
Phoenix Inverter Smart 12/3000 — Seitenansicht
Inverter Smart (ehemals Phoenix Inverter Smart)
Eigenständiger Wechselrichter mit reiner Sinuswelle: Er wandelt Batteriespannung von 12, 24 oder 48 V in 230 V um. Ohne Ladegerät und Umschalter — einfacher und günstiger, wenn Sie die Batterie über Solarmodule oder die Lichtmaschine laden.
- 12 / 24 / 48 V DC
- 1600–5000 VA
- 230 V · 50/60 Hz
- Bluetooth
- ECO-Modus
- IP21
230 V aus der Batterie — und sonst nichts
Der Phoenix Inverter Smart hat eine Aufgabe: Gleichstrom aus der Batterie in 230 V mit reiner Sinuswelle umzuwandeln. Damit versorgen Sie Laptop, Kaffeemaschine, Kühlschrank, Fernseher oder Elektrowerkzeuge — wie an der Steckdose zu Hause.
Im Gegensatz zum MultiPlus-II hat er weder ein integriertes Ladegerät noch einen Umschalter. Er ist eine gute Wahl, wenn Sie die Batterie auf anderem Weg laden — über Solarmodule mit MPPT-Laderegler, die Lichtmaschine mit Orion XS oder ein separates Netzladegerät — und 230 V nur aus der Batterie benötigen.
- Wohnmobile und Kastenwagen, die selten am Campingplatz an Landstrom angeschlossen werden,
- Boote, Ferienhäuser und Inselanlagen mit Solarmodulen,
- Arbeitsfahrzeuge: Elektrowerkzeuge und Geräte am Einsatzort.

Was der Phoenix Inverter Smart bietet
Reine Sinuswelle und hohe Anlaufleistung
Ringkerntransformator und Vollbrückenschaltung. Die hohe Spitzenleistungsreserve hilft beim Einschalten von LED-Netzteilen, Halogenlampen und Elektrowerkzeugen.
ECO-Modus
Sinkt die Last unter den eingestellten Schwellenwert, wechselt der Wechselrichter in den Standby-Modus und prüft etwa alle 3 s (einstellbar: 0–64 s), ob ein Verbraucher eingeschaltet wurde. Ab ca. 60 VA Last (Werkseinstellung) wird er wieder aktiv. Der Verbrauch sinkt im Standby auf 0,6–3,2 W.
Bluetooth
In der VictronConnect-App stellen Sie Ausgangsspannung (210–245 V), Frequenz 50/60 Hz, Abschaltschwellen der Batterie und ECO-Modus ein. Spannungen, Last und Alarme sehen Sie in Echtzeit.
Batterieschutz
Unterspannungsalarm und Abschaltung mit automatischem Neustart. Die dynamische Abschaltung (werkseitig deaktiviert) passt die Schwelle an die Last an — vor allem für OPzS/OPzV-Batterien sinnvoll. Aktivieren Sie sie nicht, wenn weitere Verbraucher an derselben Batterie angeschlossen sind: Der Wechselrichter schaltet sonst zu früh ab.
Ferneinschaltung und Relais
Zweipoliger Anschluss zur Ferneinschaltung (Schalter, Relaiskontakt oder Signal von Plus oder Minus). Programmierbares Relais: Alarm, Unterspannung oder Generatorstart.
VE.Direct
Anschluss für ein GX-Gerät (Cerbo GX, Ekrano GX) und das VRM-Portal oder für einen Computer über die VE.Direct–USB-Schnittstelle.
Vier Leistungsstufen, drei Spannungen
| Parameter | 1600 VA | 2000 VA | 3000 VA | 5000 VA |
|---|---|---|---|---|
| Batteriespannung | 12 / 24 / 48 V | 12 / 24 / 48 V | 12 / 24 / 48 V | 24 / 48 V |
| Dauerleistung bei 25 °C | 1300 W | 1600 W | 2400 W | 4000 W |
| Dauerleistung bei 40 °C | 1200 W | 1450 W | 2200 W | 3700 W |
| Dauerleistung bei 65 °C | 800 W | 1000 W | 1700 W | 2800 W |
| Spitzenleistung | 3000 W | 4000 W | 6000 W | 10 000 W |
| Max. Wirkungsgrad (12 / 24 / 48 V) | 92 / 94 / 94% | 92 / 94 / 94% | 93 / 94 / 95% | — / 95 / 96% |
| Leerlaufverbrauch (12 / 24 / 48 V) | 8 / 9 / 11 W | 8 / 9 / 11 W | 12 / 13 / 15 W | — / 18 / 20 W |
| Verbrauch im ECO-Modus (12 / 24 / 48 V) | 0,6 / 1,3 / 2,1 W | 0,6 / 1,3 / 2,1 W | 1,5 / 1,9 / 2,8 W | — / 2,2 / 3,2 W |
| Gewicht | 12 kg | 13 kg | 19 kg | 29 kg (24 V) / 28 kg (48 V) |
| Abmessungen (H × B × T) | 485 × 219 × 125 mm | 485 × 219 × 125 mm | 533 × 285 × 150 mm (12 V) 485 × 285 × 150 mm (24/48 V) | 595 × 295 × 160 mm (24 V) 555 × 295 × 160 mm (48 V) |
| Batterieanschluss | M8-Schrauben | M8-Schrauben | 12/24 V: 2+2 M8-Schrauben 48 V: M8-Schrauben | 24 V: 2+2 M8-Schrauben 48 V: M8-Schrauben |
So lesen Sie die Modellbezeichnung: 12/3000 = 12-V-Batterie, Leistung 3000 VA. Die Leistungsangabe in VA gilt für nichtlineare Lasten; in Watt liefert das Modell mit 3000 VA bei 25 °C eine Leistung von 2400 W. Mit steigender Umgebungstemperatur sinkt die Leistung — bei 40 °C sind es nur noch 2200 W. Das Modell mit 5000 VA ist nicht als 12-V-Version erhältlich.



- Ausgangsspannung
- 230 V ±2%, 50 oder 60 Hz
- Ausgangsspannungsregelung
- 210–245 V
- DC-Spannungsbereich
- 9,3–17 / 18,6–34 / 37,2–68 V
- Parallel- und Dreiphasenbetrieb
- nein
- Betriebstemperatur
- −40 … +65 °C (mit Leistungsreduzierung); empfohlene Umgebungstemperatur −20 … +40 °C
- Gehäuse
- Stahl, IP21
- Relais
- AC: 3 A / 230 V (laut Handbuch); DC: 4 A bis 35 V, 1 A bis 60 V
- EMV-Typgenehmigung für Fahrzeuge
- ECE R10-5
Batterie → Phoenix → 230-V-Steckdosen
Der Phoenix entnimmt der Batterie nur Energie. Separate Geräte übernehmen das Laden. Bewegen Sie den Mauszeiger über ein Element im Schaltplan oder tippen Sie darauf, um die Beschreibung anzuzeigen.
- MPPT · Orion XS · Ladegerät → BatterieLaden über Solarmodule, Lichtmaschine und Steckdose — mit separaten Geräten.
- Batterie → PhoenixÜber Sicherung und Trennschalter, mit kurzen Kabeln und großem Querschnitt.
- Phoenix → 230-V-VerbraucherReine Sinusspannung wie aus der Steckdose zu Hause.
- Smartphone / Cerbo GXBluetooth oder VE.Direct: Überwachung, Einstellungen, Alarme.



Was sich unter der Abdeckung befindet



- Batterie — M8-Schrauben (bei größeren Modellen mit 12 und 24 V zwei Paare), mit einem isolierten Steckschlüssel auf höchstens 11 Nm anziehen. Achten Sie auf die richtige Polarität und schließen Sie die Kabel nicht kurz.
- Keine interne Sicherung — die DC-seitige Sicherung muss extern gemäß der Tabelle unten installiert werden.
- AC-Ausgang — Klemmen L, N und PE. Der Neutralleiter ist werkseitig mit dem Gehäuse verbunden; für einen potentialfreien Ausgang muss diese Brücke gemäß Handbuch getrennt werden. Das Gehäuse muss geerdet sein.
- Fern-Ein/Aus — der Wechselrichter startet, wenn Sie die Klemmen H und L verbinden (Brücke, Schalter, Inverter Control-Panel) oder H mit Batterieplus und L mit Batterieminus verbinden. So lässt er sich über die Fahrzeugzündung oder ein Signal des Lithiumbatterie-BMS steuern.
- Das Abziehen des Fernsteuerungssteckers schaltet den Wechselrichter vollständig aus — dann lässt er sich weder per Taste noch über Bluetooth einschalten. Praktisch bei Wartungsarbeiten.
- Programmierbares Relais und VE.Direct — Relais für Alarm, Unterspannung oder Generatorstart; VE.Direct-Anschluss für ein GX-Gerät oder einen Computer.

Phoenix Inverter Smart oder MultiPlus-II?
Phoenix Inverter Smart
1600–5000 VA mit Bluetooth, ECO-Modus und Relais. Wählen Sie ihn, wenn Solarmodule oder Lichtmaschine die Batterie laden und 230 V nur aus der Batterie bereitgestellt werden sollen.
1600–5000 VA · 12/24/48 VPhoenix Inverter VE.Direct
Dasselbe Konzept im kleineren Maßstab: 250–1600 VA, VE.Direct-Anschluss und ECO-Modus, ohne integriertes Bluetooth. Produktseite Phoenix Inverter VE.Direct.
250–1600 VAMultiPlus-II
Wechselrichter, Ladegerät und Transferschalter in einem Gehäuse — Umschaltung in weniger als 20 ms, Parallel- und Dreiphasenbetrieb. Produktseite MultiPlus-II.
USV + Ladegerät| Phoenix Inverter Smart | MultiPlus-II | |
|---|---|---|
| 230-V-Wechselrichter | ja | ja |
| Ladegerät für Netz / Generator | nein | ja |
| Transferschalter (USV) | nein* | ja, < 20 ms |
| Parallelbetrieb / 3 Phasen | nein | ja |
| Bluetooth integriert | ja | über Adapter |
| ECO-Modus | ja | ja (Suchmodus) |
| Wann wählen? | Sie laden über Solarmodule / Lichtmaschine | Sie haben häufig Zugang zu Netz oder Generator |
Wählen Sie den Phoenix, wenn Sie selten einen Netzanschluss nutzen und Sonne sowie Lichtmaschine die Batterie laden. Er ist einfacher aufgebaut — ohne Ladegerät und AC-Transferschalter.
Wählen Sie den MultiPlus-II, wenn Sie häufig auf Campingplätzen mit Stromanschluss stehen, einen Generator haben oder eine unterbrechungsfreie Stromversorgung wie bei einer USV benötigen. Ladegerät und Transferschalter sind dann in einem Gehäuse integriert. MultiPlus-II auswählen.
* Für kleine Wechselrichter empfiehlt der Hersteller den automatischen Transferschalter Filax 2 (max. 16 A, Umschaltung innerhalb von 16 ms) oder einen MultiPlus mit integriertem Transferschalter. 16 A bei 230 V entsprechen ca. 3,7 kVA — ausreichend für Modelle mit 1600–3000 VA; bei 5000 VA (ca. 22 A bei voller Leistung) ist ein Transferschalter für höhere Ströme oder ein MultiPlus-II erforderlich.

Klassische Baureihe mit VE.Bus-Anschluss — 1200–5000 VA, auch mit 48 V, Parallelbetrieb mit bis zu sechs Geräten und Dreiphasenbetrieb: Phoenix Inverter (VE.Bus).
Wechselrichterleistung und Batteriestrom
Addieren Sie die Leistung der Geräte, die gleichzeitig laufen sollen. Wählen Sie ein Modell, dessen Dauerleistung (in Watt, bei der vorgesehenen Betriebstemperatur) über dieser Summe liegt. Beachten Sie, dass auf der Batterieseite hohe Ströme fließen — je niedriger die Systemspannung, desto höher der Strom.
| 230-V-Last | 12-V-Batterie | 24-V-Batterie | 48-V-Batterie | Ausreichendes Modell |
|---|---|---|---|---|
| Laptop und Beleuchtung · 300 W | ca. 27 A | ca. 13 A | ca. 7 A | 1600 VA |
| Kaffeemaschine · 1200 W | ca. 110 A | ca. 53 A | ca. 27 A | 1600 VA bei Hitze knapp ausreichend (liefert bei 40 °C 1200 W), 2000 VA mit Reserve |
| Wasserkocher · 2000 W | ca. 180 A | ca. 89 A | ca. 44 A | 3000 VA |
| Induktionskochfeld · 3500 W | — | ca. 155 A | ca. 77 A | 5000 VA |
Die Stromwerte sind unsere Näherungswerte: Leistung ÷ Batteriespannung ÷ Wirkungsgrad (92–96%). Bei entladener Batterie ist der Strom noch höher. Das Modell 5000 VA gibt es nicht als 12-V-Version.
Bei 12 V erfordern Ströme über 150–200 A sehr dicke Kabel, große Sicherungen und Batterien mit hohem Entladestrom. Ein 24-V- oder 48-V-System überträgt dieselbe Leistung bei halbiertem bzw. gevierteltem Strom.
Die Spitzenleistung (z. B. 6000 W beim Modell 3000 VA) ermöglicht das Starten von Geräten mit hohem Anlaufstrom. Bei Dauerlast dürfen Sie jedoch nicht mit ihr rechnen.

Welche Kabel verbinden Wechselrichter und Batterie?
Im Wechselrichter ist keine Sicherung eingebaut — sie wird extern nahe der Batterie montiert. Die folgenden Werte stammen aus dem Handbuch. Bei zwei Kabeln pro Pol muss jedes Kabel den Sicherungsstrom tragen können. Batteriekabel dürfen nicht in einem geschlossenen Kabelkanal verlegt werden.
| Modell | Kabelquerschnitt 0–5 m | Kabelquerschnitt 5–10 m | Sicherung | Batteriekapazität |
|---|---|---|---|---|
| 1600 VA | ||||
| 12/1600 | 70 mm² | nicht empfohlen | 250 A | 300–800 Ah |
| 24/1600 | 35 mm² | 70 mm² | 125 A | 150–400 Ah |
| 48/1600 | 16 mm² | 25 mm² | 60 A | 75–200 Ah |
| 2000 VA | ||||
| 12/2000 | 70 mm² | nicht empfohlen | 300 A | 350–1000 Ah |
| 24/2000 | 50 mm² | 95 mm² | 150 A | 200–500 Ah |
| 48/2000 | 25 mm² | 50 mm² | 80 A | 100–250 Ah |
| 3000 VA | ||||
| 12/3000 | 90 mm² | 2 × 70 mm² | 400 A | 400–1200 Ah |
| 24/3000 | 50 mm² | 2 × 50 mm² | 250 A | 200–700 Ah |
| 48/3000 | 35 mm² | 2 × 35 mm² | 125 A | 100–400 Ah |
| 5000 VA | ||||
| 24/5000 | 90 mm² | 2 × 95 mm² | 400 A | 300–1500 Ah |
| 48/5000 | 70 mm² | 2 × 70 mm² | 200 A | 150–700 Ah |
Kabelquerschnitt und Batteriekapazität müssen gemeinsam ausgelegt werden: Zu dünne Kabel verursachen einen Spannungsabfall, der die Spannungswelligkeit an den Anschlüssen erhöht und den Wechselrichter mit dem Alarm „DC ripple“ abschalten kann. Eine zu kleine Batterie hat bei hoher Last denselben Effekt.
Allgemeine Regeln zur Auslegung von Sicherungen und Kabelquerschnitten finden Sie im Ratgeber Kabelquerschnitte und DC-Sicherungen. Die batterieseitigen Ströme für bestimmte Verbraucher zeigt die Tabelle oben.

Worauf Sie achten sollten
Zwischen Batterie und Wechselrichter müssen eine Sicherung und ein Trennschalter installiert sein, die zum Modell passen. Entnehmen Sie Kabelquerschnitte und Sicherungswerte dem Handbuch — bei 12 V erreichen die Ströme über 200 A. Verwenden Sie beim DC-Anschluss einen isolierten Steckschlüssel. Vermeiden Sie Kurzschlüsse der Batteriekabel, beachten Sie die Polarität (+ an +, − an −) und überschreiten Sie das Anzugsdrehmoment von 11 Nm nicht.
Der Wechselrichterausgang darf weder mit dem Netz noch mit einem Generator verbunden werden. Der Wechselrichter verfügt über einen Schutz gegen 230 V am Ausgang, zum Umschalten der Stromquellen ist jedoch ein separater Umschalter erforderlich (z. B. Filax 2 — bis 16 A). Die 230-V-Installation sollte eine Elektrofachkraft ausführen. Das Gehäuse (Chassis) muss geerdet sein. Der Neutralleiter des AC-Ausgangs ist mit dem Gehäuse verbunden. Für einen potentialfreien Ausgang muss die Neutralleiter-Erdungs-Verbindung gemäß Handbuch entfernt werden.
Das Gehäuse ist nicht wasserdicht. Montieren Sie den Wechselrichter an einem trockenen, gut belüfteten Ort: geschützt vor Wasser, Regen und Feuchtigkeit, ohne direkte Sonneneinstrahlung und niemals unmittelbar über Batterien. Lassen Sie rund um das Gerät mindestens 10 cm Freiraum.
Über den Anschluss zur Ferneinschaltung lässt sich der Wechselrichter mit einem einfachen Schalter oder dem Bedienpanel Inverter Control ausschalten, ohne in das Staufach greifen zu müssen.

Einstellungen in der App und Werkseinstellungen
Alle Einstellungen werden in der App VictronConnect über Bluetooth oder den VE.Direct-Anschluss geändert. Ab Werk liefert der Wechselrichter 230 V und 50 Hz; die dynamische Abschaltung ist deaktiviert.
| Ausgangsspannung und -frequenz | 230 V, 50 Hz; einstellbar: 210–245 V, 50 oder 60 Hz |
| ECO-Modus — Einschaltschwelle | 60 VA (Bereich von 0 VA bis zur Nennleistung) |
| ECO-Modus — Abschaltschwelle | 50 VA (Bereich von 0 VA bis zur Nennleistung) |
| ECO-Modus — Intervall zwischen Prüfimpulsen | 3 s (Bereich 0–64 s), Prüfdauer 0,16 s (0,08–5 s) |
| Einsparung im ECO-Modus | Eigenverbrauch um etwa 85% geringer |
| Abschaltung bei niedriger Spannung | 9,3 V / 18,6 V / 37,2 V (12 / 24 / 48 V) |
| Neustart und Alarm bei niedriger Spannung | 10,9 V / 21,8 V / 36,6 V |
| Ladeerkennung | 14 V / 28 V / 56 V — danach erlischt der Unterspannungsalarm |
| Dynamische Abschaltung | deaktiviert |
Der Neustartwert für 48 V (36,6 V) liegt im Handbuch unter der Abschaltschwelle (37,2 V) — dies ist eine Unstimmigkeit im Herstellerdokument. Prüfen Sie bei 48-V-Batterien diese Schwellen in der App und stellen Sie sie gezielt ein.
Die dynamische Abschaltung passt die Abschaltschwelle an den aus der Batterie entnommenen Strom an: Bei hohem Strom ist die Schwelle niedriger, bei geringem Strom höher. Dies kompensiert den Spannungsabfall am Innenwiderstand der Batterie. Die Funktion ist bei OPzV- und OPzS-Batterien sinnvoll, bei Gel- und AGM-Batterien weniger und bei Lithiumbatterien praktisch gar nicht — deren Entladekurve ist nahezu flach.
Der ECO-Modus wird auf die Verbraucher abgestimmt: Induktive Lasten benötigen andere Schwellen als Schaltnetzteile. Schaltet sich der Wechselrichter trotz angeschlossenem Verbraucher ständig ein und aus, ist die Last im Verhältnis zur Einschaltschwelle zu gering — senken Sie die Schwelle oder erhöhen Sie die Last.

Was die LEDs anzeigen
Auf der Vorderseite befinden sich nur drei LEDs: die grüne „inverter“, die gelbe „ECO“ und die rote „alarm“. Nachfolgend ihre Kombinationen gemäß Handbuch — dieselben Informationen sind in der App VictronConnect und über den VE.Direct-Anschluss im VRM-Portal sichtbar.
Alle LEDs aus
Der Wechselrichter ist ausgeschaltet oder hat keine Stromversorgung. Drücken Sie die Modustaste einmal, prüfen Sie die Brücke oder den Schalter am Fernsteuerungsanschluss und anschließend die DC-Kabel sowie die externe Sicherung — liegt Batteriespannung an den Anschlüssen an?
Grüne LED leuchtet
Normalbetrieb — der Wechselrichter versorgt die 230-V-Verbraucher.
Grün blinkt, gelbe ECO-LED leuchtet
ECO-Modus im Standby: Die Last liegt unter der Einschaltschwelle, daher sendet der Wechselrichter alle paar Sekunden einen Prüfimpuls. Schaltet er sich trotz angeschlossenem Verbraucher ständig ab, senken Sie die Einschaltschwelle oder erhöhen Sie die Last.
Grün blinkt, Rot blinkt
Ein Firmware-Update läuft oder ist fehlgeschlagen. Wiederholen Sie das Update in der App VictronConnect.
Grün leuchtet, Rot leuchtet
Überlastwarnung — die Last überschreitet die Nennleistung. Reduzieren Sie sie, bevor sich der Wechselrichter abschaltet.
Grün blinkt doppelt, Rot leuchtet
Überlastalarm: Der Wechselrichter hat sich nach längerer Überlast abgeschaltet und startet nicht selbstständig neu. Beseitigen Sie die Ursache und starten Sie ihn durch Aus- und Einschalten neu.
Grün leuchtet, Rot blinkt langsam
Warnung vor niedriger Batteriespannung. Laden Sie die Batterie oder schalten Sie einige Verbraucher aus. Prüfen Sie auch den festen Sitz der Anschlüsse und den Kabelquerschnitt.
Grün blinkt doppelt, Rot blinkt langsam
Unterspannungsalarm — der Wechselrichter hat sich abgeschaltet. Laden Sie die Batterie oder schalten Sie das Gerät aus und wieder ein. Prüfen Sie die Spannung an den Anschlüssen, die Sicherungen und die DC-Kabel.
Grün leuchtet, Rot blinkt schnell
Warnung vor zu hoher Batteriespannung. Prüfen Sie Ladegeräte, Lichtmaschine und Solarladeregler sowie die Verschaltung der Batteriebank.
Grün leuchtet, Rot blinkt doppelt
Warnung vor hoher Temperatur. Reduzieren Sie die Last oder versetzen Sie den Wechselrichter an einen besser belüfteten Ort.
Rot blinkt mit einzelnen kurzen Impulsen
Die DC-Spannungswelligkeit ist zu hoch. Ziehen Sie die Anschlüsse fest und prüfen Sie Querschnitt und Länge der Batteriekabel — die Spannungswelligkeit entsteht durch den Spannungsabfall an den Kabeln.
Nach einer Überlast ist der Wechselrichter selbstständig neu gestartet
So funktioniert der Schutz: Nach einer Überlastung wartet das Gerät 30 Sekunden und versucht erneut zu starten. Führen drei Versuche innerhalb von jeweils 30 Sekunden erneut zu einer Überlastung, bleibt es bis zum manuellen Neustart ausgeschaltet.
Abschaltung bei hoher Spannung oder Temperatur
In beiden Fällen wartet der Wechselrichter 30 Sekunden und nimmt den Betrieb selbstständig wieder auf, sobald die Spannung sinkt oder das Gerät abgekühlt ist.
Nach einem Unterspannungsalarm startet der Wechselrichter selbstständig, wenn die Spannung mindestens 30 Sekunden über der Neustartschwelle liegt. Nach drei erfolglosen Versuchen bleibt er ausgeschaltet — laden Sie dann die Batterie oder schalten Sie das Gerät aus und wieder ein.
Häufige Fragen zum Phoenix Inverter Smart
Kann der Phoenix Inverter Smart die Batterie über eine Steckdose laden?
Nein. Er ist ein reiner Wechselrichter — er wandelt Batteriestrom in 230 V um, lädt die Batterie aber nicht. Zum Laden am Netz benötigen Sie ein separates Ladegerät (z. B. Blue Smart IP65) oder einen Wechselrichter/Ladegerät wie den MultiPlus-II.
Wie viel Strom verbraucht der Wechselrichter ohne eingeschaltete Verbraucher?
Das Modell 12/1600 nimmt ohne Last 8 W auf, im ECO-Modus nur 0,6 W. Bei 12 V entspricht das einer Differenz von etwa 15 Ah pro Tag. Der ECO-Modus lohnt sich daher, wenn der Wechselrichter rund um die Uhr für selten genutzte Verbraucher läuft.
Schaltet der ECO-Modus meinen Kühlschrank oder mein Handy-Ladegerät ab?
Geräte mit sehr geringer Leistungsaufnahme überschreiten möglicherweise die Einschaltschwelle nicht und werden vom Wechselrichter „nicht erkannt“. Die Schwelle können Sie in der VictronConnect-App einstellen. Soll ein Gerät ohne Unterbrechung laufen, senken Sie die Einschaltschwelle oder deaktivieren Sie den ECO-Modus.
Kann ich zwei Phoenix-Wechselrichter für mehr Leistung zusammenschalten?
Nein. Laut Datenblatt unterstützt der Phoenix Inverter Smart weder Parallel- noch Dreiphasenbetrieb. Wenn Sie mehr Leistung benötigen, wählen Sie ein größeres Modell oder den MultiPlus-II, bei dem sich bis zu 6 Geräte zusammenschalten lassen.
Wie schalte ich Verbraucher zwischen Wechselrichter und Landstrom um?
Der Hersteller empfiehlt den automatischen Transferschalter Filax 2 (max. 16 A, Umschaltzeit bis 16 ms) — er reicht für Modelle bis 3000 VA; bei 5000 VA ist ein Schalter für höhere Ströme erforderlich. Eine Alternative ist der MultiPlus-II mit integriertem Transferschalter und Ladegerät.
Hat der Wechselrichter eine interne Sicherung?
Nein. Das Handbuch weist ausdrücklich darauf hin, dass keine interne Sicherung vorhanden ist — die DC-seitige Sicherung wird extern, nahe der Batterie, montiert. Die Werte für jedes Modell finden Sie in unserer Tabelle der Kabelquerschnitte und Sicherungen.
Der Wechselrichter hat nach Überlastung abgeschaltet und startet nicht wieder — warum?
Nach einer Überlastung wartet das Gerät 30 Sekunden und versucht zu starten. Tritt bei drei Versuchen innerhalb von 30 Sekunden nach dem Neustart erneut eine Überlastung auf, bleibt der Wechselrichter dauerhaft ausgeschaltet. Beseitigen Sie die Ursache und starten Sie ihn über den Schalter neu.
Schaltet sich der Wechselrichter nach einer entladenen Batterie selbst wieder ein?
Ja — wenn die Spannung die Neustartschwelle überschreitet (werkseitig 10,9 V bei 12 V und 21,8 V bei 24 V) und mindestens 30 Sekunden darüber bleibt. Nach drei erfolglosen Versuchen bleibt das Gerät ausgeschaltet, bis die Batterie über die Schwelle zur Ladeerkennung geladen wird oder ein manueller Neustart erfolgt.
Kann ich den Wechselrichter über das BMS einer Lithiumbatterie steuern?
Ja. Der Fernsteuerungsanschluss akzeptiert einen einfachen Schaltkontakt oder ein Signal vom Plus- oder Minuspol der Batterie — das Handbuch nennt die Steuerung durch das BMS einer Lithiumbatterie und den Anschluss an das Zündschloss im Fahrzeug als typische Anwendungen. Wird der Fernsteuerungsstecker abgezogen, schaltet sich der Wechselrichter vollständig ab, einschließlich Bluetooth.
Was bedeutet der Alarm „DC ripple“?
Die Spannungswelligkeit an den Batterieklemmen ist zu hoch. Häufigste Ursachen sind lose Klemmen oder zu dünne bzw. zu lange Batteriekabel. Bei diesem Alarm schaltet sich der Wechselrichter ab und muss über den Schalter neu gestartet werden.
Geräte, mit denen er am häufigsten zusammenarbeitet
Herstellerdokumentation
- Datenblatt Inverter Smart 1600–5000 VAPDF · EN
- Produktseite des Herstellers (Handbuch, Zertifikate)victronenergy.com
Diese Beschreibung haben wir unabhängig auf Grundlage der Herstellerdokumentation erstellt. Die Ströme in der Auslegungstabelle beruhen auf unseren Berechnungen. Bei Abweichungen ist die aktuelle Dokumentation von Victron Energy maßgeblich. Fehler im Inhalt können Sie hier melden.
Inhalt mit der Dokumentation von Victron Energy (Datenblätter und Handbücher) abgeglichen — Stand 19.09.2026. Inhaltlichen Fehler melden · Korrekturprotokoll



