
SmartShunt 500 A — Schrägansicht mit den Beschriftungen TO BATTERY MINUS und TO SYSTEM MINUS
SmartShunt
Batteriecomputer im Shunt. Er misst den ein- und ausfließenden Strom, bilanziert die Amperestunden und zeigt den tatsächlichen Ladezustand sowie die Restlaufzeit — auf dem Smartphone, ohne Wanddisplay.
- 300 / 500 / 1000 / 2000 A
- 6,5–70 V
- Bluetooth
- VE.Direct
- IP21 oder IP65
Die Spannung sagt nicht die ganze Wahrheit
Eine LiFePO4-Batterie hält über den größten Teil des Zyklus eine nahezu konstante Spannung — ca. 13,2–13,3 V, unabhängig davon, ob sie zu 80% oder zu 30% geladen ist. Allein mit einem Voltmeter lässt sich die verbleibende Energie nicht beurteilen.
Der SmartShunt arbeitet wie ein Amperestundenzähler: Er zählt die Amperestunden, die in die Batterie hinein- und aus ihr herausfließen. So zeigt er den Ladezustand in Prozent, die bereits verbrauchten Amperestunden und die verbleibende Laufzeit bei aktueller Last an.
- funktioniert mit Lithium-, AGM-, Gel- und Blei-Säure-Batterien,
- für Kapazitäten von 1 bis 32 500 Ah (ab Firmware v4.19; ältere Versionen — bis 9999 Ah),
- als Anzeige dient das Smartphone oder der Bildschirm eines GX-Geräts.

Der gesamte Strom muss durch den Shunt fließen
Der SmartShunt wird in die Minusleitung der Batterie eingebaut. Bewegen Sie den Mauszeiger über ein Element im Schaltplan oder tippen Sie darauf, um die Beschreibung anzuzeigen. Sorgen Sie vor Arbeiten an Batterien für Belüftung, rauchen Sie nicht und vermeiden Sie Funken und offene Flammen. Tragen Sie Augenschutz und Schutzkleidung, legen Sie Metallschmuck ab und seien Sie beim Umgang mit Werkzeugen besonders vorsichtig.
- Batterieminus → TO BATTERY MINUSAnschluss auf der Seite der Anschlüsse Aux und Vbatt+. Am Minuspol der Batterie darf außer dem Shunt nichts angeschlossen sein.
- TO SYSTEM MINUS → gesamte AnlageAnschluss auf der Seite des VE.Direct-Ports: Minusleitungen von Wechselrichter, MPPT-Laderegler, Ladegeräten und Verteilung.
- Batterieplus → Hauptsicherung → AnlageDie Plusleitung führt nicht durch den Shunt.
- Vbatt+ → BatterieplusDünne Leitung mit 1 A Sicherung (im Lieferumfang) — versorgt den SmartShunt und misst die Spannung.
- Aux (optional)Starterbatterie (deren Minuspol an Systemminus), Mittelpunkt oder Temperatursensor.


Was der SmartShunt anzeigt
Ladezustand
Ladezustand in Prozent mit einer Auflösung von 0,1%, verbrauchte Amperestunden und Batteriespannung mit einer Auflösung von 0,01 V (Spannungsmessgenauigkeit ±0,3%).
Restlaufzeit
Rechnet die Stromaufnahme (gemittelt über ca. 3 min) in die Restlaufzeit bis zur Entladegrenze um (Discharge floor, werkseitig 50%). Der Hersteller empfiehlt, sich vorrangig am Ladezustand in Prozent zu orientieren.
Verlauf über ca. 45 Tage
Spannung, Strom, Ladezustand und der Wert am Aux-Eingang werden gespeichert. Hinzu kommen Statistiken: tiefste Entladung und Anzahl der Zyklen.
Aux-Eingang
Zweite Messung nach Wahl: Spannung der Starterbatterie, Mittelpunktabweichung der Batteriebank oder Batterietemperatur (Sensor optional).
Daten für das gesamte System
Über VE.Direct überträgt er Daten an das GX-Gerät und das VRM-Portal. Batteriespannung und -temperatur kann er auch drahtlos an SmartSolar-Laderegler übertragen.
Alarme in der App
Niedriger Ladezustand, zu niedrige oder zu hohe Spannung — in VictronConnect und auf dem GX-Bildschirm. Die Alarme sind werkseitig deaktiviert. Der SmartShunt hat kein Relais — diese Funktion übernimmt das GX-Gerät.


Welche Größe wählen?
Die Zahl im Namen steht für den maximalen Dauerstrom. Wählen Sie die Version anhand des höchsten Stroms in der Anlage — meist fließt dieser durch den Wechselrichter. Beispiel: Ein Wechselrichter mit 3 kVA an einer 12 V Batterie kann ca. 250 A aufnehmen. Wählen Sie daher die Version mit 500 A.




| Version | Abmessungen (H × B × T) | Shunt-Schrauben | Messoffset | IP21 | IP65 |
|---|---|---|---|---|---|
| 300 A | 44 × 120 × 44 mm (IP65: 38 mm tief) | M8 | < 10 mA | ja | ja |
| 500 A | 46 × 120 × 54 mm | M10 | < 10 mA | ja | ja |
| 1000 A | 68 × 168 × 75 mm | M10 | < 20 mA | ja | ja |
| 2000 A | 68 × 168 × 100 mm | M10 | < 40 mA | ja | ja |
IP65-Version — für feuchte Umgebungen
Beim SmartShunt IP65 ist die Elektronik vergossen und abgedichtet. Die 1,5 m langen Messleitungen sind fest herausgeführt, die VE.Direct-Buchse sitzt an einer Leitung. Er eignet sich für Batteriefächer in Booten, Wohnwagen und Geländefahrzeugen.
Für die Verbindung mit einem GX-Gerät ist ein separates VE.Direct-Kabel erforderlich (nicht im Lieferumfang).

- Versorgung
- 6,5–70 V DC
- Batteriekapazität
- 1–32 500 Ah (Firmware ab v4.19)
- Strom- / Spannungsgenauigkeit
- ±0,4% / ±0,3%
- Betriebstemperatur
- −40 … +50 °C
- Bluetooth-Reichweite
- üblicherweise 10–15 m
- Im Lieferumfang
- 2 Leitungen mit 1 A Sicherungen
SmartShunt oder BMV-712 Smart?
SmartShunt
Nur der Shunt mit Bluetooth — Anzeige auf dem Smartphone oder dem Bildschirm eines GX-Geräts. Weniger Kabel und einfachere Montage, da kein Ausschnitt für ein Anzeigepanel erforderlich ist.
300–2000 A · IP21SmartShunt IP65
Vergossene und abgedichtete Elektronik, fest herausgeführte Messleitungen mit 1,5 m Länge und VE.Direct-Buchse — für Batteriefächer in Booten und Geländefahrzeugen.
gleiche Elektronik, IP65-GehäuseBMV-712 Smart
Dieselbe Messung, jedoch mit einem 52 mm Anzeigepanel, akustischem Alarm und programmierbarem Relais (z. B. zum Generatorstart). Produktseite BMV-712 Smart.
Anzeigepanel + Relais| SmartShunt | BMV-712 Smart | |
|---|---|---|
| Messung (Shunt) | ja | ja |
| Bluetooth und VE.Direct | ja | ja |
| Aux-Eingang | ja | ja |
| Display im Anzeigepanel | nein | ja |
| Akustischer Alarm | nein | ja |
| Programmierbares Relais | nein | ja |
| Montage | nur an der Batterie | Shunt + Anzeigepanel im Ausschnitt |


Erste Inbetriebnahme
Geben Sie in der VictronConnect-App die Kapazität der Batteriebank in Ah ein. Ohne diese Angabe sind die Prozentwerte nicht aussagekräftig.
Der SmartShunt erkennt eine vollständige Ladung anhand von drei Bedingungen: Voll-Ladungs-Spannung (Charged voltage — 0,2–0,3 V unter der Erhaltungsspannung des Ladegeräts einstellen), Schweifstrom (Tail current, werkseitig 4%) und die Dauer, für die beide Bedingungen erfüllt sein müssen (Charged detection time, werkseitig 3 min). Die Werkseinstellungen sind für Blei-Säure-Batterien vorgesehen (unter anderem 200 Ah, Peukert-Exponent 1,25, Ladewirkungsgrad 95%, Entladegrenze 50%). Für LiFePO4 empfiehlt das Handbuch: Peukert-Exponent 1,05, Ladewirkungsgrad 99%, Entladegrenze (Discharge floor) 10–20% und einen höheren Schweifstrom, wenn das Ladegerät den Ladevorgang früher beendet. Achtung: Eine Lithiumbatterie kann durch sehr tiefe Entladung oder Überladung irreversibel beschädigt werden. Kleine Lasten können sie langsam entladen, wenn das System nicht genutzt wird. Soll ein System mit Li-ion-Batterie längere Zeit unbeaufsichtigt bleiben, unterbrechen Sie die Plusversorgung des Batteriecomputers. Trennen Sie im Zweifelsfall die Batterie über einen Schalter, eine Sicherung oder durch Abklemmen des Pluspols.
Bei der ersten vollständigen Ladung synchronisiert sich der Zähler und zeigt ab dann den tatsächlichen Ladezustand an. Auch danach synchronisiert er sich bei jeder vollständigen Ladung.
Der Standard-SmartShunt hat ein Gehäuse mit Schutzart IP21 — er ist nicht wasserdicht und muss an einem trockenen Ort montiert werden (auf Yachten besonders wichtig; für feuchte Einbauorte gibt es die IP65-Version). Ziehen Sie die Shunt-Schrauben mit max. 21 Nm an (Modell 300 A: 10 Nm).
Die Fahrzeugkarosserie oder das Wasser um den Bootsrumpf kann die Reichweite so stark verkürzen, dass Bluetooth nicht mehr nutzbar ist. Ergänzen Sie dann einen VE.Direct Bluetooth Smart dongle (ASS030536011) und deaktivieren Sie Bluetooth im SmartShunt. Hinweis: Über den Adapter funktionieren weder historische Trends noch die Option Keep SOC.

Symptome und Abhilfe
Der SmartShunt hat weder Display noch LEDs — alle angezeigten Daten sehen Sie in der VictronConnect-App oder auf dem Bildschirm des GX-Geräts. Nachfolgend die häufigsten Situationen nach der Montage.
Der Ladezustand driftet nach einigen Tagen ab
Meist wurde die Batterie längere Zeit nicht vollständig geladen, sodass sich der Batteriecomputer nicht synchronisieren konnte. Prüfen Sie auch Kapazität, Spannung für „Batterie geladen“ und Schweifstrom. Schritt für Schritt: SoC stimmt nicht.
Der Ladezustand steigt zu schnell oder zu langsam
Die Kapazität der Batteriebank in Amperestunden ist falsch eingestellt. Stellen Sie bei LiFePO4 auch den Peukert-Exponenten auf 1,05 und den Ladewirkungsgrad auf 99% — die Werkseinstellungen sind für Blei-Säure-Batterien vorgesehen.
Der Ladezustand zeigt ständig 100% an
Meist umgeht ein Kabel den Shunt. Am Batterie-Minuspol darf ausschließlich der SmartShunt angeschlossen sein, alles andere gehört an die Klemme TO SYSTEM MINUS.
Der Batteriecomputer erkennt keine Ladung
Prüfen Sie, ob das Ladegerät auf der Systemseite und nicht direkt am Batterie-Minuspol angeschlossen ist. Prüfen Sie außerdem das Versorgungskabel des Batteriecomputers (mit 1 A-Sicherung).
Bluetooth funktioniert nur direkt am Gerät
Die Fahrzeugkarosserie oder das Wasser um den Bootsrumpf verkürzt die Reichweite. Ergänzen Sie einen VE.Direct Bluetooth Smart Adapter (ASS030536011) und deaktivieren Sie Bluetooth im Batteriecomputer — beachten Sie, dass über den Adapter weder historische Trends noch die Option Keep SOC funktionieren.
Die Shunt-Schrauben werden heiß
Prüfen Sie das Anzugsdrehmoment: höchstens 21 Nm, beim Modell 300 A — 10 Nm. Achten Sie auch auf den Kabelquerschnitt und die Qualität der Kabelschuh-Verpressung.
Die Lithiumbatterie hat sich während der Standzeit entladen
Der Batteriecomputer und andere kleine Verbraucher können die Batteriebank langsam entladen. Wenn das System längere Zeit unbeaufsichtigt bleibt, unterbrechen Sie die Plusversorgung des Batteriecomputers oder trennen Sie die Batterie über einen Schalter oder die Sicherung.
Das GX-Gerät erkennt den Batteriecomputer nicht
Prüfen Sie das VE.Direct-Kabel (bei der IP65-Version separat erhältlich) und die Buchse am GX-Gerät: GX erkennt das Gerät nicht.
Häufige Fragen zum SmartShunt
Ich habe eine Victron Smart LiFePO4-Batterie mit Bluetooth. Wozu brauche ich einen SmartShunt?
Die Smart-Batterie zeigt in der App Zellspannungen und Temperatur an, erfasst aber nicht die Energie, die durch sie fließt. Den Ladezustand in Prozent und die Restlaufzeit liefert erst ein Batteriecomputer wie der SmartShunt.
Kann ich etwas direkt am Batterie-Minuspol anschließen und dabei den Shunt umgehen?
Nein. Jeder Strom, der den Shunt umgeht, wird nicht erfasst, und die Ladezustandsanzeige driftet ab. Am Batterie-Minuspol ist nur der SmartShunt angeschlossen; alles andere wird mit seiner Klemme TO SYSTEM MINUS verbunden.
Warum driftet der Ladezustand nach einigen Tagen ab?
Meist wurde die Batterie längere Zeit nicht vollständig geladen, sodass sich der Batteriecomputer nicht synchronisieren konnte, oder die Einstellungen (Kapazität, Spannung für „Batterie geladen“, Schweifstrom) passen nicht zur Batterie. Prüfen Sie auch, ob ein Kabel den Shunt umgeht.
Kann der SmartShunt zwei Batterien messen?
Die vollständige Messung (Strom, Amperestunden, Prozent) betrifft die Batterie, deren Strom durch den Shunt fließt. Am Aux-Eingang können Sie zusätzlich die Spannung einer zweiten Batterie, z. B. der Starterbatterie, erfassen — vorausgesetzt, ihr Minuspol ist mit dem Systemminus verbunden (Seite TO SYSTEM MINUS des Shunts).
Welche Größe für ein Wohnmobil mit 2000 W-Wechselrichter?
Bei einer 12 V-Batterie nimmt ein 2000 W-Wechselrichter etwa 170–190 A auf. Der SmartShunt 300 A reicht aus, doch 500 A bietet Reserve für kurzzeitige Spitzen und spätere Erweiterungen — bei geringem Preisunterschied ist dies eine häufige Wahl.
Wie stelle ich den Batteriecomputer für eine LiFePO4-Batterie ein?
Das Handbuch empfiehlt einen Peukert-Exponenten von 1,05, einen Ladewirkungsgrad von 99% und eine Entladungsgrenze von 10–20%; den Schweifstrom sollten Sie erhöhen, wenn das Ladegerät den Ladevorgang früher beendet. Die Spannung für „Batterie geladen“ wird 0,2–0,3 V unter der Erhaltungsspannung des Ladegeräts eingestellt. Die Werkseinstellungen (Peukert 1,25, Wirkungsgrad 95%, Grenze 50%) sind für Blei-Säure-Batterien vorgesehen.
Was unterscheidet die IP65-Version?
Sie hat eine vergossene, abgedichtete Elektronik, 1,5 m lange Messleitungen und eine fest herausgeführte VE.Direct-Buchse — sie eignet sich für Batteriefächer in Booten und Fahrzeugen. Das VE.Direct-Kabel zum GX-Gerät ist separat erhältlich.
Mit welchem Drehmoment werden die Shunt-Schrauben angezogen?
Mit höchstens 21 Nm, beim Modell 300 A — 10 Nm. Der Standard-SmartShunt hat ein IP21-Gehäuse und muss daher an einem trockenen Ort montiert werden; für feuchte Einbauorte gibt es die IP65-Version.
Kann der Batteriecomputer ohne Smartphone arbeiten?
Ja. Bluetooth dient zum Auslesen und Einstellen, die Messung selbst arbeitet jedoch unabhängig davon. Die Daten können auch über ein VE.Direct-Kabel an ein GX-Gerät und das VRM-Portal übertragen werden — dann ist der Batteriestatus auf dem Bildschirm und aus der Ferne sichtbar.
Geräte, mit denen er am häufigsten zusammenarbeitet
Herstellerdokumentation
- Datenblatt SmartShunt 300–2000 APDF · EN
- Datenblatt SmartShunt IP65PDF · EN
- Produktseite des Herstellers (Handbuch)victronenergy.com
Diese Beschreibung haben wir unabhängig auf Grundlage der Herstellerdokumentation erstellt. Bei Abweichungen ist die aktuelle Dokumentation von Victron Energy maßgeblich. Einen Fehler im Inhalt können Sie hier melden.
Inhalt mit der Dokumentation von Victron Energy (Datenblätter und Handbücher) abgeglichen — Stand 19.09.2026. Inhaltlichen Fehler melden · Korrekturprotokoll



