Hinweis Beim SmartSolar MPPT 100/30 und 100/50 wird zuerst die Batterie angeschlossen. Nach 10 s Wartezeit zur Spannungserkennung werden die Solarmodule angeschlossen.
Victron Hilfecenter
Solarladeregler

SmartSolar MPPT 100/30 und 100/50

Victron-Solarladeregler der mittleren Leistungsklasse: bis 100 V Modulspannung und 30 oder 50 A Ladestrom für 12- oder 24-V-Batterien. Sie liegen zwischen den kleinen Modellen 75/10–100/20 und der Serie 150/250 V — bei einer 12-V-Batterie entsprechen sie einem Solarfeld mit etwa 440 und 700 W.

  • 100 V Modulspannung
  • 30 oder 50 A
  • 12/24 V (automatisch)
  • Bluetooth
  • VE.Direct
Modulleistung bei 12 V440 / 700 W
Modulleistung bei 24 V880 / 1400 W
Max. PV-Kurzschlussstrom35 / 60 A
Max. Wirkungsgrad98 %
Nach dem Datenblatt für SmartSolar MPPT 100/30 und 100/50 sowie dem Handbuch (rev 12, 06/2026). Unabhängige Beschreibung. Quellen
Einsatzbereiche

Mehr Energie aus denselben Solarmodulen

Der MPPT-Laderegler sucht kontinuierlich den Punkt, an dem die Solarmodule die höchste Leistung liefern, und lädt damit die Batterie. So gewinnt er mehr Energie aus dem Solarfeld als ein einfacher PWM-Regler — besonders bei Bewölkung, niedrigen Temperaturen und wenn die Modulspannung deutlich über der Batteriespannung liegt.

Die Modelle 100/30 und 100/50 liegen im mittleren Bereich des Angebots: Sie vertragen Modulspannungen bis 100 V und laden eine 12- oder 24-V-Batterie mit 30 oder 50 A. Die Systemspannung erkennen sie beim ersten Einschalten automatisch. Alle Einstellungen erfolgen am Smartphone über Bluetooth.

  • bei einer 12-V-Batterie für ein Solarfeld mit etwa 440 W (100/30) und 700 W (100/50),
  • Wirkungsgrad bis 98% und Eigenverbrauch 20–30 mA,
  • Bluetooth und VE.Direct-Port — Überwachung am Smartphone oder über ein GX-Gerät und das VRM-Portal.
SmartSolar MPPT 100|50 von vorne — Klemmleiste und VE.Direct-Port
Vier Klemmen und eine Buchse. Auf der einen Seite die Solarmodule, auf der anderen die Batterie, daneben der VE.Direct-Port — alles Weitere erfolgt in der App.
Funktionen

Was SmartSolar MPPT 100/30 und 100/50 leisten

Maximum Power Point Tracking

Die Ladung beginnt, wenn die Modulspannung die Batteriespannung um 5 V übersteigt, und läuft weiter, solange sie mindestens 1 V höher liegt. Der Wirkungsgrad erreicht 98%.

Bluetooth und VictronConnect

Betriebszustand, Spannungen und Ströme auf beiden Seiten sowie der Ertragsverlauf direkt am Smartphone. Der Expertenmodus mit Zugriff auf alle Parameter ist ab Werk deaktiviert.

Drehschalter mit acht Ladealgorithmen

Das Ladeprofil lässt sich ohne Smartphone auswählen — nach einer Änderung der Schalterstellung blinken die LEDs 4 Sekunden lang mit dem Code der gewählten Stellung. Ab Werk ist Position 2 eingestellt: Absorption 14,4 / 28,8 V und Float 13,8 / 27,6 V.

Profil für Lithiumbatterien

Für LiFePO4 wird das Lithiumprofil gewählt; bei Victron Lithium Smart nennt das Batteriehandbuch eine Absorptionsspannung von 14,2 V für 2 Stunden und eine Float-Spannung von 13,5 V. Die Ausgleichsladung bleibt deaktiviert.

VE.Smart-Netzwerk

Der Regler kann Batteriespannung und -temperatur von Smart Battery Sense oder einem SmartShunt übernehmen und die Ladung mit anderen SmartSolar-Reglern synchronisieren.

VE.Direct mit RX und TX

RX dient ab Werk zum ferngesteuerten Ein- und Ausschalten (z. B. durch ein BMS), TX zur Kommunikation. Mit einem VE.Direct-TX-Kabel lässt sich ein „virtueller“ Lastausgang einrichten — einen physischen besitzen diese Modelle nicht.

Temperaturkompensation

−16 mV/°C bei 12 V und −32 mV/°C bei 24 V. Betrieb von −30 bis +60 °C, voller Strom bis 40 °C — deshalb wird der Regler nahe der Batterie montiert, aber nicht darüber.

Schutzfunktionen

Verpolungsschutz am PV-Eingang (der Ladestrom sinkt dabei auf null und das Gerät erwärmt sich), Schutz vor Überhitzung und PV-Überspannung. Die Elektronik hat Schutzart IP43, die Anschlüsse IP22.

Technische Daten

Modellvergleich

SmartSolar MPPT 100|30 von vorne — vier Klemmen und VE.Direct-Buchse
MPPT 100|30. 30 A Ladestrom, Solarfeld bis etwa 440 W bei 12 V und 880 W bei 24 V; zulässiger Kurzschlussstrom 35 A.
SmartSolar MPPT 100|50 von vorne — Klemmleiste und VE.Direct-Port
MPPT 100|50. 50 A, Solarfeld bis etwa 700 W bei 12 V und 1400 W bei 24 V, Kurzschlussstrom bis 60 A. Gehäuse und Abmessungen sind identisch.
SmartSolar MPPT 100|50 — Draufsicht, Klemmen BATTERY und PV sowie LEDs Bulk, Absorption und Float
Von oben. Klemmen BATTERY und PV für bis zu 16 mm² (AWG6) sowie drei LEDs: Bulk, Absorption und Float.
ParameterMPPT 100/30MPPT 100/50
Ladestrom30 A50 A
Nennleistung der Solarmodule 12 V / 24 V440 / 880 W700 / 1400 W
Max. Modulspannung (Voc)100 V
Max. Modul-Kurzschlussstrom35 A60 A
Batteriespannung12 / 24 V, automatische Erkennung
Eigenverbrauch30 mA (12 V), 20 mA (24 V)
Werkseitige Spannungen (Drehschalterposition 2)Absorption 14,4 / 28,8 V, Float 13,8 / 27,6 V
Temperaturkompensation−16 mV/°C (12 V), −32 mV/°C (24 V)
Betriebstemperatur−30…+60 °C, voller Strom bis 40 °C
Klemmen, Schutzart16 mm² (AWG6); IP43 Elektronik, IP22 Anschlüsse
Gewicht, Abmessungen (H × B × T)1,3 kg; 130 × 186 × 70 mm

Solarmodule mit einer höheren Leistung als der Nennleistung können angeschlossen werden — der Regler begrenzt die Eingangsleistung. Die Ladung beginnt, wenn die Modulspannung die Batteriespannung um 5 V übersteigt, und läuft weiter, solange die Modulspannung mindestens 1 V höher liegt.

Auswahl

Wann 100/30, wann 100/50?

Kleineres Solarfeld

SmartSolar 100/30

Bis etwa 440 W Modulleistung bei einer 12-V-Batterie und 880 W bei 24 V. Batteriesicherung 35–40 A, zulässiger Kurzschlussstrom des Solarfelds 35 A.

30 A · 100 V
Größeres Solarfeld

SmartSolar 100/50

Bis etwa 700 W bei 12 V und 1400 W bei 24 V. Sicherung 55–70 A, Kurzschlussstrom bis 60 A. Dasselbe Gehäuse wie beim 100/30.

50 A · 100 V
Längere Modulstrings

SmartSolar 150 V und 250 V

Wenn in Reihe geschaltete Solarmodule bei Frost 100 V überschreiten oder das Solarfeld größer sein soll, ist ein Regler mit höherer Eingangsspannung erforderlich. SmartSolar 150/250 im Überblick.

150–250 V

Bei einer 12-V-Batterie nutzt der 100/30 etwa 440 W Modulleistung, der 100/50 etwa 700 W. Zwei 400-W-Module bei 12 V entsprechen 114% der Nennleistung des 100/50 — bei Spitzenleistung begrenzt der Regler die Eingangsleistung (vollständige Berechnung unter MPPT-Auslegung). Beim 100/30 wären es 182% — oberhalb der Schwelle von 130%, ab der der offizielle Victron-Rechner das Solarfeld als überdimensioniert einstuft.

Spannung bei Frost: Die Leerlaufspannung der Solarmodule (Voc) steigt, wenn die Temperatur unter 25 °C fällt — pro Grad um den Prozentsatz, den der Voc-Temperaturkoeffizient im Moduldatenblatt angibt. Bei Victron BlueSolar-Modulen (−0,35%/°C) sind das bei −20 °C etwa 16% mehr als im Datenblatt. Victron empfiehlt mindestens 10% Spannungsreserve und in kaltem Klima eine Berechnung der Voc für die niedrigste zu erwartende Temperatur. Zwei Module mit jeweils 37 V Voc in Reihe ergeben bei −20 °C etwa 86 V — sie bleiben unter 100 V; drei nicht mehr. Wählen Sie bei längeren Modulstrings SmartSolar 150 V oder 250 V.

SmartSolar MPPT 100|30 von vorne — vier Klemmen und VE.Direct-Buchse
Die Auswahl. SmartSolar MPPT 100|30 von vorne — vier Klemmen und eine VE.Direct-Buchse
Typischer Aufbau

SmartSolar MPPT 100/30 und 100/50 anschließen

Die Reihenfolge ist wichtig: zuerst die Batterie anschließen, nach 10 s die Systemspannung prüfen, dann die Solarmodule anschließen. Der Laderegler erkennt die Batteriespannung nur bei der ersten Inbetriebnahme. Prinzipdarstellung.

PV Sicherung PV-Module SmartSolar MPPT Batterie 12 / 24 V Smart Battery Sense VE.Direct → GX
Gleichstrom (DC)Kommunikation
Bewegen Sie den Mauszeiger über ein Element des Schaltplans oder tippen Sie darauf.
  1. Zuerst die BatterieSchließen Sie die Batterie an, warten Sie 10 s und prüfen Sie die erkannte Systemspannung.
  2. Dann die SolarmoduleVoc mit Kältereserve unter 100 V; keine Solarmodule mit Optimierern verwenden.
  3. Sicherung35–40 A für 100/30, 55–70 A für 100/50, möglichst nahe an der Batterie.
  4. MontageSenkrecht, mit den Anschlüssen nach unten, bis zu 3 m von der Batterie entfernt, aber nicht darüber.
  5. AnzeigeBluetooth in VictronConnect, VE.Direct zum GX-Gerät.
Montage

Sicherungen, Reihenfolge, Anzugsmomente

ModellBatteriesicherung min.max.Anzugsmoment
100/3035 A40 A1,6 Nm (Batterie und PV)
100/5055 A70 A
  • Reihenfolge: zuerst die Batterie anschließen, 10 s zur Spannungserkennung warten, dann die Solarmodule anschließen. Der Laderegler erkennt die Batteriespannung nur bei der ersten Inbetriebnahme — danach kann sie manuell geändert werden.
  • Prüfen Sie die Polarität, bevor Sie Batterie und Solarmodule anschließen. Ein verpolter Batterieanschluss kann den Laderegler beschädigen und ist nicht durch die Garantie abgedeckt. Bei einer Installation gemäß den Spezifikationen ist der PV-Eingang gegen Verpolung geschützt — der Ladestrom beträgt dann null, und das Gerät erwärmt sich. Ein PV-Feld mit einem Kurzschlussstrom über dem zulässigen Wert kann den Laderegler jedoch beschädigen.
  • Senkrecht auf einem nicht brennbaren Untergrund montieren, mit den Anschlüssen nach unten und mindestens 10 cm Freiraum oberhalb und unterhalb des Geräts; bis zu 3 m von der Batterie entfernt, aber nicht direkt darüber. Der Temperaturunterschied zwischen Laderegler und Batterie sollte 5 °C nicht überschreiten.
  • Flexible, mehrdrähtige Kupferleitungen verwenden (Einzeldrahtdurchmesser bis 0,4 mm). Ein Spannungsabfall von mehr als 2,5% auf den Batterieleitungen ist laut Handbuch unzulässig.
  • Der PV-Eingang ist nicht galvanisch vom Batteriestromkreis getrennt. Daher gelten die PV-, Batterie- und Steuerstromkreise als gefährlich und dürfen für den Benutzer nicht zugänglich sein (Montage nur an einem für Unbefugte unzugänglichen Ort). Erden Sie weder den Plus- noch den Minuspol des PV-Felds; nur ein Erdungspunkt im System, an der Batterie. Verwenden Sie keine Solarmodule mit Optimierern.
  • Decken Sie die Solarmodule während der Montage ab. Der Laderegler darf nicht als DC-DC-Wandler oder als Netzteil ohne Batterie verwendet werden.
SmartSolar MPPT 100|50 — Draufsicht, Klemmen BATTERY und PV sowie LEDs Bulk, Absorption und Float
Hier werden die Kabel angeschlossen. SmartSolar MPPT 100|50 — Ansicht von oben, Anschlüsse BATTERY und PV sowie LEDs Bulk, Absorption und Float
Einstellungen

Drehschalter, Ladeprofile und Lastausgang

  • Der Drehschalter wählt einen von acht voreingestellten Ladealgorithmen; nach einem Positionswechsel blinken die LEDs 4 s lang mit dem Positionscode. Werkseitig ist Position 2 eingestellt. Die Parameter können auch in VictronConnect eingestellt werden (der Expertenmodus ist standardmäßig deaktiviert).
  • LiFePO4-Batterie: Wählen Sie das Lithiumprofil. Für Victron Lithium Smart nennt das Batteriehandbuch eine Absorptionsspannung von 14,2 V für 2 h und eine Erhaltungsspannung von 13,5 V (12,8 V). Die Ausgleichsladung ist werkseitig deaktiviert und muss bei Lithiumbatterien deaktiviert bleiben.
  • Kein physischer Lastausgang — bei diesen Modellen lässt sich über den VE.Direct-Port ein „virtueller“ Ausgang einrichten (VE.Direct TX-Kabel), etwa zur Steuerung eines Smart BatteryProtect. Werkseitig ist dieser Ausgang auf BatteryLife eingestellt.
  • RX-Port: werkseitig zur Fern-Ein-/Ausschaltung eingerichtet (z. B. zur Steuerung durch ein BMS); TX: für die normale Kommunikation.
  • VE.Smart: Der Laderegler kann Batteriespannung und -temperatur von einem Smart Battery Sense sowie Spannung, Strom und mit optionalem Sensor auch Temperatur von einem SmartShunt oder BMV-712 nutzen und den Ladevorgang mit anderen SmartSolar-Geräten synchronisieren.
SmartSolar MPPT 100|50 von vorne — Klemmleiste und VE.Direct-Port
Was am Gerät zu sehen ist. SmartSolar MPPT 100|50 von vorne — Anschlussleiste und VE.Direct-Port
SmartSolar MPPT 100|50 in VictronConnect — 1415 W von den Modulen, 36,00 V und 39,3 A am Eingang, 28,30 V und 50,0 A an der Batterie, Bulk-Phase
SmartSolar MPPT 100|50 in der VictronConnect-App — 1415 W von den Solarmodulen, 36,00 V und 39,3 A am Eingang, 28,30 V und 50,0 A an der Batterie, Ladephase Bulk
Ertragsverlauf in VictronConnect — Tagesbalken und Gesamtertrag 1215 kWh
Ertragsverlauf in VictronConnect — Tagesbalken und Gesamtertrag von 1215 kWh
LEDs und Fehler

Häufige Signale

Die vollständige Codeliste finden Sie unter Fehlercodes für Ladegeräte und MPPT-Laderegler. Das schrittweise Vorgehen beschreibt MPPT lädt nicht.

Die LED bulk blinkt alle 3 Sekunden

Der Laderegler wird mit Strom versorgt, aber die Solarmodule liefern zu wenig Leistung, um den Ladevorgang zu starten — meist bei Sonnenaufgang, in der Abenddämmerung oder bei starker Bewölkung.

Drei LEDs zeigen die Ladephase an

Bulk, Absorption und Erhaltungsladung; dieselben LEDs codieren auch die Fehlernummer. Die Bedeutung der Kombinationen können Sie im LED-Decoder entschlüsseln.

Err 2 — Batteriespannung zu hoch

Die Spannung an den Anschlüssen hat den zulässigen Wert überschritten. Prüfen Sie andere Ladequellen und die Spannungseinstellungen.

Err 17 — Überhitzung

Der Laderegler reduziert den Betrieb wegen hoher Temperatur. Sorgen Sie für 10 cm Freiraum oberhalb und unterhalb des Gehäuses sowie eine senkrechte Montage mit den Anschlüssen nach unten.

Err 26 — Anschlüsse überhitzt

Meist liegt eine lose Verbindung oder ein zu geringer Kabelquerschnitt vor. Prüfen Sie das Anzugsmoment von 1,6 Nm und die Kabelquerschnitte.

Err 33 — Überspannung am PV-Eingang

Die Spannung des PV-Felds hat 100 V überschritten. Berechnen Sie die Voc des Strings mit Kältereserve neu — bei niedrigen Temperaturen steigt die Spannung.

Err 38 und 39 — PV-Eingang kurzgeschlossen

Der Laderegler schließt den Solarmoduleingang gezielt kurz, um die Batterie vor Überladung zu schützen. Prüfen Sie die Einstellungen und die übrigen Ladequellen.

Err 119 — Einstellungen verloren

Das Gerät kann die Konfiguration nicht lesen. Setzen Sie es auf die Werkseinstellungen zurück und konfigurieren Sie es erneut in VictronConnect.

Fragen

Häufige Fragen zu SmartSolar MPPT 100/30 und 100/50

Welche Solarleistung kann angeschlossen werden?

Bei einer 12-V-Batterie ist das Modell 100/30 für ein PV-Feld von etwa 440 W ausgelegt, das Modell 100/50 für etwa 700 W. Mehr Leistung kann angeschlossen werden: Der Laderegler begrenzt dann die Eingangsleistung. Die maximale Spannung von 100 V und der zulässige Kurzschlussstrom dürfen jedoch nicht überschritten werden.

In welcher Reihenfolge anschließen?

Zuerst die Batterie anschließen, dann 10 Sekunden zur Erkennung der Systemspannung warten und anschließend die Solarmodule anschließen. Der Laderegler erkennt die Batteriespannung nur bei der ersten Inbetriebnahme — später wird sie manuell geändert.

Welche Sicherung gehört an die Batterie?

35–40 A für das Modell 100/30 und 55–70 A für 100/50, möglichst nahe an der Batterie. Die Anschlüsse werden mit einem Anzugsmoment von 1,6 Nm festgezogen.

Verträgt der Laderegler einen verpolten Anschluss?

Der PV-Eingang ist gegen Verpolung geschützt — der Ladestrom beträgt dann null, und das Gerät erwärmt sich. Ein verpolter Batterieanschluss kann den Laderegler beschädigen und ist nicht durch die Garantie abgedeckt.

Wie weit von der Batterie entfernt darf er montiert werden?

Bis zu 3 m, senkrecht, mit den Anschlüssen nach unten und 10 cm Freiraum oberhalb und unterhalb des Gehäuses — aber niemals direkt über der Batterie. Der Temperaturunterschied zwischen Laderegler und Batterie sollte 5 °C nicht überschreiten. Ein Spannungsabfall von mehr als 2,5% auf den Batterieleitungen ist unzulässig.

Hat dieses Modell einen Lastausgang?

Einen physischen Lastausgang gibt es nicht. Über den VE.Direct-Port lässt sich jedoch ein „virtueller“ Ausgang einrichten (VE.Direct TX-Kabel), um beispielsweise einen Smart BatteryProtect zu steuern. Werkseitig ist dieser Ausgang auf BatteryLife eingestellt.

Wie wird das Laden einer Lithiumbatterie eingestellt?

Wählen Sie das Lithiumprofil — über den Drehschalter oder in der VictronConnect-App. Für Victron Lithium Smart nennt das Batteriehandbuch eine Absorptionsspannung von 14,2 V für 2 Stunden und eine Erhaltungsspannung von 13,5 V. Die Ausgleichsladung (Equalization) ist werkseitig deaktiviert und muss bei Lithiumbatterien deaktiviert bleiben.

Warum den Laderegler in ein VE.Smart-Netzwerk einbinden?

Damit er anhand der direkt an der Batterie gemessenen Spannung und Temperatur lädt — über Smart Battery Sense oder SmartShunt. Mehrere SmartSolar-Regler in einem Netzwerk synchronisieren auch die Ladephasen.

Was bedeutet ein kurzes Blinken der bulk-LED alle 3 Sekunden?

Der Regler wird mit Strom versorgt, aber die Leistung der Module reicht nicht aus, um den Ladevorgang zu starten. Das Laden beginnt erst, wenn die Modulspannung die Batteriespannung um 5 V übersteigt.

Kann ich Module mit Leistungsoptimierern anschließen?

Nein. Das Handbuch untersagt dies ebenso wie die Erdung des Plus- oder Minuspols des PV-Felds — im System darf es nur einen Erdungspunkt an der Batterie geben. Der Regler darf auch nicht als DC-DC-Wandler oder als Netzteil ohne angeschlossene Batterie verwendet werden.

Inhalt mit der Dokumentation von Victron Energy (Datenblätter und Handbücher) abgeglichen — Stand 19.09.2026. Inhaltlichen Fehler melden · Korrekturprotokoll