
VE.Bus BMS V2 — Anschlussbezeichnungen: Battery +, Aux in, Load Disconnect, Charge Disconnect, Pre-alarm, Remote L und H sowie LEDs Cell<2,8 V und Temp oder Cell>4 V
VE.Bus BMS V2
Batteriemanagementsystem für Victron Lithium Smart (12,8 V und 25,6 V) in Systemen mit einem VE.Bus-Wechselrichter oder VE.Bus-Wechselrichter/Ladegerät — MultiPlus oder Quattro. Anhand der Batteriesignale schaltet es Wechselrichter und Ladegerät über VE.Bus sowie weitere Ladegeräte und Verbraucher über seine Steuerausgänge ab.
- 12 / 24 / 48 V
- bis zu 20 Batterien
- VE.Bus
- Load / Charge Disconnect
- Voralarm
Schutz jeder einzelnen Zelle
Lithium-Smart-Batterien haben ein integriertes BTV-Modul (Zellenausgleich, Temperatur- und Spannungsmessung), trennen aber weder Ladung noch Verbraucher selbstständig. Das übernimmt ein externes BMS. LiFePO4-Smart-Batterien (12,8 V und 25,6 V) dürfen nur mit einem von Victron zugelassenen externen BMS verwendet werden — die Batterie trennt weder Ladung noch Verbraucher selbstständig. Die Batterien werden über BMS-Kabel zu einer Kette verbunden — das erste und letzte Kabel führen zum BMS. Bis zu vier Batterien mit 12,8 V oder zwei mit 25,6 V in Reihe; insgesamt bis zu 20 Batterien (bis zu 84 kWh im 12 V-System, bis zu 102 kWh bei 24 und 48 V).
- bis zu vier Batterien mit 12,8 V oder zwei mit 25,6 V in Reihe, insgesamt bis zu 20 Batterien,
- Kapazität der Batteriebank bis zu 84 kWh im 12 V-System und bis zu 102 kWh bei 24 und 48 V,
- steuert das Wechselrichter/Ladegerät direkt über VE.Bus — ohne zusätzliche Relais.

| Zustand der Batterie | Reaktion des VE.Bus BMS V2 |
|---|---|
| Zellspannung nähert sich der Unterspannungsgrenze | Pre-alarm (werkseitig 3,1 V pro Zelle, in der Batterie einstellbar auf 2,85–3,15 V); mindestens 30 s vor dem Abschalten der Verbraucher. Pre-alarm wird weder an GX noch an VRM übertragen. |
| Zu niedrige Zellspannung | Schaltet den Wechselrichter (über VE.Bus) und die Verbraucher (Ausgang Load Disconnect) ab |
| Zellüberspannung, zu niedrige oder zu hohe Temperatur | Schaltet die Ladung ab oder begrenzt sie über VE.Bus, GX/DVCC oder den Ausgang Charge Disconnect, je nach Ladegerätetyp |
Mit GX-Gerät: Ein- und Ausschalten sowie Modus „Nur Ladegerät“ für VE.Bus-Geräte und Steuerung kompatibler Solarladeregler über DVCC — ohne zusätzlichen BatteryProtect oder Cyrix-Li-Charge wie beim älteren VE.Bus BMS V1. Die Steuerung über GX/DVCC erfordert Venus OS 2.80 oder neuer und aktiviertes DVCC. VE.Bus BMS V2 stellt die Ladespannung dieser Geräte nicht ein; der Ladealgorithmus muss daher in den Geräten korrekt konfiguriert sein.
Funktionen des VE.Bus BMS V2
Steuerung über VE.Bus
Das BMS schaltet den Wechselrichter oder das Wechselrichter/Ladegerät direkt über den VE.Bus ab — dafür sind weder Relais noch Zusatzmodul erforderlich.
Load Disconnect
Normalerweise auf High-Pegel, bei zu niedriger Zellspannung potentialfrei; belastbar bis 1 A. Für Verbraucher empfiehlt der Hersteller wegen des geringen Eigenverbrauchs Smart BatteryProtect im Li-Ion-Modus.
Charge Disconnect
Normalerweise auf High-Pegel, bei Zellüberspannung oder unzulässiger Temperatur potentialfrei; nur mit 10 mA belastbar — für Remote-Eingänge von Ladegeräten und Cyrix-Li-Relais.
Frühzeitiger Pre-alarm
Wird mindestens 30 Sekunden vor dem Abschalten der Verbraucher aktiviert, werkseitig bei 3,1 V pro Zelle (in der Batterie einstellbar auf 2,85–3,15 V). Wird weder an das GX-Gerät noch an VRM übertragen.
Zusammenspiel mit GX und DVCC
Mit einem GX-Gerät steuert es auch kompatible Solarladeregler über DVCC (Venus OS 2.80 oder neuer). Es stellt jedoch keine Ladespannungen ein — der Algorithmus muss in den Geräten selbst konfiguriert werden.
Stromversorgung des GX-Geräts
Der Ausgang GX-Pow versorgt das GX-Gerät aus der Batterie, während der Eingang Aux-In die Versorgung aus einer anderen Quelle ermöglicht — so bleibt der Fernzugriff auch nach dem Abschalten des Systems verfügbar.
Anschluss für das Fernbedienungspanel
Unterstützt ein GX-Gerät, das Digital Multi Control-Panel und den VE.Bus Smart dongle — auch zusammen. Ist ein DMC-Panel im System vorhanden, erfolgt die Betriebsmoduswahl weiterhin darüber.
Systemschalter
Die Klemmen Remote L und H schalten das gesamte System aus: Beide Steuerausgänge werden potentialfrei, sodass Ladegeräte und Verbraucher abschalten.
Angesteuerte Geräte
| Ausgang | Normalzustand | Einsatz |
|---|---|---|
| Load Disconnect | High; potentialfrei bei zu niedriger Zellspannung (belastbar bis 1 A) | Remote-Eingang des Verbrauchers oder Smart BatteryProtect im Li-ion-Modus (empfohlen — geringer Stromverbrauch) |
| Charge Disconnect | High; potentialfrei bei Zellüberspannung, zu niedriger oder zu hoher Temperatur (bis 10 mA) | Remote-Eingang eines AC-Ladegeräts, DC-DC-Ladegeräts oder Solarladereglers; Relais Cyrix-Li-Charge oder Cyrix-Li-ct |
| Voralarm | potentialfrei; High bei drohender Unterspannung (bis 1 A, ohne Kurzschlussschutz) | Summer, Kontrollleuchte |
| GX-Pow (Ausgang) und Aux-In (Eingang) | — | Versorgung des GX-Geräts aus der Batterie oder über Aux-In (aus der Quelle mit höherer Spannung) — ein Netzteil an Aux-In hält das GX-Gerät und den Fernzugriff nach dem Abschalten des Systems aktiv |
| Remote L / H | — | Systemschalter; nach dem Ausschalten werden beide Steuerausgänge potentialfrei |
Prüfen Sie den Reststrom der Verbraucher im ausgeschalteten Zustand. Nach einer Abschaltung wegen Unterspannung verbleibt in der Batterie etwa 1 Ah je 100 Ah Kapazität; bereits ein geringer Reststrom kann die entladene Batterie beschädigen.
Anschluss „Remote panel“: GX-Gerät, Digital Multi Control-Panel und VE.Bus Smart dongle (auch zusammen). Wenn Digital Multi Control zusammen mit einem GX-Gerät oder VE.Bus Smart dongle im System vorhanden ist, lassen sich das Ein- und Ausschalten sowie der Modus „Nur Ladegerät“ des Wechselrichters/Ladegeräts ausschließlich über Digital Multi Control steuern. LEDs: Die blaue LED „status“ blinkt alle 10 s, wenn Daten an den MultiPlus gesendet werden; die rote LED „>4 V“ — Laden wegen Überspannung oder Temperatur unterbrochen; die blaue LED „>2,8 V“ — Verbraucher eingeschaltet, Zellspannungen über 2,8 V. Schnelles Blinken der LED „status“ — BMS im Bootloader-Modus (z. B. nach einem abgebrochenen Update — wiederholen Sie es in VictronConnect oder über VRM).

VE.Bus BMS V2 anschließen
Das BMS überwacht die Lithium Smart-Batterien: Es schaltet Wechselrichter und Ladegerät über VE.Bus ab, die übrigen Geräte über Steuerausgänge. Es muss mit dem Batteriepluspol verbunden bleiben. Vereinfachter Schaltplan.
- BMS-Kabel der BatterienKette; erstes und letztes Kabel zum BMS.
- Battery+ über eine 1 A-SicherungDas BMS muss mit dem Batteriepluspol verbunden bleiben.
- RJ45 zum MultiPlusAnschluss „MultiPlus/Quattro“; im Parallelsystem nur die Haupteinheit.
- GX-GerätAnschluss „Remote panel“; mit DVCC werden auch Solarladeregler gesteuert.
- SteuerausgängeLoad Disconnect → Verbraucher, Charge Disconnect → Ladegeräte.
Grundanschluss



Die Installation darf nur durch einen qualifizierten und geschulten Installateur erfolgen. Schalten Sie das System vor jeder Änderung einer Verbindung aus und prüfen Sie, ob gefährliche Spannungen anliegen.
- BMS-Kabel der Batterien mit dem BMS verbinden (bei mehreren Batterien als Kette, bei Bedarf mit M8-Verlängerungen).
- DC-Kabel des MultiPlus mit der Batterie verbinden; seine Firmware aktualisieren (siehe unten).
- Batterieplus über ein Kabel mit einer 1 A-Sicherung an die Klemme „Battery+“ des BMS anschließen — das Kabel ist nicht im Lieferumfang enthalten: mindestens 0,75 mm².
- VE.Bus-Anschluss des MultiPlus mit dem Anschluss „MultiPlus/Quattro“ des BMS über das mitgelieferte RJ45-Kabel verbinden.
- Der Netzdetektor (im Lieferumfang) wird bei älteren Modellen eingesetzt, die dieses Zubehör benötigen, darunter entsprechende MultiPlus- und Quattro-Modelle. Beim MultiPlus wird ein AC-Leitungspaar verwendet, beim Quattro beide Paare. Bei den neuen MultiPlus 12/1600/70 und 12/2000/80, MultiPlus-II, Quattro-II und Wechselrichtern ist er nicht erforderlich. In Parallel-, Dreiphasen- oder Split-Phase-Systemen wird er nur an die Master-/Leader-Einheit angeschlossen. Seine Aufgabe: den Wechselrichter/Ladegerät bei anliegender AC-Versorgung zu starten, nachdem das BMS ihn wegen zu niedriger Zellspannung abgeschaltet hat.
Das BMS muss mit dem Batteriepluspol verbunden bleiben — nur so hält es den MultiPlus auch bei anliegender AC-Versorgung im stromsparenden Modus (der MultiPlus arbeitet nicht mehr als Wechselrichter oder Ladegerät, schließt das Umschaltrelais und meldet niedrige Batteriespannung).

Anforderungen für MultiPlus und Quattro
- VE.Bus-Firmware aller Wechselrichter und Wechselrichter/Ladegeräte im System: xxxx489 oder neuer.
- Versionen ab xxxx415, aber unter xxxx489: Der VE.Bus BMS- oder ESS-Assistent muss installiert werden.
- Unter xxxx415: Es erscheint VE.Bus-Fehler 15; ist kein Update möglich, kann VE.Bus BMS V2 nicht verwendet werden.
- Geräte mit einem Prozessor mit der Kennzeichnung 19xxxxx oder 20xxxxx werden nicht unterstützt — für diese ist das ältere VE.Bus BMS vorgesehen.
VE.Bus BMS V2, Lynx Smart BMS oder NG-Versionen
VE.Bus BMS V2
Für Systeme mit VE.Bus-Wechselrichter oder Wechselrichter/Ladegerät und Lithium Smart-Batterien. Der Batteriestrom fließt nicht durch das BMS — es steuert ausschließlich über Signale.
bis zu 20 Batterien · 12/24/48 VLynx Smart BMS
BMS im Lynx-Sammelschienensystem: Sicherheitsschütz, integrierter Batteriecomputer und Steuerung über ATC/ATD-Kontakte sowie VE.Can. Produktseite Lynx Smart BMS.
Schütz + Batteriecomputer„NG“-Versionen
Lithium NG-Batterien benötigen ein BMS mit der Kennzeichnung NG: VE.Bus BMS NG, smallBMS NG oder Lynx Smart BMS NG.
nur für NG-BatterienVE.Bus BMS V2 ist für Systeme mit VE.Bus-Wechselrichter oder Wechselrichter/Ladegerät vorgesehen und steuert die übrigen Geräte über Signale — der Batteriestrom fließt nicht durch das BMS. Lynx Smart BMS ist ein BMS im Lynx-Verteilersystem mit integriertem Batteriecomputer und Sicherheitsschütz, das über ATC/ATD-Kontakte und VE.Can steuert. Für Lithium NG-Batterien sind die „NG“-Versionen vorgesehen (VE.Bus BMS NG, smallBMS NG, Lynx Smart BMS NG).
Häufige Fragen zum VE.Bus BMS V2
Für welche Batterien ist es vorgesehen?
Für Victron Lithium Smart-Batterien mit 12,8 V und 25,6 V. Bis zu vier 12,8 V-Batterien oder zwei 25,6 V-Batterien können in Reihe geschaltet werden, insgesamt bis zu 20 Batterien — bis zu 84 kWh im 12 V-System und bis zu 102 kWh bei 24 und 48 V.
Wie unterscheidet es sich vom VE.Bus BMS V1?
Mit einem GX-Gerät und aktiviertem DVCC (Venus OS 2.80 oder neuer) steuert es auch kompatible Solarladeregler — ohne zusätzlichen BatteryProtect oder Cyrix-Li-Charge, wie sie bei Version V1 erforderlich waren.
Wie belastbar sind die Steuerausgänge?
Load Disconnect bis 1 A, Charge Disconnect bis 10 mA, pre-alarm bis 1 A — alle ohne Kurzschlussschutz. Für Verbraucher empfiehlt sich Smart BatteryProtect im Li-ion-Modus, da er wenig Strom verbraucht.
Warum muss das BMS mit dem Batteriepluspol verbunden bleiben?
Nur so hält es den MultiPlus im stromsparenden Modus, auch wenn eine AC-Versorgung anliegt. Der Pluspol wird über ein Kabel mit mindestens 0,75 mm² und einer 1 A-Sicherung mit der Klemme „Battery+“ verbunden.
Wie viel Kapazität verbleibt nach einer Abschaltung wegen Unterspannung in der Batterie?
Etwa 1 Ah je 100 Ah Kapazität. Deshalb muss der Reststrom der Verbraucher geprüft werden — auch eine geringe Stromaufnahme kann eine entladene Batterie beschädigen.
Welche Firmware benötigt der MultiPlus oder Quattro?
VE.Bus-Version xxxx489 oder neuer. Zwischen xxxx415 und xxxx489 muss der VE.Bus BMS- oder ESS-Assistent installiert werden. Unter xxxx415 tritt VE.Bus-Fehler 15 auf. Geräte mit Prozessor 19xxxxx und 20xxxxx unterstützt dieser BMS nicht — dafür gibt es den älteren VE.Bus BMS.
Wozu dient der mitgelieferte Netzdetektor?
Er startet den Wechselrichter/Ladegerät bei anliegender AC-Versorgung, wenn der BMS ihn wegen niedriger Zellspannung abgeschaltet hat. Ältere Modelle benötigen ihn; beim MultiPlus 12/1600/70 und 12/2000/80, MultiPlus-II, Quattro-II sowie bei Wechselrichtern ist er nicht erforderlich. In Parallel- und Dreiphasensystemen wird er nur an der Master-Einheit angeschlossen.
Was bedeuten die LEDs am Gehäuse?
Die blaue LED „status“ blinkt alle 10 Sekunden, wenn der BMS Daten an den Wechselrichter sendet. Die rote LED „>4 V“ zeigt eine Ladeabschaltung wegen Überspannung oder Temperatur an, die blaue LED „>2,8 V“ eingeschaltete Verbraucher. Schnelles Blinken der LED „status“ zeigt den Bootloader-Modus an, etwa nach einem abgebrochenen Update — wiederholen Sie das Update in VictronConnect oder über VRM.
Stellt der BMS die Ladespannungen ein?
Nein. Er schaltet das Laden lediglich ein und aus. Ladealgorithmus und Spannungen müssen daher an den Ladegeräten und Solarladereglern selbst korrekt eingestellt werden.
Herstellerdokumentation
Inhalt mit der Dokumentation von Victron Energy (Datenblätter und Handbücher) abgeglichen — Stand 19.09.2026. Inhaltlichen Fehler melden · Korrekturprotokoll



