zugeschaltet.

ESS — Stromspeicher

Zusammen mit einem GX-Gerät arbeitet es als Heimspeicher: Es erhöht den Eigenverbrauch aus Photovoltaik und versorgt ausgewählte Stromkreise bei Netzausfall. Ein Schutz gegen unbeabsichtigten Inselbetrieb ist integriert.

Erweiterung

Bis zu 6 identische Geräte lassen sich parallel verbinden; aus drei identischen Modellen lassen sich 3-phasige Systeme aufbauen. In netzgekoppelten Anlagen dürfen Geräte an einem Netzanschlusspunkt nicht zu einem System mit mehr als 30 kW verbunden werden. Die Modelle 8, 10 und 15 kVA lassen sich nur mit einem externen AC-Transferschalter parallel betreiben.

Adaptives Ladegerät

Bulk – Absorption – Float – Storage mit BatterySafe-Modus: Nach geringer Entladung ist die Absorptionsphase kürzer, nach tiefer Entladung länger (bis zu 8 Stunden). Im Storage-Modus sinkt die Spannung auf 2,2 V pro Zelle und wird einmal pro Woche wieder auf das Absorptionsniveau angehoben.

Relais, Vsense und Temperatursensor

Programmierbares Relais (werkseitig Alarm, beispielsweise für Generatorstart einstellbar), zwei Vsense-Leitungen mit 0,75 mm² zur Spannungsmessung direkt an der Batterie (Kompensation bis 1 V) und Temperatursensor — außer bei den 48-V-Modellen im Lieferumfang enthalten.

Externer Stromwandler

Im netzparallelen Betrieb kann der interne Stromwandler den Netzstrom nicht messen — dafür ist ein externer Sensor erforderlich. Dieser erweitert auch PowerControl und PowerAssist auf 50 A (3 kVA) und 100 A (5 kVA).

Modelle und technische Daten

Dreizehn 230-V-Modelle

ModellBatterieDauerleistung 25 °CSpitzenleistungLadestromAC-TransferschalterGewicht
3 kVA
12/3000/120-3212 V3000 VA · 2400 W5500 W120 A32 A19 kg
24/3000/70-3224 V3000 VA · 2400 W5500 W70 A32 A19 kg
48/3000/35-3248 V3000 VA · 2400 W5500 W35 A32 A19 kg
5 kVA
12/5000/220-5012 V5000 VA · 4000 W9000 W220 A50 A33 kg
24/5000/120-5024 V5000 VA · 4000 W9000 W120 A50 A30 kg
48/5000/70-5048 V5000 VA · 4000 W9000 W70 A50 A30 kg
8–15 kVA (nur 48 V)
48/8000/110-10048 V8000 VA · 6400 W15 000 W110 A100 A42 kg
48/10000/140-10048 V10 000 VA · 8000 W18 000 W140 A100 A49 kg
48/15000/200-10048 V15 000 VA · 12 000 W27 000 W200 A100 A80 kg
Neue Serie: 4k, 4k5, 6k5 und 10k (separates Datenblatt)
12/4k/160-3212 V3400 W6000 W (2 s)160 A32 A22 kg
48/4k5/55-3248 V4000 W7000 W (1 min)55 A32 A22 kg
48/6k5/100-5048 V6000 W11 000 W (1 min)100 A50 A29 kg
48/10k/150-10048 V10 000 W15 000 W (2 min)150 A100 A48 kg
MultiPlus-II 12 V 3 kVA — Vorderseite mit LED-Anzeige
12/3000/120-32. 12-V-Version für Wohnmobile: 2400 W Dauerleistung und bis zu 120 A Ladestrom, aber bei 2 kW fließen aus der Batterie fast 200 A.
MultiPlus-II 48 V 3 kVA in Schrägansicht — Abdeckung des Anschlussraums abgenommen
48/3000/35-32. Dasselbe Gehäuse wie bei 12 und 24 V (19 kg), aber bei 48 V sind die DC-Ströme viermal kleiner als bei 12 V.
MultiPlus-II 48 V 15 kVA — Vorderseite des größten Modells
48/15000/200-100. Das größte Modell: 12 kW Dauerleistung, 27 kW Spitzenleistung, 200 A Ladestrom und 80 kg Gewicht — Parallelbetrieb nur mit externem AC-Umschalter.

So lesen Sie die Modellbezeichnung: 24/3000/70-32 = Batterie 24 V / Leistung 3000 VA / Ladestrom 70 A / AC-Umschalter 32 A. Die Dauerleistung sinkt mit steigender Umgebungstemperatur — das Modell mit 3 kVA liefert beispielsweise 2400 W bei 25 °C, 2200 W bei 40 °C und 1700 W bei 65 °C. Bei der neuen Serie gibt das Datenblatt die Dauerleistung in kW und die Spitzenleistung zusammen mit ihrer Dauer an. Es gibt auch 120-V-Ausführungen für den US-Markt.

Ausgangsspannung
230 V ±2%, 50 Hz (60 Hz möglich)
AC-Eingang des Ladegeräts
187–265 V, 45–65 Hz
DC-Spannungsbereich
9,5–17 / 19–33 / 38–66 V
Absorption / Erhaltung (Standard)
14,4 / 13,8 V (für 12 V)
Maximaler Wirkungsgrad
93–96%
Verbrauch im Suchmodus
2–6 W (neue Serie 4–8 W)
Betriebstemperatur
−40 … +65 °C
Gehäuse
Stahl, IP22 (neue Serie IP21)
Programmierbares Relais
ja (Alarm, Generatorstart)
Batterietemperatursensor
im Lieferumfang, außer bei 48-V-Modellen
Neue Serie

MultiPlus-II 4k5 und 6k5 — mehr Leistung pro Kilogramm

Der Hersteller beschreibt die neuen Modelle mit „mehr Leistung pro Kilogramm und pro Liter, besserer Betrieb bei hohen Temperaturen“. Das Modell 48/4k5/55-32 wiegt 22 kg (590 × 275 × 149 mm), das 48/6k5/100-50 29 kg (644 × 320 × 150 mm). Zum Vergleich: Das 48/5000/70-50 der älteren Serie wiegt 30 kg.

Bei 4k5 und 6k5 entspricht die Zahl im Namen der zeitlich begrenzten Leistung beim Kaltstart, nicht der Dauerleistung: 4k5 liefert 4,5 kW für 2 Stunden, 6k5 liefert 6,5 kW für 4 Stunden. Die Dauerleistung bei 25 °C beträgt jeweils 4 kW und 6 kW.

  • Zeitlich begrenzte Leistung 2: 4k5 — 6 kW für 25 min, 6k5 — 8 kW für 1 h; Spitzenleistung 7 kW und 11 kW für 1 min.
  • Ladestrom 55 A und 100 A bei 25 °C, 50 A und 95 A bei 40 °C; Absorptionsspannung 57,6 V, Erhaltungsspannung 55,2 V.
  • AC-Eingang 32 A (4k5) und 50 A (6k5) — dies ist auch die werkseitige Grenze für PowerControl und PowerAssist. Im Netzparallelbetrieb mit externem 100-A-Stromwandler steigt der Bereich auf 50 A (4k5) und 100 A (6k5).
  • Gehäuse aus Stahl, IP21, Betrieb von −40 bis +65 °C, bis 4000 m über dem Meeresspiegel mit einer Leistungsreduzierung von 1% je 100 m oberhalb von 2000 m.
  • Batterietemperatursensor bei 48-V-Modellen optional (ASS000001000); beim 12/4k im Lieferumfang.
MultiPlus-II 48/6k5/100-50 von links — flaches Gehäuse zur Wandmontage
Flaches Wandgehäuse. Das 6k5 ist bei 644 mm Höhe nur 150 mm tief. Montage an einer Wand aus massivem Material — hinten am Gehäuse befinden sich ein Haken und zwei Bohrungen.
MultiPlus-II 48/4k5/55-32 — Vorderseite
48/4k5/55-32. 4 kW Dauerleistung, 55 A Ladestrom, AC-Eingang und AC-Umschalter 32 A, 22 kg. Maximaler Wirkungsgrad 95%, Leerlaufverbrauch 20 W.
MultiPlus-II 48/6k5/100-50 — Vorderseite
48/6k5/100-50. 6 kW Dauerleistung, 100 A Ladestrom, AC-Eingang und AC-Umschalter 50 A, 29 kg. Maximaler Wirkungsgrad 96%, Leerlaufverbrauch 28 W.
MultiPlus-II 48/4k5 — Anschlussraum nach Abnehmen der Serviceabdeckung
Anschlüsse des 4k5. Die Serviceabdeckung wird unten mit zwei Schrauben befestigt. Der Batterieanschluss erfolgt mit M8-Schrauben (12 Nm), die AC-Schraubklemmen sind für bis zu 13 mm² ausgelegt (2 Nm).
Neue SerieDC-SicherungKabel 0–5 mKabel 5–10 mBatteriekapazitätAC-out-2
12/4k/160-32600 A2 × 70 mm²2 × 95 mm²400–1200 Ah32 A
48/4k5/55-32180 A50 mm²70 mm²200–800 Ah32 A
48/6k5/100-50250 A70 mm²95 mm²250–1200 Ah32 A
48/10k/150-100400 A2 × 50 mm²2 × 70 mm²250–1200 Ah50 A

Querschnitt je Pol; „2ד bedeutet zwei Plus- und zwei Minuskabel. Kupferkabel mit 90-°C-Isolierung, nicht in einem geschlossenen Kabelkanal verlegt. Angaben aus dem Handbuch „MultiPlus-II 4k, 4k5, 6k5, 10k 230V“; elektrische Daten aus dem Datenblatt dieser Serie. Datenblatt und Handbuch dieser Serie unterscheiden sich an einigen Stellen: 12/4k — Spitzenleistung 6 kW für 2 s (Datenblatt) oder 30 s (Handbuch) und zeitlich begrenzte Leistung 4,5 kW für 30 min (Datenblatt) oder 2 s (Handbuch); 10k — Wirkungsgrad 95% (Datenblatt) oder 93% und AC-Eingang 187–265 V (Datenblatt) oder 187–250 V (Handbuch). In den Tabellen verwenden wir die Werte aus dem Datenblatt.

Typischer Aufbau

Wo der MultiPlus-II im System sitzt

Vereinfachtes System für Wohnmobil, Yacht oder Ferienhaus. Bewegen Sie den Mauszeiger über ein Element des Schaltplans oder tippen Sie es an, um die Beschreibung anzuzeigen.

AC-in AC-out-1 AC-out-2 DC VE.Bus Netz / Gen. MultiPlus-II 230-V-Lasten Boiler / Heizstab Batterie MPPT (PV) Cerbo GX
Gleichstrom (DC) 230 V (AC) Kommunikation
Bewegen Sie den Mauszeiger über ein Schaltplanelement oder tippen Sie es an.
  1. Netz / Generator → AC-inExterne Stromversorgung. Die Eingangsstrombegrenzung stellen Sie im MultiPlus-II ein.
  2. MultiPlus-IILeitet Netzstrom an die Verbraucher weiter und lädt die Batterie oder erzeugt 230 V aus der Batterie.
  3. AC-out-1 → 230-V-VerbraucherWerden immer versorgt — aus dem Netz oder aus der Batterie.
  4. AC-out-2 → BoilerNur bei externer Stromversorgung, damit die Batterie nicht entladen wird.
  5. Batterie + MPPTGemeinsamer Energiespeicher, der aus dem Netz und über die Solarmodule geladen wird.
  6. Cerbo GX (VE.Bus)Überwachung, Steuerung und Fernzugriff über VRM.
Anschlüsse

Was sich unter der Serviceabdeckung befindet

MultiPlus-II 48 V 3 kVA — Anschlussraum: Klemmenleisten AC-OUT-1, AC-OUT-2 und AC-IN, Batterieanschlüsse und Hilfskontakte
Modell 3 kVA. Von links die Klemmleisten AC-OUT-1, AC-OUT-2 und AC-IN, daneben Hilfskontakte und Fernschaltung, rechts die Batterieklemmen.
MultiPlus-II 24 V 5 kVA — gesamter Anschlussraum mit abgenommener Abdeckung
Modell 5 kVA. Die Anordnung ist gleich, nur die Batterieklemmen und Kabelverschraubungen sind größer — bei 24 V erreicht der Ladestrom 120 A.
MultiPlus-II 48 V 15 kVA — Batterieanschlüsse und drei große Kabelverschraubungen
Modell 15 kVA. Hier liegen die Querschnitte der Batteriekabel bereits bei mehreren Hundert Quadratmillimetern; es gibt drei Kabeldurchführungen.
  • AC-Klemmleisten — Klemmenfolge von links: N (Neutralleiter), PE (Schutzleiter), L (Phase). Vertauschen Sie N und L nicht. Anzugsdrehmoment an den AC-out-2-Klemmen: höchstens 2 Nm.
  • Absicherung des AC-Eingangs — Leitungsschutzschalter mit höchstens 32 A (Modelle 3 kVA), 50 A (5 kVA) oder 100 A (8, 10 und 15 kVA); bei der neuen Serie beträgt der maximale Eingangsstrom 32 A (4k, 4k5), 50 A (6k5) und 100 A (10k). Ist die Stromquelle niedriger ausgelegt, wählen Sie einen kleineren Leitungsschutzschalter.
  • Ausgang AC-out-1 — PowerAssist liefert zusätzlich bis zu 3 kVA, also 13 A. Bei einem Eingangsstrom von 32 A können am Ausgang daher bis zu 45 A entnommen werden. Überstromschutz und Fehlerstrom-Schutzschalter sind auf diesen Wert auszulegen.
  • Batterieklemmen — M8-Schrauben, Anzugsdrehmoment 12 Nm, Drehmomentschlüssel mit isoliertem Steckschlüsseleinsatz. AC-Schrauben: M4 — 1 Nm, M5 — 3 Nm, M6 — 5,5 Nm; bei der neuen Serie 4k–6k5 Schraubklemmen für 13 mm², Anzugsdrehmoment 2 Nm.
  • Vsense — zwei Leitungen mit 0,75 mm² messen die Spannung direkt an der Batterie; das Ladegerät gleicht einen Spannungsabfall bis 1 V je Pol aus und begrenzt bei größerem Abfall den Ladestrom.
  • Fernsteuerung — einfacher Schalter an den Klemmen „remote on/off“ oder ein Digital Multi Control am RJ45-Anschluss; funktioniert nur, wenn der Geräteschalter auf „on“ steht.
MultiPlus-II 48 V 10 kVA — Anschlussraum mit massiven Batterieanschlüssen und Kabelverschraubungen
Je größer das Modell, desto dicker die Kabel. Bei den Modellen mit 8–15 kVA sind die Batterieklemmen für Ströme in der Größenordnung von 200 A ausgelegt.
Welches Modell wählen?

Modellauswahl in der Praxis

Wohnmobil, Kastenwagen

12 V · 3 kVA oder 4k

Wasserkocher, Kaffeemaschine oder Mikrowelle (2,4 kW Dauerleistung, beim neuen 12/4k 3,4 kW). Bei 2 kW fließen aus der 12-V-Batterie etwa 170–190 A — Kabel und Batterie müssen dafür ausgelegt sein.

12/3000/120-32 · 12/4k/160-32
Yacht, großes Wohnmobil

24 V · 3 oder 5 kVA

Die höhere Spannung halbiert die Ströme gegenüber 12 V: dünnere Kabel und geringere Verluste. Das Modell mit 5 kVA eignet sich für Klimaanlage oder Induktionskochfeld.

24/3000/70-32 · 24/5000/120-50
Haus, ESS, Inselanlage

48 V · 4k5–15 kVA

Standard bei Stromspeichern. Die leichteren Modelle 4k5 und 6k5 der neuen Serie liefern 4 und 6 kW Dauerleistung. Für höhere Leistungen werden Geräte parallel oder dreiphasig zusammengeschaltet.

48/4k5/55-32 · 48/6k5/100-50 · 48/10000/140-100

Wann ein anderes Gerät besser geeignet ist

MultiPlus-IIQuattro-IIMultiPlus-II GXPhoenix Inverter Smart
230-V-Wechselrichterjajajaja
Ladegerät für Netz / Generatorjajajanein
AC-Eingänge12 (Netz + Generator)1—
USV-Funktionjajajanein
Integriertes GX-Gerätneinneinjanein
Wann wählen?für die meisten Systemezwei AC-Quellen ohne Umschalterweniger Geräte und Kabelnur 230 V aus der Batterie
Montage und Konfiguration

Worauf Sie achten sollten

Die 230-V-Installation gehört in die Hände einer Elektrofachkraft

Fehlerstromschutz, Erdung und Anschluss an das Hausnetz müssen von einer qualifizierten Elektrofachkraft ausgeführt werden. Trennen Sie vor Arbeiten am MultiPlus-II die AC-Versorgung und die Batterie; an den Anschlüssen kann auch nach dem Ausschalten des Geräts gefährliche Spannung anliegen. Der MultiPlus-II hat ein internes Erdungsrelais, das im Wechselrichterbetrieb N mit PE verbindet — dies ist bei der Auswahl der Schutzvorrichtungen zu berücksichtigen.

DC-Seite: kurze, dicke Kabel mit Sicherung

Zwischen Batterie und MultiPlus-II müssen eine Sicherung und ein Trennschalter installiert sein. Entnehmen Sie Kabelquerschnitte und Sicherungswerte dem Handbuch des jeweiligen Modells — bei 12 V erreichen die Ströme mehrere hundert Ampere.

Konfiguration

Einstellungen werden über die Schnittstelle MK3-USB und die App VictronConnect oder die Software VEConfigure geändert. Per Bluetooth: Mit dem VE.Bus Smart dongle (Bluetooth) können Sie den Gerätestatus anzeigen, das Gerät ein- und ausschalten sowie die Strombegrenzung des AC-Anschlusses ändern — für Änderungen an den Einstellungen ist die Schnittstelle MK3-USB erforderlich. Fernzugriff erfolgt über ein GX-Gerät und das VRM-Portal.

Batterie vor dem ersten Laden konfigurieren

Passen Sie Absorptions- und Erhaltungsspannung an den Batterietyp an. Lithiumbatterien benötigen ein systemkompatibles BMS. Verwenden Sie für Victron Lithium Smart das VE.Bus BMS V2 oder das Lynx Smart BMS. Installieren und konfigurieren Sie andere Lithiumbatterien gemäß der Victron-Liste kompatibler Batterietypen und dem Installations- und Konfigurationshandbuch.

IP22 (neue Serie IP21) — nur an trockenen Orten

Das Gehäuse ist nicht wasserdicht. Montieren Sie das Gerät an einem trockenen, gut belüfteten Ort mit ausreichend Freiraum für die Lüfterkühlung.

MultiPlus-II 48 V 4,5 kVA — geöffnete Serviceabdeckung
Hier werden die Kabel angeschlossen. MultiPlus-II 48 V 4,5 kVA — geöffnete Serviceabdeckung
  • Montageort: trocken und gut belüftet, möglichst nahe an der Batterie, aber niemals direkt darüber. Der Untergrund muss das Gerätegewicht (19–80 kg) tragen können — an der Gehäuserückseite befinden sich ein Haken und zwei Bohrungen; für größere Modelle gibt es eine separate Montageplatte. Das Geräteinnere muss nach der Montage zugänglich bleiben.
  • DC-Kabel: aus Kupfer, mit 90 °C-Isolierung, kurz und mit großem Querschnitt — das Handbuch nennt für jedes Modell Batteriekapazität, Sicherung und Querschnitt (z. B. 24/3000/70: 200–700 Ah, 300 A, 50 mm²; 48/5000/70: 200–800 Ah, 200 A, 70 mm²; 12/5000/220: 600–2400 Ah, 600 A, 2 × 95 mm²). Bei Kabellängen von 5–10 m sind größere Querschnitte erforderlich.
  • Parallelbetrieb: bis zu sechs identische Geräte an einer gemeinsamen Batterie, gleiche Längen und Querschnitte der DC-Kabel, mindestens 10 cm Freiraum rundum, UTP-Kabel direkt von Gerät zu Gerät (ohne Verteiler), Anschluss der Batterie-Minuskabel vor den UTP-Kabeln und nur ein Fernbedienungspanel. Modelle mit 8, 10 und 15 kVA dürfen nur mit einem externen AC-Umschalter parallel betrieben werden.
  • Dreiphasenbetrieb: drei identische Geräte in Sternschaltung (Y) — eine Dreieckschaltung wird nicht unterstützt. Bis zu sechs solcher Dreiergruppen lassen sich zusammenschalten (45 kW), jedoch nicht bei den Modellen mit 8, 10 und 15 kVA. Bei einer netzgekoppelten Anlage dürfen an einem Netzanschlusspunkt 30 kW nicht überschritten werden.
  • Generator im selben Gehäuse (Hybridgenerator): Hier sind Schwingungsdämpfer erforderlich, die auf das Gerätegewicht und die Schwingungsfrequenz des Generators abgestimmt sind.
Montageplatte des MultiPlus-II zur Wandmontage des Geräts
Montageplatte. Das Gerät wird mit dem Haken und den zwei Bohrungen an der Gehäuserückseite an der Wand befestigt; der Untergrund muss tragfähig und nicht brennbar sein.
Einstellungen

Werkseinstellungen des Geräts

Die Werkseinstellungen sind für den Einzelbetrieb mit einer Victron-Gelbatterie vorgesehen. Bei einem anderen Batterietyp — insbesondere Lithium — müssen Spannungen und Ladestrom vor dem ersten Laden angepasst werden.

Ausgangsspannung und -frequenz230 V, 50 Hz
AC-Eingangsbereich180–270 V, 45–65 Hz
BetriebEinzelbetrieb (weder parallel noch dreiphasig)
BatterietypVictron Gel Deep Discharge (auch für AGM Deep Discharge geeignet)
Ladekennlinievierstufig, adaptiv mit BatterySafe, Ladestrom 100% des Maximalwerts
Absorption / Erhaltung / Lagerung14,4 / 13,8 / 13,2 V — entsprechend ×2 bei 24 V und ×4 bei 48 V (Lagerspannung nicht einstellbar)
Absorptionszeitbis zu 8 Stunden, abhängig von der Bulk-Phase; Wiederholung 1 h alle 7 Tage
AC-Eingangsstrombegrenzung32 A (3 kVA), 50 A (8 und 10 kVA) — zugleich der Schwellenwert für PowerControl und PowerAssist
Aktivierte FunktionenPowerAssist, UPS, Schutz der Bulk-Phase, Erdungsrelais, programmierbares Relais als Alarmrelais
Deaktivierte FunktionenAES (Energiesparmodus), automatischer Ausgleich, dynamische Strombegrenzung, WeakAC

Die minimale Eingangsstrombegrenzung bei aktiviertem PowerAssist beträgt 4 A für Modelle mit 3 kVA, 6 A für 5 kVA und 11 A für 8–15 kVA. Einstellungen werden über MK3-USB (VictronConnect oder VEConfigure) geändert, im fertig installierten System auch über ein GX-Gerät und das VRM-Portal.

Diagnose

Symptome und Abhilfe

Der MultiPlus-II hat kein Display — seinen Status zeigen die LEDs an der Vorderseite an. In einem System mit GX-Gerät sind dieselben Informationen auf dem Bildschirm und im VRM-Portal sichtbar. Nachfolgend finden Sie Symptome aus dem Handbuch; die vollständige Beschreibung der Signale finden Sie im LED-Decoder.

LED „low battery“ blinkt

Die Batteriespannung ist niedrig. Laden Sie die Batterie oder prüfen Sie die DC-Verbindungen. Leuchtet die LED dauerhaft, hat sich der Wechselrichter bereits abgeschaltet.

LED „overload“ blinkt

Die Last überschreitet die Nennleistung — reduzieren Sie sie. Eine dauerhaft leuchtende LED bedeutet, dass der Wechselrichter wegen Überlast abgeschaltet wurde.

„temperature“ leuchtet oder blinkt

Die Umgebungstemperatur oder die Last ist zu hoch. Stellen Sie das Gerät an einem kühleren, gut belüfteten Ort auf oder reduzieren Sie die Last.

LEDs „low battery“ und „overload“ blinken abwechselnd

Die Batteriespannung ist niedrig und gleichzeitig die Last zu hoch. Laden Sie die Batterie, trennen Sie einen Teil der Verbraucher oder vergrößern Sie die Batteriebank; kürzere Kabel mit größerem Querschnitt helfen ebenfalls.

Beide LEDs blinken gleichzeitig

Die Welligkeit an den DC-Anschlüssen überschreitet 1,5 V Effektivwert. Prüfen Sie die Batteriekabel und -verbindungen sowie die ausreichende Kapazität der Batteriebank.

Beide LEDs leuchten dauerhaft

Der Wechselrichter hat sich wegen zu hoher Welligkeit abgeschaltet. Verwenden Sie eine Batterie mit größerer Kapazität und kürzere Kabel mit größerem Querschnitt. Starten Sie das Gerät anschließend mit dem Schalter neu.

Keine Spannung an AC-out-2

Das Gerät läuft im Batteriebetrieb. Sobald am AC-Eingang wieder Spannung anliegt, wird dieser Ausgang mit einer Verzögerung von etwa 2 Minuten wieder zugeschaltet.

Keine Umschaltung auf Netz oder Generator

Der Schutzschalter am AC-Eingang hat wegen Überlast ausgelöst. Beseitigen Sie die Überlast oder den Kurzschluss an AC-out-1 und AC-out-2 und setzen Sie anschließend den Schutzschalter zurück.

Wechselrichter startet nach dem Einschalten nicht

Die Batteriespannung ist zu hoch oder zu niedrig, oder an den DC-Anschlüssen liegt keine Spannung an. Prüfen Sie den Spannungsbereich und die Verbindungen.

Ladegerät arbeitet nicht

Die Eingangsspannung liegt außerhalb des Bereichs 185–265 V oder die Frequenz außerhalb des eingestellten Bereichs, die AC-Eingangssicherung hat ausgelöst oder die Batteriesicherung ist durchgebrannt. Aktivieren Sie bei „unsauberer“ Generatorspannung WeakAC und die dynamische Strombegrenzung.

Meldung „bulk protection“

Die Bulk-Ladephase dauerte länger als 10 Stunden — dies kann auf eine defekte Zelle hinweisen. Prüfen Sie die Batterie; durch Aus- und Einschalten des Geräts wird der Fehler zurückgesetzt.

Die Batterie wird nicht vollständig geladen

Meist sind die Absorptions- oder Erhaltungsspannung zu niedrig, die Ladezeit zu kurz oder die Anschlüsse an den Klemmen mangelhaft. Prüfen Sie die Einstellungen für Ihren Batterietyp und den festen Sitz der Klemmen.

Im Parallel- oder Dreiphasenbetrieb zeigen die Geräte zusätzlich VE.Bus-Fehlercodes an — eine Liste finden Sie im Abschnitt VE.Bus-Fehlercodes.

Fragen

Häufige Fragen zum MultiPlus-II

Kann der MultiPlus-II 12/3000 einen Wasserkocher betreiben?

Ja — das Modell liefert 2400 W Dauerleistung bei 25 °C und kurzzeitig bis zu 5500 W. Ein Wasserkocher mit 2 kW lässt sich daher betreiben. Beachten Sie jedoch, dass dabei etwa 170–190 A aus der 12 V-Batterie fließen. Batterie, Kabel und Sicherung müssen dafür ausgelegt sein.

Wie funktioniert PowerAssist auf einem Campingplatz mit einer 6 A-Sicherung?

Stellen Sie die Eingangsstrombegrenzung passend zur Sicherung des Landstromanschlusses ein — beachten Sie dabei die Mindestwerte: 4 A für Modelle mit 3 kVA, 6 A für 5 kVA und 11 A für 8–15 kVA. Solange die Verbraucher innerhalb dieser Grenze bleiben, werden sie über den Landstromanschluss versorgt; die verbleibende Leistung lädt die Batterie. Wenn Sie einen größeren Verbraucher einschalten, ergänzt der MultiPlus-II die fehlende Leistung aus der Batterie, sodass die Sicherung an der Stromsäule nicht auslöst.

Kann ich Solarmodule direkt an den MultiPlus-II anschließen?

Nein — der MultiPlus-II hat keinen PV-Eingang. Die Module werden über einen MPPT-Laderegler an die Batterie angeschlossen (die häufigste Lösung in Fahrzeugen und Inselanlagen) oder über einen netzgekoppelten Wechselrichter am AC-Ausgang. Bei der zweiten Variante gilt die in der Victron-Dokumentation beschriebene Regel „Factor 1.0“.

Wie unterscheidet sich der MultiPlus-II vom älteren MultiPlus?

Er bietet alle Funktionen des Vorgängers und zusätzlich die Möglichkeit, einen externen Stromsensor anzuschließen (PowerControl und PowerAssist mit Stromwandler: Modelle mit 3 kVA bis 50 A, mit 5 kVA bis 100 A). Hinzu kommen ein integrierter Schutz vor Inselbetrieb und Zertifikate für den Netzbetrieb in vielen Ländern, die für ESS-Systeme erforderlich sind.

Wie viele Geräte kann ich zusammenschalten?

Bis zu 6 identische Modelle parallel. Drei identische Modelle bilden ein Dreiphasensystem; bis zu sechs solcher Dreiergruppen lassen sich zusammenschalten. Modelle mit 8, 10 und 15 kVA dürfen nur mit einem externen AC-Umschalter parallel betrieben werden.

Hat der MultiPlus-II Zertifikate für den Netzbetrieb in Polen?

Auf der Herstellerwebsite finden Sie PTPiREE-Zertifikate und Nachweise zur Konformität mit der EU-Verordnung 2016/631 für Polen. Diese gelten für ausgewählte Modelle und Konfigurationen. Prüfen Sie daher vor der Anmeldung der Anlage beim Netzbetreiber das aktuelle Zertifikat für Ihr Modell.

Wann ist der Ausgang AC-out-2 aktiv?

Nur wenn am AC-Eingang eine Versorgung anliegt. Bei Netzausfall werden die Verbraucher an diesem Ausgang sofort abgeschaltet. Nach der Netzrückkehr werden sie mit etwa 2 Minuten Verzögerung wieder zugeschaltet — so lange benötigt der Generator zur Stabilisierung. AC-out-1 ist immer aktiv.

Ist ein Batterietemperatursensor im Lieferumfang enthalten?

Ja, außer bei den 48 V-Modellen — dort muss er separat bestellt werden. Der Sensor wird am Minuspol der Batterie befestigt und senkt die Ladespannung, wenn sich die Batterie erwärmt. Unabhängig davon messen die Vsense-Leitungen die Spannung direkt an der Batterie und kompensieren einen Spannungsabfall von bis zu 1 V je Pol.

Was macht das Erdungsrelais?

Im Wechselrichterbetrieb verbindet es den Neutralleiter des Ausgangs mit dem Gehäuse. Sobald eine externe Versorgung anliegt, öffnet es, bevor das Eingangsrelais schließt — dadurch funktioniert der Fehlerstrom-Schutzschalter am Ausgang korrekt. Der interne Netztransformator schließt einen Gleichstromanteil aus, sodass ein Fehlerstrom-Schutzschalter vom Typ A genügt. Werkseitig ist das Relais aktiviert.

Muss ich nach dem Kauf die Einstellungen ändern?

Bei einer Gel- oder AGM-Batterie von Victron normalerweise nicht — darauf sind die Werkseinstellungen abgestimmt. Bei jeder anderen Batterie, insbesondere einer Lithiumbatterie, müssen Sie vor dem ersten Laden den Batterietyp, die Absorptions- und Erhaltungsspannung sowie den Ladestrom einstellen. Dies erfolgt über die Schnittstelle MK3-USB (VictronConnect oder VEConfigure) oder aus der Ferne über ein GX-Gerät.

Quellen

Herstellerdokumentation

Diese Beschreibung haben wir unabhängig auf Grundlage der Herstellerdokumentation erstellt. Bei Abweichungen ist die aktuelle Dokumentation von Victron Energy maßgeblich. Einen Fehler im Inhalt können Sie hier melden.

Inhalt mit der Dokumentation von Victron Energy (Datenblätter und Handbücher) abgeglichen — Stand: 22.09.2026. Fehler im Inhalt melden · Korrekturprotokoll