Hinweis Die Modul-Voc steigt bei Frost: Bei einem Koeffizienten von −0,35%/°C (BlueSolar-Module) liegt sie bei −20 °C etwa 16% über dem Datenblattwert.
Victron Hilfecenter
MPPT-Solarladeregler

SmartSolar MPPT 75/10 – 100/20

Kleine Solarladeregler mit integriertem Bluetooth für Photovoltaikmodule. Die häufigste Wahl für Wohnmobile, Boote, Ferienhütten und kleine Inselanlagen.

  • 12 / 24 V (100/20: auch 48 V)
  • 75 V oder 100 V PV
  • 10–20 A
  • Bluetooth
  • VE.Direct
Max. PV-Spannung75 / 100 V
Ladestrom10–20 A
Modulleistung (Nennleistung)145–1160 W
Maximaler Wirkungsgrad98 %
Technische Daten gemäß dem Victron Energy Datenblatt „SmartSolar MPPT 75/10, 75/15, 100/15, 100/20-48 V“. Unabhängige Beschreibung, aktualisiert: 18.09.2026. Quellen
Einsatzbereiche

Bindeglied zwischen Modulen und Batterie

Ein Photovoltaikmodul liefert eine höhere Spannung, als die Batterie benötigt, und verändert sie mit jeder Wolke. Der MPPT-Regler (Maximum Power Point Tracking) sucht laufend den Punkt, an dem das Modul die höchste Leistung liefert, und wandelt den Spannungsüberschuss in einen höheren Ladestrom um.

Laut Hersteller liefert die schnelle Nachführung des Leistungspunkts bei wechselnder Bewölkung bis zu 30% mehr Energie als ein PWM-Regler und bis zu 10% mehr als langsamere MPPT-Regler.

  • lädt Blei-Säure-, AGM-, Gel- und Lithiumbatterien (programmierbarer Algorithmus),
  • Anzeige und Einstellungen auf dem Smartphone über Bluetooth,
  • eigener Lastausgang, der die Batterie vor Tiefentladung schützt.
SmartSolar MPPT 100/20 — Ansicht schräg von vorn
Das nebenstehend beschriebene Gerät. SmartSolar MPPT 100/20 — schräge Vorderansicht
App VictronConnect

Smartphone statt Display

Alle Aktivitäten des Reglers sehen Sie in der kostenlosen App VictronConnect (Android, iOS, macOS, Windows). Ohne Kabel und ohne zusätzliches Bedienpanel — Bluetooth auf dem Smartphone genügt. Ausnahme: VictronConnect unter Windows unterstützt kein Bluetooth — die Verbindung erfolgt ausschließlich über die VE.Direct–USB-Schnittstelle.

VictronConnect: Statusanzeige des MPPT-Ladereglers 100/15
Live-Status — Modulleistung, Batteriespannung und -strom, Ladephase
VictronConnect: Ertragsverlauf der letzten Tage
Verlauf — täglicher Energieertrag, minimale und maximale Spannungen
VictronConnect: Einstellungsmenü des Ladereglers
Einstellungen — Batterietyp, Ladespannungen, Lastausgang, Beleuchtung
VRM-Portal auf Laptop, Smartphone und Smartwatch
Fernzugriff über VRM. Nach dem Anschluss an ein GX-Gerät (z. B. Cerbo GX) per VE.Direct-Kabel werden die Daten des Ladereglers an das kostenlose VRM-Portal übertragen.
Diagramm des Solarertrags im VRM-Portal
Ertragsdiagramme. In VRM sehen Sie den Solarertrag über längere Zeiträume, auch von mehreren Ladereglern gleichzeitig.
Funktionen

Was SmartSolar MPPT kann

Schnelles MPPT-Tracking

Reagiert auf wechselnde Sonneneinstrahlung bei durchziehenden Wolken — gerade dann ist der Vorteil gegenüber einfacheren Ladereglern am größten.

Lastausgang

Verbraucher am Anschluss LOAD werden abgeschaltet, wenn die Batteriespannung auf den eingestellten Wert fällt (z. B. 11,1 V oder 11,8 V bei 12 V). Der Ausgang ist kurzschlussfest.

BatteryLife

Reicht die Sonne nicht aus, um die Batterie täglich vollständig zu laden, schaltet der Laderegler die Verbraucher schrittweise früher ab — damit die Batterie etwa einmal pro Woche nahezu 100% erreicht.

Temperaturkompensation

Der integrierte Sensor korrigiert die Ladespannungen (−16 mV/°C für 12 V). Genauere Messwerte liefern Smart Battery Sense (Batteriespannung und -temperatur) oder BMV-712/SmartShunt (Spannung; Temperatur nur mit optionalem Sensor) — die Daten werden drahtlos über VE.Smart übertragen.

Hilfe für entladene Batterien

Beginnt auch bei einer vollständig entladenen Batterie mit dem Laden und stellt die Verbindung zu einer Lithiumbatterie wieder her, die sich selbst abgeschaltet hat.

Verlauf und VE.Direct

Tageshistorie für 30 Tage (Ertrag, minimale und maximale Spannungen) sowie Trends für 46 Tage (Batteriespannung, -strom und -temperatur, PV-Spannung und -Strom). Über den VE.Direct-Anschluss lässt sich der Laderegler mit einem GX-Gerät, Computer oder anderen Gerät verbinden.

Modelle und technische Daten

Vier Modelle im Vergleich

ParameterMPPT 75/10MPPT 75/15MPPT 100/15MPPT 100/20-48V
Batteriespannung12/24 V12/24 V12/24 V12/24/48 V, 36 V manuell
Ladestrom10 A15 A15 A20 A
Max. Modulspannung (Voc)75 V75 V100 V100 V
Max. PV-Kurzschlussstrom (Isc)13 A15 A15 A20 A
Modulleistung bei 12 V145 W220 W220 W290 W
Modulleistung bei 24 V290 W440 W440 W580 W
PV-Leistung bei 48 V———1160 W
Lastausgang (max.)15 A15 A15 A20 A (12/24 V), 1 A (36/48 V)
Gewicht0,5 kg0,5 kg0,6 kg0,65 kg
Abmessungen (H × B × T)100 × 113 × 40 mm100 × 113 × 40 mm100 × 113 × 50 mm100 × 131 × 60 mm

Die „nominale“ PV-Leistung ist der Wert, bei dem der Laderegler den vollen Ladestrom liefert. Sie können mehr anschließen — der Laderegler begrenzt dann die Eingangsleistung. Die maximale Spannung Voc und der Kurzschlussstrom Isc dürfen jedoch nicht überschritten werden — dies kann den Laderegler beschädigen. Hinweis: Beim 75/10 widersprechen sich die Herstellerangaben — das Datenblatt nennt 13 A, das technische Handbuch 10 A. Beim Modell 100/20 liefert der Lastausgang bei einer Batterie mit 36 oder 48 V nur 1 A — ausreichend zur Ansteuerung eines Relais. Für größere PV-Anlagen wählen Sie einen Laderegler der Serie SmartSolar 150 V und 250 V, für große 48-V-Anlagen mit langen Modulstrings den SmartSolar MPPT RS 450.

SmartSolar MPPT 100/20 — LED-Anzeige: Bulk, Absorption, Float
Die Unterschiede zeigen sich am Gehäuse. SmartSolar MPPT 100/20 — Bedienfeld mit LEDs: Bulk, Absorption, Float
SmartSolar MPPT 75/10
75/10 und 75/15 — dasselbe kompakte Gehäuse, bis 75 V PV-Spannung.
SmartSolar MPPT 100/15
100/15 — bis 100 V PV-Spannung. Zwei Module in Reihe sind nur möglich, wenn ihre Voc bei Frost diesen Wert nicht überschreitet — berechnen Sie dies vor dem Kauf.
SmartSolar MPPT 100/20
100/20-48V — das einzige der vier Modelle, das eine 48-V-Batterie unterstützt.
Maximaler Wirkungsgrad
98%
Ladealgorithmus
mehrstufig, adaptiv
Absorption / Float (12 V, Standard)
14,4 / 13,8 V (einstellbar)
Ladebeginn
wenn PV-Spannung > Batteriespannung + 5 V
Betriebstemperatur
−30 … +60 °C (voller Strom bis 40 °C)
Klemmen
bis 6 mm² (AWG10)
Schutzart
IP43 Elektronik, IP22 Anschlüsse
Gespeicherter Verlauf
30 Tage (Tageshistorie), 46 Tage (Trends)
Auswahl passend zu den PV-Modulen

Laderegler auswählen — in drei Schritten

Schritt 1 · Spannung

Voc bei Frost < Grenzwert

Addieren Sie die Voc der in Reihe geschalteten Module und berechnen Sie den Wert für die niedrigste Temperatur anhand des Koeffizienten im Moduldatenblatt. Das Ergebnis muss unter 75 V bzw. 100 V liegen — Victron empfiehlt min. 10% Reserve.

2 × 37 V × (1 + 45 × 0,35%) ≈ 85,7 V → 100 V
Schritt 2 · Kurzschlussstrom

Summe Isc ≤ Grenzwert

Bei parallel geschalteten Modulen addieren sich die Ströme. Die Summe der Isc darf 13–20 A (je nach Modell) nicht überschreiten.

1 × 11,5 A < 20 A → OK
Schritt 3 · Leistung

PV-Leistung ≈ Nennleistung

Bei einer 12-V-Batterie nutzt das Modell 100/20 etwa 290 W PV-Leistung. Eine höhere Leistung schadet nicht, wird aber zur Mittagszeit begrenzt.

2 × 400 W bei 24 V → 100/20 liefert ca. 580 W
Beispiel: zwei 400-W-Module im 12-V-Wohnmobil

Ein 400-W-Modul mit Voc 37 V und einem Koeffizienten von −0,35%/°C (prüfen Sie Ihr Typenschild — Module mit 72 Zellen haben eine Voc von ca. 45–50 V). Zwei in Reihe ergeben 74 V — laut Datenblatt unter 75 V, bei −20 °C jedoch etwa 86 V. Ein 100-V-Laderegler ist erforderlich. Bei 12 V liefert das Modell 100/20 max. 20 A, also etwa 290 W — bei 800 W PV-Leistung empfiehlt sich ein größerer Laderegler (z. B. 100/50) oder der Wechsel auf 24 V.

Voc und Isc vom Typenschild Ihres Moduls ablesen

Die obigen Zahlen sind Beispiele. Die Leerlaufspannung der Module (Voc) steigt, wenn die Temperatur unter 25 °C fällt — pro Grad um den Prozentsatz, den der Voc-Temperaturkoeffizient im Moduldatenblatt angibt. Bei Victron BlueSolar-Modulen (−0,35%/°C) sind das bei −20 °C etwa 16% mehr als im Datenblatt. Victron empfiehlt mindestens 10% Spannungsreserve und in kaltem Klima eine Berechnung der Voc für die niedrigste zu erwartende Temperatur. Berechnen Sie dies mit dem MPPT-Rechner.

SmartSolar MPPT 75/15 — kleinstes Gehäuse der Serie
Ihre Auswahl. SmartSolar MPPT 75/15 — das kleinste Gehäuse der Serie
Typischer Aufbau

SmartSolar MPPT anschließen

PV-Module an den Laderegler, Laderegler an die Batterie, kleine Verbraucher an den Ausgang LOAD. Bewegen Sie den Mauszeiger über ein Element des Schaltplans oder tippen Sie darauf, um die Beschreibung anzuzeigen. Der PV-Eingang ist nicht vom Batteriestromkreis isoliert — PV-, Batterie- und Steuerstromkreise gelten als gefährlich und sollten für den Benutzer nicht zugänglich sein. Schützen Sie die PV- und Batterieanschlüsse vor versehentlichem Berühren; montieren Sie den Laderegler in einem Gehäuse oder verwenden Sie die optionale WireBox.

PV +/− BATT (Sicherung) LOAD Bluetooth VE.Direct PV-Module SmartSolar MPPT Batterie Battery Sense DC-Lasten Cerbo GX
Gleichstrom (DC) Kommunikation
Bewegen Sie den Mauszeiger über ein Element des Schaltplans oder tippen Sie darauf.
  1. PV-Module → PV-AnschlüsseString-Voc mit Frostreserve unter 75/100 V.
  2. Laderegler → BatterieImmer über eine Sicherung nahe der Batterie. Die Batterie wird zuerst angeschlossen.
  3. Ausgang LOAD → DC-VerbraucherPassend zur Systemspannung; beim 100/20 im 36/48-V-System nur 1 A.
  4. Smart Battery SenseÜberträgt Batteriespannung und -temperatur drahtlos.
  5. VE.Direct → Cerbo GXOptional: Überwachung am GX-Gerät und im VRM-Portal.
Weißer Camper auf felsigem Gelände
Wohnmobil und Kastenwagen. 1–2 Module auf dem Dach und ein kleiner Laderegler reichen für Wochenendausflüge — die Auslegung berechnen Sie mit dem Rechner.
Yacht auf offener See
Yacht. Module auf dem Bimini oder an der Reling halten die Verbraucherbatterien beim Ankern geladen.
Montage

Worauf Sie beim Anschluss achten sollten

Zuerst die Batterie, dann die PV-Module

Der Laderegler erkennt die Batteriespannung (12 oder 24 V) nur bei der ersten Inbetriebnahme. Reihenfolge laut Handbuch: Batterie → 10 s warten und Systemspannung in VictronConnect prüfen → DC-Verbraucher → PV-Module → VE.Direct. Decken Sie die Module vor dem PV-Anschluss lichtdicht ab, berühren Sie keine unisolierten Kabelenden und verwenden Sie ausschließlich isolierte Werkzeuge. Die PV-Module dürfen nur dann zuerst angeschlossen werden, wenn die Systemspannung manuell eingestellt wurde. Eine 36-V-Batterie muss immer manuell eingestellt werden.

Sicherung an der Batterie

Sichern Sie das Kabel vom Laderegler zur Batterie möglichst nahe an der Batterie ab — auch wenn der Laderegler eine externe Sicherung hat: 75/10 — 15–20 A, 75/15 und 100/15 — 20–25 A, 100/20 — 25–30 A.

Senkrecht, Anschlüsse nach unten

Auf nicht brennbarem Untergrund, mit min. 10 cm Freiraum über und unter dem Gehäuse, höchstens 3 m von der Batterie entfernt, aber niemals direkt darüber. Für eine korrekte Temperaturkompensation sollte die Differenz zwischen den Umgebungstemperaturen von Regler und Batterie 5 °C nicht überschreiten. Verwenden Sie bei größeren Unterschieden eine direkte Messung der Batterietemperatur. Installieren Sie das Modell 100/15 in einem geeigneten Brandschutzgehäuse gemäß IEC 62109-1 und den örtlichen Anforderungen. Die Klemmen nehmen Kabel bis 6 mm² auf; verwenden Sie flexible, feindrähtige Kupferleitungen (Einzeldraht max. 0,4 mm oder 0,125 mm²) und ziehen Sie die Klemmen mit 0,75 Nm an.

Was Sie vermeiden müssen

Schließen Sie keine Solarmodule mit Leistungsoptimierern an — diese können den Regler dauerhaft beschädigen. Sorgen Sie für eine Trennmöglichkeit der Module (PV-Trennschalter). Schließen Sie den Wechselrichter nicht an den LOAD-Ausgang an, sondern ausschließlich direkt an die Batterie.

Batterietyp in der App einstellen

Die Standardspannungen (14,4 / 13,8 V) eignen sich für viele Batterien. Wählen Sie für LiFePO4 jedoch das passende Profil und prüfen Sie die Spannungen in der Batteriedokumentation.

Anschlüsse BATT, PV und LOAD des SmartSolar MPPT 100/20
Klemmen von links (auf dem Foto des 100/20): BATT (Batterie), PV (Solarmodule), LOAD (Verbraucher). Beachten Sie die Polarität: Bei BATT ist die Reihenfolge „+ −“, bei PV und LOAD „− +“.
Diagnose

LEDs und häufige Fehler

Der Regler hat kein Display — Status und Fehler werden über drei LEDs sowie in der App angezeigt. Nachfolgend finden Sie die häufigsten Signale; die vollständige Liste steht im Bereich Fehlercodes für Ladegeräte und MPPT-Laderegler.

Drei LEDs: Bulk, Absorption, Float

Sie zeigen die Ladephase an und blinken bei einer Störung als Fehlercode. Die Kombinationen erläutert der LED-Decoder; die genaue Fehlernummer sehen Sie in der VictronConnect-App.

Der Regler startet den Ladevorgang nicht

Der Ladevorgang beginnt erst, wenn die Modulspannung die Batteriespannung um 5 V übersteigt. Prüfen Sie auch den PV-Trennschalter, die Polarität und eine mögliche Verschattung der Module. Schritt für Schritt: MPPT lädt nicht.

Err 2 — Batteriespannung zu hoch

Die Spannung an den Klemmen hat den zulässigen Wert überschritten. Prüfen Sie die anderen Ladequellen und den eingestellten Batterietyp.

Err 17 — Überhitzung des Reglers

Das Gerät begrenzt den Strom und ist trotzdem zu heiß. Montieren Sie es senkrecht mit den Klemmen nach unten und lassen Sie 10 cm Freiraum über und unter dem Gehäuse.

Err 26 — Anschlüsse überhitzt

Meist liegt eine lose Verbindung oder ein zu dünnes Kabel vor. Die Klemmen nehmen Kabel bis 6 mm² auf und werden mit 0,75 Nm angezogen.

Err 33 — Überspannung am PV-Eingang

Die Spannung des PV-Generators hat die zulässigen 75 oder 100 V überschritten. Berechnen Sie die Voc des Modulstrings mit Kältereserve im MPPT-Rechner.

Err 11 — hohe Spannungswelligkeit an der Batterie

Meist sind lose Klemmen oder zu dünne Batteriekabel die Ursache. Prüfen Sie den festen Sitz und die Kabelquerschnitte.

Err 119 — Einstellungen verloren

Der Regler kann die Konfiguration nicht lesen. Setzen Sie ihn auf die Werkseinstellungen zurück und konfigurieren Sie ihn erneut in VictronConnect.

Fragen

Häufige Fragen zu SmartSolar MPPT

Lohnt sich MPPT wirklich mehr als ein günstiger PWM-Regler?

Bei kleinen Anlagen mit einem einzelnen 12-V-Modul ist der Unterschied mitunter gering. MPPT bringt die größten Vorteile, wenn die Modulspannung deutlich über der Batteriespannung liegt (z. B. zwei Module in Reihe) und bei wechselnder Bewölkung — der Hersteller gibt bis zu 30% mehr Energie als mit PWM an. Zusätzlich erhalten Sie Bluetooth, Verlaufsdaten und die Zusammenarbeit mit dem übrigen Victron-System.

Kann ich mehr Solarmodule anschließen, als die „Nennleistung“ vorgibt?

Ja — der Regler begrenzt die Leistung, sodass an sonnigen Mittagen ein Teil der Energie ungenutzt bleibt. Morgens, abends und an bewölkten Tagen erzielen Sie jedoch einen höheren Ertrag. Die maximale Leerlaufspannung Voc (75/100 V) und der Kurzschlussstrom Isc dürfen dagegen nicht überschritten werden.

Ich habe zwei unterschiedliche Solarmodule. Kann ich sie an einen Regler anschließen?

Unterschiedliche Module in einem String verringern den Ertrag — das schwächere Modul bestimmt den Strom. Verwenden Sie besser für jedes Modul (oder jede Gruppe gleicher Module) einen eigenen Regler. Mehrere SmartSolar-Regler können dieselbe Batterie laden und sich drahtlos über VE.Smart Networking synchronisieren.

Lädt SmartSolar Lithiumbatterien?

Ja. In der App wählen Sie ein LiFePO4-Profil oder stellen die Spannungen manuell ein. Bei Lithiumbatterien sollte das System ein BMS besitzen, das den Ladevorgang bei Bedarf stoppt — in Victron-Systemen lässt sich der Regler darüber beispielsweise über ein GX-Gerät steuern.

Was bringt Smart Battery Sense, wenn der Regler die Spannung selbst misst?

Der Regler misst die Spannung an seinen eigenen Klemmen — bei hohem Strom liegt sie wegen des Spannungsabfalls in den Kabeln über der Batteriespannung. Smart Battery Sense misst Spannung und Temperatur direkt an der Batterie und überträgt sie drahtlos. Dadurch wird die Ladung präziser.

Wozu dienen der LOAD-Ausgang und der BatteryLife-Modus?

An LOAD werden DC-Verbraucher angeschlossen — der Regler schaltet sie ab, sobald die Batteriespannung den eingestellten Schwellenwert erreicht (z. B. 11,1 oder 11,8 V bei 12 V), und nach dem Laden wieder ein. BatteryLife geht einen Schritt weiter: Bei wenig Sonne schaltet es die Verbraucher von Tag zu Tag früher ab, damit die Batterie etwa einmal pro Woche vollständig geladen wird. Der Wechselrichter darf nicht an LOAD angeschlossen werden, sondern nur direkt an die Batterie.

In welcher Reihenfolge werden die Kabel angeschlossen?

Batterie → 10 Sekunden Pause und Systemspannung in der App prüfen → DC-Verbraucher → Solarmodule → VE.Direct. Der Regler erkennt die Batteriespannung nur bei der ersten Inbetriebnahme; eine 36-V-Batterie muss immer manuell eingestellt werden. Decken Sie die Module vor dem Anschließen lichtdicht ab.

Welche Sicherung und welcher Abstand zur Batterie?

Die Sicherung möglichst nahe an der Batterie installieren: 15–20 A für 75/10, 20–25 A für 75/15 und 100/15 sowie 25–30 A für 100/20. Der Regler wird senkrecht mit den Klemmen nach unten montiert, höchstens 3 m von der Batterie entfernt, aber niemals direkt darüber. Die Temperaturdifferenz zwischen Regler und Batterie sollte 5 °C nicht überschreiten.

Kann ich mich vom Computer aus mit dem Regler verbinden?

Ja, aber VictronConnect unter Windows unterstützt kein Bluetooth — eine VE.Direct–USB-Schnittstelle ist erforderlich. Unter Android, iOS und macOS genügt Bluetooth. Über denselben VE.Direct-Port wird der Regler mit einem GX-Gerät und dem VRM-Portal verbunden.

Quellen

Herstellerdokumentation

Diese Beschreibung haben wir unabhängig auf Grundlage der Herstellerdokumentation erstellt. Bei Abweichungen ist die aktuelle Dokumentation von Victron Energy maßgeblich. Einen Fehler im Inhalt können Sie hier melden.

Inhalt mit der Dokumentation von Victron Energy (Datenblätter und Handbücher) abgeglichen — Stand 19.09.2026. Inhaltlichen Fehler melden · Korrekturprotokoll