
SmartSolar MPPT RS 450/100 MC4 — Schrägansicht
SmartSolar MPPT RS 450
Solarladeregler für große Anlagen mit 48-V-Batterie. Unterstützt lange PV-Strings bis 450 V, bietet 2 oder 4 unabhängige MPPT-Eingänge und eine vollständige galvanische Trennung zwischen Solarmodulen und Batterie.
- Batterie 48 V
- bis 450 V PV
- 100 / 200 A
- 2 / 4 Tracker
- galvanisch getrennt
- VE.Can · Bluetooth
Großes PV-Feld, dünne Kabel
SmartSolar-Laderegler unterstützen PV-Spannungen von 75 bis 250 V (siehe 75/10–100/20 und 150/250 V). Bei großen Anlagen bedeutet das viele kurze, parallel geschaltete Strings und dicke Kabel. MPPT RS unterstützt bis zu 450 V, sodass sich ca. 10–11 typische Solarmodule zu einem String in Reihe schalten lassen (Herstellerbeispiel: 11 Module, 404 V).
Eine höhere Spannung bedeutet bei gleicher Leistung weniger Strom: 4000 W bei 400 V sind nur 10 A, bei 40 V wären es 100 A. So können die Module weit vom Batterieraum entfernt stehen — auf dem Scheunendach oder auf einer Freifläche hinter dem Haus — ohne enorme Kabelquerschnitte.
- nur 48-V-Batterien — für Heimspeicher und große Inselanlagen,
- 2 oder 4 unabhängige MPPT-Eingänge — jeder String arbeitet separat,
- für Inselanlagen und netzgekoppelte Systeme (ESS); Display, Bluetooth und VE.Can.

Was den MPPT RS auszeichnet
Unabhängige Tracker
2 MPPT-Eingänge beim Modell 450/100 und 4 beim Modell 450/200. An jeden Eingang wird ein separates PV-Feld angeschlossen (mehrere parallele Strings sind innerhalb der Eingangsstromgrenzen möglich). Der Tracker wandelt dessen Energie in Ladeleistung um (max. 4000 W).
Galvanische Trennung
Die PV-Seite ist vollständig von der Batterieseite getrennt — die hohe PV-Spannung kann nicht in die 48-V-Anlage gelangen.
PV-Isolationsüberwachung
Der Laderegler misst kontinuierlich den Widerstand zwischen PV+ und Erde sowie zwischen PV− und Erde. Unter 100 kΩ meldet er einen Fehler — auch an das GX-Gerät, mit Alarm und E-Mail — und lädt weiter.
Display und Bluetooth
Auf dem Display: Batteriespannung, Ladestrom, Spannungen aller Eingänge und Fehlercodes. In VictronConnect: Einstellungen und 30-Tage-Verlauf für jeden Tracker separat.
Parallelbetrieb
Bis zu 25 über VE.Can-Kabel (RJ45) verbundene Laderegler synchronisieren ihre Ladephasen. Jeder Laderegler benötigt eigene Solarmodule.
Eingänge und Relais
Programmierbares Relais (Alarm, Unterspannung, Generatorstart/-stopp), 2 analoge/digitale Eingänge, Fern-Ein/Aus mit BMS-Signal „allow-to-charge“. Batterietemperatursensor im Lieferumfang.


450/100 oder 450/200
| Parameter | MPPT RS 450/100 | MPPT RS 450/200 |
|---|---|---|
| Batteriespannung | 48 V | 48 V |
| Ladestrom | 100 A | 200 A |
| Max. Ladeleistung | 5760 W | 11 520 W |
| Anzahl der MPPT-Tracker | 2 | 4 |
| Ladeleistung pro Tracker | 4000 W | 4000 W |
| Max. PV-Spannung | 450 V | 450 V |
| Startspannung / MPPT-Betriebsbereich | 120 V / 65–450 V | 120 V / 65–450 V |
| Betriebsstrom pro Tracker | 16 A | 16 A |
| Max. Kurzschlussstrom (Isc) pro Tracker | 20 A | 20 A |
| Max. PV-Leistung pro Tracker | 7200 Wp | 7200 Wp |
| Batterieanschlüsse | 2 × M8 (1 Plus, 1 Minus) | 4 × M8 (2 Plus, 2 Minus) |
| Gewicht | 7,9 kg | 13,7 kg |
| Abmessungen (H × B × T) | 440 × 313 × 126 mm | 487 × 434 × 146 mm |
7200 Wp pro Tracker ergeben sich daraus, dass bei Voc 450 V die Betriebsspannung des Strings ca. 360 V beträgt und 360 V × 20 A = 7200 W ergibt. Die Ladeleistung eines Eingangs ist auf 4000 W begrenzt, sodass die zusätzliche PV-Leistung morgens, abends und an bewölkten Tagen nützlich ist. Betriebsstrom: Das Datenblatt nennt 16 A pro Tracker, das Handbuch 18 A — legen Sie die Anlage nach dem niedrigeren Wert aus.
Versionen Tr und MC4



- Absorption / Erhaltung (Standard)
- 57,6 / 55,2 V (einstellbar)
- Spannungseinstellbereich
- 36–60 V für Absorption und Erhaltungsladung; die Klemmenspannung kann durch Temperaturkompensation und Ausgleich des Spannungsabfalls an den Kabeln höher sein. Oberhalb von 60 V sinkt der Strom linear auf 5 A bei 62 V; die Ausgleichsladung lässt sich auf bis zu 62 V einstellen
- Maximaler Wirkungsgrad
- 96%
- Eigenverbrauch
- 15 mA
- Kommunikation
- Bluetooth sowie kabelgebunden über VE.Can oder VE.Direct — verwenden Sie für die kabelgebundene Verbindung jeweils nur einen Porttyp
- Parallelbetrieb
- bis zu 25 Geräte (VE.Can, identische Einstellungen, Bus-Abschlusswiderstände)
- Relais
- 4 A bis 35 V DC, 1 A bis 70 V DC
- Betriebstemperatur
- −40 … +60 °C (volle Leistung bis 40 °C); empfohlene Umgebungstemperatur am Montageort −20 … +40 °C
- Gehäuse
- Stahl, IP21
- Batterietemperatursensor
- im Lieferumfang
Vier Bedingungen für die Stringauslegung
Die Berechnung der Modulspannung mit Reserve für Frost erfolgt genauso wie bei kleinen Ladereglern — beschrieben auf der SmartSolar-MPPT-Produktseite. Verwenden Sie bei diesem Laderegler keine Module mit Leistungsoptimierern, da deren eigene Tracking-Regelungen den MPPT-Algorithmus des Ladereglers stören. Beim MPPT RS kommen jedoch zwei zusätzliche Bedingungen hinzu: die Mindeststartspannung und eine von der Batteriespannung abhängige Grenze.
Voc < 450 V
Stringspannung am kältesten Tag. Der Hersteller empfiehlt mindestens 10% Reserve und den Rechner auf der Produktseite. Überspannung beschädigt den Laderegler und ist nicht durch die Garantie abgedeckt.
Voc < 8 × float
Bei einer Erhaltungsspannung von 55,2 V ergibt das 441,6 V, bei 54,0 V — 432 V, bei 52,8 V — 422,4 V. Bei Überschreitung meldet der Laderegler den Fehler „Over-charge Protection“ und schaltet ab.
Start ab 120 V
Der Laderegler startet, wenn die Modulspannung 120 V überschreitet, und arbeitet danach ab 65 V. Ein kurzer String aus wenigen Modulen reicht möglicherweise nicht aus.
16 A / 20 A
Betriebsstrom bis 16 A pro Eingang (Datenblatt; das Handbuch nennt 18 A — legen Sie nach dem niedrigeren Wert aus), Kurzschlussstrom Isc bis 20 A. 20 A ist die Grenze des Verpolungsschutzes: Bei korrektem Anschluss beträgt das absolute Maximum 30 A, doch der verpolte Anschluss eines PV-Felds mit mehr als 20 A kann Schäden verursachen. Ein PV-Feld pro Eingang — schließen Sie dasselbe Feld nicht an zwei Tracker an.
400 W-Modul mit Voc 37,5 V und Isc 13,5 A. 10 Module in Reihe: 375 V, mit 10% Reserve ca. 413 V — unter 441,6 V (8 × Erhaltungsspannung 55,2 V) und unter 450 V. 11 Module: 412,5 V, mit Reserve ca. 454 V — zu viel. Ein String mit 10 × 400 W = 4000 Wp liefert genau die Leistung, die ein Eingang zum Laden umsetzen kann. Beim Modell 450/200 ergeben vier solche Strings 16 kWp — der Laderegler liefert bis zu 11,52 kW und begrenzt an sonnigen Mittagen den Überschuss.
Die Bedingung „8 × float“ hängt von der eingestellten Erhaltungsspannung ab. Wenn Sie für eine LiFePO4-Batterie eine niedrigere Spannung einstellen, sinkt auch die zulässige String-Voc — berechnen Sie diese für Ihre Einstellungen, bevor Sie die Modulanzahl festlegen.

Von den PV-Strings zu den 230 V-Steckdosen
Beispiel einer 48 V-Hausanlage mit Stromspeicher. Bewegen Sie den Mauszeiger über ein Element des Schaltplans oder tippen Sie darauf, um die Beschreibung anzuzeigen.
- PV-StringsJeder String an einen eigenen MPPT-Eingang (2 beim 450/100, 4 beim 450/200).
- DC-Trennschalter ≥ 450 VErforderlich — der Laderegler hat keinen eigenen. Nur Schalter für Gleichstrom verwenden.
- MPPT RS 450Galvanisch getrennt, verfolgt den maximalen Leistungspunkt jedes Strings separat.
- 48 V-Batterie über Sicherung125–150 A (450/100) oder 250 A (450/200).
- MultiPlus-II → 230 VEnergie aus der Batterie für die Verbraucher, im ESS Zusammenspiel mit dem Netz.
- Cerbo GXVE.Can vom Laderegler, VE.Bus vom Wechselrichter — Überwachung und VRM.


450 V Gleichspannung sind kein Spaß
Der Hersteller schreibt vor, dass das Gerät mit gefährlicher Spannung unter Aufsicht eines entsprechend qualifizierten Installateurs und gemäß den örtlichen Vorschriften installiert werden muss.
Der MPPT RS hat keinen PV-Trennschalter. Zwischen Modulen und Laderegler muss ein für Gleichstrom geeigneter Trennschalter installiert sein, ausgelegt für mindestens 450 V DC und den Strom des PV-Felds. Schalter, die nur für AC vorgesehen sind, dürfen nicht verwendet werden.
Die Anschlüsse können auch nach dem Ausschalten des Geräts unter Spannung stehen. Trennen Sie vor Arbeiten die Batterie und die Module und warten Sie anschließend mindestens 5 Minuten.
Das Gehäuse muss mit der gemeinsamen Erdung verbunden werden (Gerät der Schutzklasse I). Die Leitung vom Erdungsanschluss des Gehäuses zur Erde muss mindestens denselben Querschnitt wie die Leitungen des PV-Felds haben. Erden Sie die Rahmen der PV-Module gemäß den örtlichen Anforderungen; die Leitungen PV+ und PV− müssen gegen Erde isoliert sein. Wenn der Laderegler einen Isolationsfehler der Module meldet, berühren Sie keine Metallteile und rufen Sie einen Installateur.
Der Laderegler hat Stäubli-Steckverbinder. Steckverbinder anderer Marken können schlecht passen und überhitzen — der Hersteller empfiehlt ausschließlich Original-Steckverbinder.

Montageort, Kabel, Reihenfolge
Der Laderegler wird senkrecht an einer nicht brennbaren Wand in einem trockenen Innenraum montiert, ohne Kontakt mit Wasser, Regen oder Feuchtigkeit, mit 30 cm Abstand oberhalb und unterhalb des Gehäuses und ohne direkte Sonneneinstrahlung. Das Handbuch empfiehlt eine Umgebungstemperatur von −20 bis 40 °C.
Montieren Sie das Gerät weder direkt über Blei-Säure-Batterien noch an Orten mit Ruß, Staub oder Salz in der Luft — beispielsweise können Abgase eines Dieselgenerators einen Kurzschluss im Inneren verursachen. Montieren Sie es auch nicht dort, wo brennbare oder korrosive Gase oder Dämpfe in die Anlage gelangen können; verwenden Sie das Gerät nicht bei Gefahr einer Gas- oder Staubexplosion.
Zuerst die Batterie (Polarität prüfen), dann die Steuer- und Kommunikationsleitungen, zuletzt die Module — ebenfalls nach Prüfung der Polarität. Decken Sie die PV-Module während der Installation gegen Lichteinfall ab, verwenden Sie ausschließlich isoliertes Werkzeug und berühren Sie niemals unisolierte Kabelenden.

Mindestanforderungen laut Handbuch
| MPPT RS 450/100 | MPPT RS 450/200 | |
|---|---|---|
| Kapazität der Blei-Säure-Batterie | 200 Ah | 400 Ah |
| Kapazität der Lithiumbatterie | 50 Ah | 100 Ah |
| Empfohlene DC-Sicherung | 125–150 A | 250 A |
| Kabelquerschnitt, 0–2 m | 35 mm² | 70 mm² |
| Kabelquerschnitt, 2–5 m | 70 mm² | 2 × 70 mm² |
Der Querschnitt gilt für jeden Plus- und Minusanschluss. Der Hersteller empfiehlt feindrähtige Kupferleitungen (Klasse 5) und die Abstimmung der Batteriekapazität mit dem Anlagenplaner. Die Mindestkapazitäten in der Tabelle ersetzen nicht die Batterieauslegung: Prüfen Sie in den Unterlagen des Batterieherstellers, ob die Batterie den gesamten Ladestrom der Anlage aufnehmen kann.


Häufige Fragen zum MPPT RS 450
Kann der MPPT RS 450 mit einer 12-V- oder 24-V-Batterie betrieben werden?
Nein — dieser Laderegler ist ausschließlich für 48-V-Batterien vorgesehen. Für 12 und 24 V eignen sich kleinere SmartSolar-Laderegler, beispielsweise die auf der Produktseite SmartSolar MPPT 75/10 – 100/20 beschriebenen Modelle.
Kann ich einen String an zwei Eingänge anschließen, um mehr Strom zu erhalten?
Nein. Der Hersteller schreibt für jeden MPPT-Eingang ein separates Solarmodulfeld vor — derselbe String darf nicht an mehrere Tracker angeschlossen werden. Das gilt auch beim Parallelbetrieb mehrerer Laderegler: Jeder benötigt eigene Solarmodule.
Ist der MPPT RS mit Smart Battery Sense und VE.Smart Networking kompatibel?
Laut Datenblatt unterstützt der MPPT RS derzeit kein VE.Smart Networking. Smart Battery Sense wird daher nicht benötigt: Der Laderegler besitzt kabelgebundene Messeingänge für Batteriespannung und -temperatur (Temperatursensor im Lieferumfang). Mehrere Laderegler synchronisieren sich über VE.Can; die Abstimmung mit dem BMS übernimmt ein GX-Gerät.
Was bedeutet der Fehler „Over-charge Protection“?
Die Spannung des Solarstrings hat das 8-Fache der Erhaltungsladespannung der Batterie überschritten. Beim Übergang zur Erhaltungsladung begrenzt der Laderegler den Strom, indem er die Betriebsspannung der Solarmodule erhöht — bei einem zu langen String ist das nicht möglich. Lösungen laut Handbuch: Erhaltungsladespannung erhöhen oder den String um ein oder zwei Module verkürzen.
Eignet sich der MPPT RS für ein netzgekoppeltes Haus?
Ja — der Hersteller sieht ihn sowohl für Inselanlagen als auch für netzgekoppelte Systeme vor. In einem Heimstromspeicher (ESS) arbeitet er mit einem MultiPlus-II oder Quattro-II Wechselrichter/Ladegerät und einem GX-Gerät zusammen.
Geräte, mit denen er am häufigsten zusammenarbeitet
Herstellerdokumentation
- Datenblatt SmartSolar MPPT RS 450|100 und 450|200PDF · EN
- Handbuch MPPT RS 450/100 und 450/200PDF · EN
- Produktseite des Herstellers (MPPT-Rechner, Zertifikate)victronenergy.com
Diese Beschreibung haben wir unabhängig auf Grundlage der Herstellerdokumentation erstellt. Bei Abweichungen ist die aktuelle Dokumentation von Victron Energy maßgeblich. Einen Fehler im Inhalt können Sie hier melden.
Inhalt mit der Dokumentation von Victron Energy (Datenblätter und Handbücher) abgeglichen — Stand 19.09.2026. Inhaltlichen Fehler melden · Korrekturprotokoll



