
GX IO-Extender 150 von oben — Beschriftungen Relay 1, Relay 2, Solid Switch, Digital I/O und PWM auf dem Gehäuse
GX IO-Extender 150
Das Modul wird an den USB-Port eines GX-Geräts (Cerbo GX, Ekrano GX) angeschlossen und ergänzt acht digitale Ein- oder Ausgänge, vier PWM-Ausgänge, zwei bistabile Relais und einen elektronischen DC-Schalter. Die Stromversorgung erfolgt über USB. Sie steuern es über das Schalterpanel im GX oder über Node-RED. Es dient zur Signalisierung und Steuerung, nicht zum Schalten großer Lasten.
- 8 × digitale I/O
- 4 × PWM 5 V
- 2 × bistabiles Relais
- DC-Schalter 4 A / 70 V
- Stromversorgung über USB
Mehr Ein- und Ausgänge für das GX-Gerät
Cerbo GX verfügt über mehrere Digitaleingänge und zwei Relais. Reicht das nicht aus — weil Sie einen Türsensor, einen Bilgenalarm und einen Impulszähler auslesen, eine Warnleuchte einschalten, LED-Beleuchtung dimmen oder eine Schützspule ansteuern möchten — ergänzt der GX IO-Extender 150 weitere Anschlüsse. Nach dem USB-Anschluss sind sie sofort im System sichtbar.
Den größten Nutzen bietet die Kombination mit Node-RED auf einem GX mit Venus OS Large: Die Anschlüsse sind als Nodes Switch und Switch control verfügbar. So können Sie eigene Steuerungslogik erstellen, etwa einen Ausgang einschalten, wenn der Ladezustand der Batterie unter einen Schwellenwert fällt.
- funktioniert mit allen GX-Geräten, Node-RED ist jedoch nicht auf jedem verfügbar,
- alle Anschlüsse haben Status-LEDs (blau oder orange),
- digitale Ein- und Ausgänge, PWM und DC-Schalter sind galvanisch von USB getrennt; die Relais haben potenzialfreie Kontakte.

Relais und DC-Schalter haben eine geringe, spannungsabhängige Belastbarkeit. Zum Schalten von Verbrauchern in der Anlage verweist Victron auf spezielle Schaltsysteme (z. B. Energy Solutions, Garmin, Safiery) — das Modul selbst kann lediglich beispielsweise eine Schützspule ansteuern.
Ausstattung des GX IO-Extender 150
8 digitale Ein- oder Ausgänge
Zwei Gruppen mit je vier Anschlüssen. Ein DIP-Schalter je Gruppe legt fest, ob sie als Eingänge (OFF) oder Ausgänge (ON) arbeitet — insgesamt 8 Eingänge, 8 Ausgänge oder 4 + 4.
4 PWM-Ausgänge
5 V Signal zum Dimmen von LEDs, zur Drehzahlregelung von Motoren und für ähnliche Anwendungen. Die Helligkeit der LED am Anschluss entspricht dem eingestellten Wert.
2 bistabile Relais
Kontakte A, B und COM. Ein kurzer Impuls ändert die Schaltstellung; das Relais hält sie ohne Stromversorgung — auch nach dem Ausschalten des GX.
DC-Schalter (Solid Switch)
Elektronisch, ohne Kontakte; schaltet den Pluspol eines DC-Stromkreises bis 70 V und 4 A. Geeignet für kapazitive und induktive Lasten, z. B. eine Schützspule.
Plug-and-play über USB
USB versorgt das Modul mit Strom und überträgt Daten. Leistungsaufnahme unter 100 mW im Ruhezustand, höchstens 1 W (unter 200 mA bei 5 V).
Node-RED und Schalterpanel
Steuerung über das Panel Switch in der GX-Oberfläche oder über Node-RED (Nodes Switch und Switch control aus dem Paket node-red-contrib-victron).
Belastungsgrenzen der einzelnen Anschlüsse
| Anschluss | Technische Daten | Hinweise |
|---|---|---|
| Digitaleingänge | 3,8–5,5 V | Eine Spannung über 5,5 V kann das Modul dauerhaft beschädigen. Galvanisch von USB getrennt. |
| Digitalausgänge | 5 V, max. 4 mA | Interner Widerstand 560 Ω: Bei 4 mA bleiben am Ausgang nur 2,76 V. Relais — nur über Transistor oder MOSFET. |
| PWM (4 Kanäle) | 5 V, 8 Bit bei 1,5625 kHz | Anschluss zwischen GND und Signal. Galvanisch von USB getrennt. |
| Relais 1 und 2 — DC | 3 A bei 30 V, 1 A bei 60 V, 0,3 A bei 220 V | Ohmsche Last, max. 90 W. Potenzialfreie Kontakte. |
| Relais 1 und 2 — AC | 2 A bei 60 V, 1 A bei 125 V, 0,5 A bei 250 V | Ohmsche Last, max. 125 VA. |
| DC-Schalter — Spannung und Strom | bis 70 V DC, bis 4 A | Schaltet den Pluspol des Stromkreises. Galvanisch von USB getrennt. |
| DC-Schalter — Kapazität | 1000 µF bis 15 V; 400 µF bei 15–30 V; 50 µF bei 30–70 V | Maximale Lastkapazität. |
| DC-Schalter — Induktivität | 1000 mH bis 1 A; 100 mH bei 1–2 A; 10 mH über 2 A | Maximale Lastinduktivität. |
Weitere Daten: USB-Stromversorgung; Leistungsaufnahme < 100 mW im Ruhezustand, max. 1 W; −20…+50 °C; 123 × 67 × 23 mm; 0,170 kg; Wand- oder DIN-Schienenmontage (Adapter separat). Abweichung in der Dokumentation: Das Handbuch beschreibt PWM als „0–5 V in Schritten von 0,05 V“, das Datenblatt als 8 Bit bei 1,5625 kHz; in Node-RED und D-Bus wird der Wert in Prozent von 0–100 eingestellt.
Welche Geräte lassen sich anschließen?
Anschlussbeispiele aus dem Handbuch: digitaler Eingang, Relais als einfacher NO-Kontakt, DC-Schalter für einen DC-Verbraucher und PWM zum Dimmen. Prinzipschaltbild — prüfen Sie die zulässigen Werte jedes Anschlusses.
- USB zum GXDas Modul wird über USB versorgt; die Anschlüsse sind sofort im System sichtbar.
- Digitaler Eingang3,8–5,5 V; den Eingangstyp stellen Sie unter Settings → Integrations → Digital IO ein.
- RelaisCOM + Kontakt A als einfacher NO-Kontakt; DC max. 3 A bei 30 V.
- DC-SchalterSchaltet die Plusleitung eines DC-Verbrauchers bis 70 V und 4 A.
- PWM5-V-Signal für einen Dimmer oder Regler — keine Stromversorgung für den Verbraucher.
Anders als das Relais im Cerbo GX
Das Relais im Cerbo GX ist monostabil: Es hat einen Ruhezustand (NO oder NC) und kehrt bei Ausfall der Stromversorgung dorthin zurück. Die Relais im IO-Extender sind bistabil — sie haben zwei stabile Stellungen, A und B, werden durch einen kurzen Impuls umgeschaltet und bleiben auch ohne Stromversorgung in der letzten Stellung. Die blaue LED zeigt Stellung A an, die orange LED Stellung B.
- Als einfacher NO-KontaktQuelle an COM, Verbraucher an A, Klemme B frei, Modus Toggle. In Stellung A wird der Verbraucher versorgt, in B ist er getrennt. Soll der Verbraucher nach Ausfall der Stromversorgung ausgeschaltet sein, schalten Sie das Relais vor dem Ausschalten in Stellung B.
- Umschalten zwischen zwei StromkreisenCOM an die Quelle, A an die „grüne“ Leuchte, B an die „rote“, Modus Toggle — eine der beiden leuchtet immer.
- Momentbetrieb (Momentary)A an die Sirene, B an die Leuchte „Alles in Ordnung“. Im Ruhezustand (B) leuchtet die Leuchte; ein Impuls schaltet kurz auf A und aktiviert die Sirene, danach kehrt das Relais zu B zurück.
Der DC-Schalter versorgt den Verbraucher im Modus Momentary nur so lange, wie das Steuersignal anliegt.

Anschluss Schritt für Schritt
- DIP-Schalter einstellenFür jede Gruppe aus 4 digitalen Anschlüssen: ON = Ausgänge, OFF = Eingänge.
- USB mit dem GX verbindenVerwenden Sie einen freien USB-Anschluss des GX-Geräts. Bei manchen Cerbo GX ist der Anschluss direkt neben HDMI möglicherweise nicht dafür geeignet — prüfen Sie das GX-Handbuch.
- Stromversorgung prüfenDas Modul wird über USB versorgt — die LEDs zeigen den Betrieb an.
- Anschlüsse in Remote Console prüfenDie zusätzlichen Relais, PWM-Ausgänge und Ein- oder Ausgänge erscheinen im System.
- Eingangstypen einstellenSettings → Integrations → Digital IO: Impulszähler, Tür, Bilgenpumpe, Bilgenalarm, Einbruch-, Rauch-, Brand-, CO2-Alarm, Generator oder Touch-Steuerung.
Starten Sie nach dem Umstellen eines DIP-Schalters das GX neu oder trennen Sie das USB-Kabel und schließen Sie es wieder an — andernfalls wird die Änderung nicht wirksam.

Steuerung mit Node-RED und D-Bus-Pfade
Node-RED wird in vier Schritten eingerichtet: Venus OS Large installieren und aktualisieren, Node-RED aktivieren, den Editor öffnen (VRM → Venus OS Large oder lokal https://venus.local:1881/) und die Knoten Switch sowie Switch control aus dem Paket node-red-contrib-victron verwenden. Details finden Sie unter Node-RED — Inbetriebnahme und Victron-Knoten. Victron bietet keinen Support für Lösungen, die mit Node-RED erstellt wurden.
Das Modul meldet sich im GX als Dienst com.victronenergy.switch.<Seriennummer>. Ein digitaler Eingang muss zunächst einer Funktion zugewiesen werden; als Impulszähler liefert er /Count, bei den übrigen Funktionen /State.
| Pfad | Werte |
|---|---|
/SwitchableOutput/output_1/State … output_8 | 0 = aus, 1 = ein — nur als Ausgänge konfigurierte Anschlüsse |
/SwitchableOutput/pwm_1/State … pwm_4 | 0 = aus, 1 = ein |
/SwitchableOutput/pwm_1/Dimming … pwm_4 | 0–100 (%) |
/SwitchableOutput/relay_1/State, relay_2 | Bistabiles Relais: 0 = Stellung A, 1 = Stellung B |
/SwitchableOutput/relay_3/State | DC-Schalter (Solid Switch): Schaltzustand des Verbrauchers |
Das Handbuch enthält Beispiel-Flows zum Importieren: eine Taste zum Einschalten eines Ausgangs, einen Impulszähler am Eingang mit Anzeige im Dashboard sowie eine schrittweise Erhöhung des PWM-Werts jede Sekunde um 25% mit Rückkehr auf 0 nach Überschreiten von 100. Eigene Flows können Sie auch mit unserem Node-RED-Generator erstellen.
Häufige Fragen zum GX IO-Extender 150
Kann ich damit Verbraucher im Wohnmobil oder auf dem Boot schalten?
Nur kleine Verbraucher. Die Relais sind beispielsweise für 3 A bei 30 V DC (max. 90 W) ausgelegt, der DC-Schalter für 4 A bei einer Spannung bis 70 V. Das Handbuch weist darauf hin, dass das Modul für Signalzwecke vorgesehen ist und spezielle Schaltsysteme zum Schalten von Verbrauchern besser geeignet sind. Der IO-Extender kann jedoch eine Schützspule ansteuern.
Kann ein digitaler Ausgang ein Relais direkt einschalten?
Nein. Der Ausgang liefert höchstens 4 mA, wobei am internen Widerstand von 560 Ω eine Spannung von 2,24 V abfällt — es bleiben 2,76 V. Für ein Relais ist ein Transistor oder MOSFET erforderlich. Sie können auch die bistabilen Relais oder den DC-Schalter des Moduls verwenden.
Was passiert mit den Relais bei Ausfall der Stromversorgung?
Sie bleiben in der letzten Stellung (A oder B) — es sind bistabile Relais. Soll der Verbraucher nach Ausfall der Stromversorgung ausgeschaltet sein, bringen Sie das Relais vor dem Ausschalten des Systems in die Stellung „Aus“.
Ist Node-RED erforderlich?
Nein. Das Modul funktioniert mit allen GX-Geräten, und die Anschlüsse sind im Schalterpanel und im GX-Menü verfügbar. Node-RED (Venus OS Large) wird für eigene Steuerungslogik benötigt — und ist nicht auf jedem GX-Gerät verfügbar.
Ich habe den DIP-Schalter umgestellt, aber die Anschlüsse funktionieren unverändert — warum?
Nach einer Änderung des Modus muss das Modul neu eingeschaltet werden: Starten Sie das GX neu oder trennen Sie das USB-Kabel und schließen Sie es wieder an.
Welche Spannung darf ich an den digitalen Eingang anlegen?
3,8–5,5 V. Eine höhere Spannung kann das Modul dauerhaft beschädigen — ein Signal mit 12 V oder 24 V muss zunächst an diesen Bereich angepasst werden.
Inhalt mit der Dokumentation von Victron Energy (Datenblätter und Handbücher) abgeglichen — Stand: 23.09.2026. Inhaltlichen Fehler melden · Korrekturprotokoll



